12. Februar 2016

Flucht vor Schnee und Kälte... Mountainbiking im Tessin!

Diesen Winter konnten wir uns bis jetzt ja nicht gross über schlechtes Wetter beklagen. Bis anfangs Januar waren die Bedingungen beinahe perfekt, trockene Singletrails und milde Temperaturen sorgten für unbeschwerten Bikegenuss. Irgendwann aber war es soweit, und der erste Schnee fiel bis ins nördliche Flachland. Wenn das jeweils der Fall ist, dann wird Plan B angewendet und der heisst in der Schweiz, dass man auf die andere Seite des Gotthards flüchtet und im schönen Kanton Tessin seinem Lieblingssport nachgeht.

Winter auf der Alpennordseite...

Sommer auf der Alpensüdseite!

Kollege Sven hatte schon einen Tag früher die Reise angetreten und bereits eine Tour abgefahren. Wir trafen uns in Lugano und fuhren rüber in den nahegelegen Ort Tesserete. Das kleine Dorf ist nicht unbekannt bei Mountainbikern, findet dort doch fast jedes Jahr ein Swisscup-Rennen statt. Zudem liegt Tesserete unterhalb vom Monte Bar, unser 1800 Meter hohes Ziel, welches wir für den heutigen Tag auf der Liste hatten.

Nach einem kurzen Anstieg auf der Teerstrasse bogen wir ins Gelände ab und folgten dem ersten Singletrail nach oben. Wie üblich im Tessin geht es ziemlich steil zur Sache, eine gute Kondition ist also auch im Winter von Vorteil. Wir gewinnen schnell an Höhe und schon bald konnten wir dem Hang entlang einem flowigen Trail folgen. Zu unserem Erstaunen war der Boden staubtrocken und schön griffig, perfekt!

Mit hochgekrempelten Ärmeln unterwegs!

Sonnenschein und blauer Himmel laden zur Pause ein.

Später folgte ein weiterer Anstieg auf einer schmalen Strasse, schön an der Sonne gelegen und der Schweiss drückte unter dem Helm. Leider schafften wir es nicht bis ganz nach oben auf den Monte Bar. Das Wetter wechselte im Laufe der Zeit und es zogen dichter Nebel und starker Wind auf. Daher entschieden wir, kurz unterhalb vom Gipfel den Aufstieg abzubrechen und die Abfahrt in Angriff zu nehmen.

Ein anspruchsvoller und langer Trail wartete auf uns, zuerst ziemlich flüssig mit einigen grossen Steinbrocken drin und weiter unten dann eher technisch mit steilen Passagen und engen Kurven. Auch das ist typisch für das Tessin, damit es richtig Spass macht ist eine gute Fahrtechnik Voraussetzung. Nach über 1000 Tiefenmetern befanden wir uns in einem dieser verlassenen Seitentäler, wie man sie nur im Süden findet. Nach dieser Abfahrt hatten wir noch nicht genug, wir wollten den Flow und die Euphorie nutzen und fuhren auf der anderen Talseite gleich wieder nach oben. Nach einem 500 Höhenmeter Aufstieg hatten wir den höchsten Punkt erreicht und ein weiterer Downhill lag vor uns. Erneut ging es technisch und teils ruppig zur Sache und schon bald hatten wir wieder ein Lachen im Gesicht. Kurz vor Tesserete flogen wir aus dem Wald, zurück in die Zivilisation...

Super Aussicht vom Monte Bar.

Flow, Flow, Flow!

Technisch und steil wird es weiter unten.

Einmal mehr hat sich ein Abstecher ins Tessin voll und ganz gelohnt! Wir konnten bei angenehmen Temperaturen und auf trockenen Trails einen wunderbaren Tag geniessen, weit weg von Schnee und Kälte!

Wenn du das Tessin auch entdecken möchtest, bei Fit for Trails und MTBguide.ch findest du die Spezialisten für Biketouren im Süden der Schweiz.

Dem Himmel nahe!

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