3. Dezember 2014

Mountainbike-Mekka Toscana

Als Bikeguide und ehemaliger Rennfahrer habe ich in meinen 25 Bikejahren schon auf der halben Welt meine Spuren hinterlassen. Dabei war ich auf ganz vielen schönen Trails unterwegs, aber es gab nur wenige Orte, wo ich immer wieder zurückkehrte und nie genug davon bekam: die Toscana.

Wunderschön! Blick auf die Halbinsel Punta Ala, im Hintergrund Elba.

Obwohl wir ja in der Schweiz eine beinahe perfekte Infrastruktur zum Biken haben, ist auch dort nicht alles schön und gut. Einerseits sind viele Trails mittlerweile überbevölkert und andererseits herrscht immer wieder mal Ärger zwischen Wanderern und Bikern. Da sind uns andere Länder schon weit voraus, wo mittlerweile konsequent auf getrennte Strecken gesetzt wird. So gesehen in Schottland mit den 7stanes oder auch rund um Whistler/Kanada, wo ein riesiges Trailnetz aufgebaut wurde. Auch interessant sind die weniger bekannten Bikeregionen, wie zum Beispiel Teneriffa oder Slowenien. Aber zurück zum eigentlichen Thema...

In der Toscana, wo sich Singletrails an Singletrails reihen, wird es einem garantiert nie langweilig! Vor allem die Südtoscana mit der bekannten Maremma Region gehört zum Besten, was die Bikewelt zu bieten hat. Dort findet man Trails und Wege, die jedes Bikerherz höher schlagen lassen. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und bietet immer wieder ein sensationelles Panorama auf die umliegenden Hügel und das Mittelmeer. Vom Schwierigkeitsgrad her ist alles vorhanden, von einfachen Kiesstrassen bis zu sehr verblockten und steilen Steinpassagen. Am meisten Spass machen die flowigen und flüssigen Trails, welche sich durch die Pinien- und Zypressenwälder schlängeln. Genau davon wird man süchtig und kann einfach nie genug bekommen!

Auch viele Bikeprofis haben die Schönheit dieser Gegend entdeckt und absolvieren mittlerweile ihr Training auf den Trails vor Ort. Mit dem Maremma Cup und der Enduro World Series fanden grosse Rennen statt, wo die gesamte Weltelite an der Startlinie stand. Auf diesen Ex-Rennstrecken kann man übrigens jetzt auch als "normaler" Biker seine Runden drehen.

Freude herrscht!

Nicht zu vergessen sind natürlich auch die kulinarischen Köstlichkeiten und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Es lohnt sich, auch mal einen Tag auf das Biken zu verzichten und stattdessen mit dem Auto einen Ausflug zu machen. Die Region bietet unzählige Möglichkeiten, seien es die weltbekannten Bauwerke, die wunderschöne Natur oder die vielen hervorragenden Restaurants mit den toscanischen Spezialitäten.

Fein Essen und Trinken sind genauso wichtig wie Biken!

Ich selbst bin schon seit über 10 Jahren Gast bei der Bikestation Colle Cavalieri della Toscana in Bivio di Ravi und komme jedes Jahr mindestens einmal auf einen Besuch vorbei. Die letzten 3 Jahre war ich dort auch als Bikeguide angestellt und habe im Frühling und Herbst jeweils attraktive Touren für die Gäste organisiert und geleitet.

Die Colle Cavalieri della Toscana, mein bevorzugtes Zuhause.

Wenn du deine nächsten Bikeferien planst, dann gib der Toscana eine Chance, du wirst es bestimmt nicht bereuen! Und mit grösster Wahrscheinlichkeit, wird es nicht dein letzter Besuch gewesen sein...

Immer wieder fantastisches Panorama!


Klassisch, die Trails zwischen Zypressen.


Skurrile Landschaft auf der Insel Elba.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen