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17 September 2020

Wie man den Mountainbikesport kaputt macht

Kürzlich hatte ich einen Blogbeitrag mit dem Titel "Sei kein schlechter Mountainbiker" verfasst, wo es darum ging, was wir als Biker tun können, damit unser Sport in der breiten Bevölkerung in ein besseres Licht rückt. Nun kann ich bei diesem Thema gleich nachhaken und zwar aufgrund von zwei Bikefilmen, die das Schweizer Fernsehen kürzlich zur besten Sendezeit um 20.10 Uhr ausgestrahlt hat. Die beiden Filme mit den Titeln "Keep on Riding" bzw. "Die aufregendsten Mountainbike-Trails der Schweiz" zeigen einige der bekanntesten Protagonisten der Schweizer Bikeszene.

Im Vorfeld wurde fleissig die Werbetrommel gerührt und ich war gespannt, was man da jetzt wohl zu sehen bekommt. Um es vorweg zu nehmen, leider musste ich mich schon nach wenigen Minuten fremdschämen. Es wurden so ziemlich alle Klischees bedient, wegen denen wir Mountainbiker einen so schlechten Ruf haben...

Im ersten Film sind unsere Cross-Country Legenden Nino Schurter und Thomas Frischknecht im Tessin und die Enduro-Zwillinge Caro und Anita Gehrig in Flims zu sehen.
Irgendwie langweilig und nicht wirklich aufregend, da hat der Titel zu viel versprochen. Nervig sind die verwackelten GoPro-Aufnahmen. In Zeiten von Gimbals und professionellem Equipment sollten die Bilder eigentlich perfekt rüberkommen. Positiv ist lediglich der Soundtrack.


Im zweiten Film sind "Ride" Herausgeber Thomi Giger und Franziska Gobeli auf das Barrhorn gekraxelt und das Zürcher Bike-Urgestein Alec Wohlgroth und Matthias Lüscher sind rund um den Üetliberg in Zürich unterwegs.
Die Aufnahmen am Barrhorn sind atemberaubend, hier wird die Schönheit vom Bikesport authentisch rübergebracht. Die Szenen am Üetliberg hätten so nicht gezeigt werden dürfen, da nur illegale Trails befahren werden (was hat man sich hierbei nur gedacht?!). Auch bei diesem Film ist der Soundtrack wenigstens gut gelungen.

NACHTRAG 18.09.2020: Wie man nachfolgend sieht, hat das Fernsehen SRF den umstrittenen Film mittlerweile vom Netz genommen. Die Sache hat so hohe Wellen in den sozialen Medien geschlagen, da hat wohl jemand kalte Füsse bekommen...


Was beiden Filmen fehlt ist eine Story und ein Dialog. Das könnten irgendwelche Biker sein, die da herumfahren. Und die Gespräche beschränken sich auf Smalltalk, man erfährt nicht wirklich, warum diese Leute diesen Sport mit einer so grossen Leidenschaft betreiben.

Nun zurück zu den Klischees. Es waren zwar alle gezeigten Biker freundlich zu den Fussgängern, die sie kreuzten. Aber es wurde quer über Wiesen und durch Wälder gepflügt, Kurven wurden geschnitten und die Hinterräder blockiert. Und als Bonus kennen jetzt alle Zuschauer die illegalen Trails am Üetliberg. Die Situation dort ist schon seit jeher delikat und jetzt wurde den Bikegegnern regelrecht in die Hände gespielt. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich das auf zukünftige Verhandlungen mit den Behörden auswirkt. (Ein Shitstorm in den sozialen Medien läuft deswegen bereits.)

Es ist schade, dass bei beiden Filmen nur auf die Action gesetzt wird und man nur die "böse Seite" der Mountainbiker zeigt. Ich bin auch nicht immer ein Engel beim Biken, aber wenigstens lasse ich dabei nicht die Kamera laufen. Und mich sieht niemand bei der Ausübung meines Sports im grössten Fernsehsender der Schweiz.

Dabei hätte diese wertvolle Sendezeit so viel besser genutzt werden können. Nebst den Szenen auf den Trails, hätte man zum Beispiel zusätzlich noch zeigen können:

- Bikeclubs, die den Nachwuchs trainieren
- Bikeschulen, die den Bikern eine sichere Fahrtechnik vermitteln
- Trailbauer, die zerstörte Wanderwege wieder reparieren
- Biker, die den liegengelassenen Müll auf den Trails einsammeln
- Interviews mit Wanderern und Mountainbikern

Hier wurde definitiv eine ganz grosse Chance verpasst, um den Bikesport in einem positiven Licht zu präsentieren. Mountainbiker sind alles nette Menschen, die einfach mit dem Zweirad die Natur geniessen wollen. Nicht-Mountainbiker werden nach diesen Filmen aber weiterhin das gleiche negative Bild von uns haben. So bleibt nur ein Kopfschütteln auf beiden Seiten...



NACHTRAG 17.09.2020: Mittlerweile hat der Verein Züritrails via Facebook Stellung bezogen und distanziert sich klar von den gezeigten Inhalten. Die Schadenersatzforderung über CHF 30'000.00 ist aber fehl am Platz. Das Fernsehen SRF berichtet ja nicht nur negativ über uns, gerade der Rennsport erhält mit Liveübertragungen und Berichten die nötige Plattform. Lest selbst:

Wir, der Verein Züritrails, beziehen uns auf den gestrigen TV-Beitrag «Keep on Riding» des SRF Schweizer Radio und Fernsehen. Hiermit distanzieren wir uns in aller Form zu der darin durch die Protagonisten dargestellten Art und Weise der Ausübung des Mountainbikesports in Zürich. 

Wir vertreten die Haltung, dass der Mountainbikesport eine angemessene und den Bedürfnissen der Biker entsprechende Infrastruktur benötigt, und setzen uns mit all unserer Kraft für einen Ausbau der Infrastruktur ein. Trails dürfen aber keinesfalls durch Einzelaktionen und eigenmächtige Bautätigkeiten im Wald entstehen, sondern nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden. Wilde Fahrten durch den Wald sind zu unterlassen. Unbestritten besteht das Bedürfnis nach mehr und anspruchsvollen Trails in Zürich. 

Diesem Bedürfnis begegnen wir mit dem Bau des neuen Höcklertrails, dessen abschliessende Finanzierung derzeit auf Lokalhelden.ch/hoecklertrail durch ein Crowdfunding angestrebt wird. Dass wir als Verein die Chance erhalten, diesen Trail zu bauen, und dabei von der Stadt Zürich unterstützt werden, werten wir als einen grossen Vertrauensbeweis seitens der Behörden uns gegenüber.

Und jetzt das!!! 

Zur Prime Time wird im SRF Schweizer Radio und Fernsehen, welches durch Staatsgelder finanziert wird und im Rahmen des Service Public zu einer sachgerechten Berichterstattung verpflichtet ist, in der breiten Öffentlichkeit und in einer unfassbaren Selbstverständlichkeit quasi Werbung gemacht für das Biken auf wilden Trails in Zürich. Eine solche Berichterstattung ist schlichtweg unverantwortlich und genügt den Anforderungen an eine sachgerechte Berichterstattung im Auftrag des Bundes keineswegs. Es laufen seit längerem Bestrebungen seitens der Stadt Zürich und von Züritrails, mit dem Bau eines neuen, legalen Trails eben genau diesem wilden Biken entgegenzuwirken. Darüber hätte SRF Schweizer Radio und Fernsehen berichten müssen!

Wir sind masslos enttäuscht von SRF, aber auch vom Protagonisten und Biker Alec. Was habt ihr euch dabei bloss gedacht!?! Die Stadt Zürich wurde im nationalen Fernsehen so dargestellt, als schaute sie dem illegalen Treiben in ihren Wäldern tatenlos zu. Nur schon von Amtes wegen wird sie wohl handeln müssen. Die Konsequenzen davon werden sicher nicht zu unseren Gunsten ausfallen. Auch wird dies den Verein Züritrails in der Zusammenarbeit mit den Behörden weit zurückwerfen. Mit solchen Aktionen verlieren wir grosse Teile der fragilen Glaubwürdigkeit, welche wir über die Jahre, notabene in unserer Freizeit, aufgebaut haben.

Zudem trägt der Beitrag wesentlich zur landesweiten Zementierung von Vorurteilen gegen Mountainbikern bei.

Schon seit längerem hat das SRF rund ums Thema Mountainbiken denkbar wenig Fingerspitzengefühl bewiesen und liebend gerne schwelende Konflikte gesucht, und darüber berichtet. Jetzt habt ihrs geschafft. Der Konflikt ist da. SRF, ihr schadet uns mit solchen unsachlichen, nicht sauber recherchierten Berichten gewaltig! Den immateriellen Schaden, den ihr uns damit antut, kann man nicht so schnell wiedergutmachen. Wir fordern vom SRF Schweizer Radio und Fernsehen eine ansatzweise Wiedergutmachung in der Höhe von CHF 30'000.-- als Spende für die Baukosten an den Höcklertrail. Dann könnt ihr auch wieder mal etwas Positives übers Biken berichten. Zudem erwarten wir von euch eine schriftliche Stellungnahme, was der Sinn dieser Sendung sein soll, was dem Publikum damit vermittelt werden sollte und welcher Mehrwert das Programm damit erhält. Ausserdem verlangen wir im gleichen Ausmass eine Gegendarstellung bzw. eine Richtigstellung über das Biken in Zürich, ebenfalls zur Prime Time.

Zum Abschluss versuchen wir aber wieder nach vorne zu blicken und unsere Mission, die Verbesserung der Bike Infrastruktur in der Stadt Zürich, in den Mittelpunkt zu stellen. Unterstützt uns, indem ihr Mitglied von Züritrails werdet und unser aktuelles Projekt, den Bau des Höcklertrail, unterstützt (lokalhelden.ch/hoecklertrail).

Zürich, 16. September 2020, der Vorstand von Züritrails

14 September 2020

Kurztest: Rocky Mountain Instinct Powerplay BC Edition Alloy 70 2021

Im Rahmen des Testride auf der Lenzerheide vom 11.-13.09.2020 hatte ich die Möglichkeit, das neue Rocky Mountain Instinct Powerplay BC Edition Alloy 70 2021 zu fahren. Ich hatte bereits 2018 einen ausführlichen Testbericht über das Instinct Powerplay verfasst, als es neu auf den Markt kam. Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen und dem E-Bike wurden kleine Kinderkrankheiten ausgetrieben und es ist jetzt mit den aktuellsten Komponenten erhältlich.


Ausstattung

Der Unterschied zwischen dem Instinct Powerplay BC und dem Instinct Powerplay sind mehr Federweg und noch robustere Komponenten. Je nach Budget gibt es drei verschiedene Ausstattungsvarianten: Carbon 90, Alloy 70 und Alloy 50. Der Motor und der Akku sind bei allen Modellen gleich, der Dyname 3.0 sorgt mit 108 Nm für viel Power und der 672 Wh Akku für lange Reichweite.

Das Instinct Powerplay BC Alloy 70 hat einen stabilen Alu-Rahmen, welcher in zwei Farben lieferbar ist. Der Akku ist fix integriert ist und kann nicht entfernt werden. Die Federung übernehmen der Fox Float DPX2 Performance Dämpfer mit 155 mm und die neue Fox 38 Float EVOL GRIP Performance Federgabel mit 160 mm Federweg. Die bewährte Shimano Deore XT Gruppe regelt die Schaltvorgänge und die 4-Kolbenbremse verlangsamt die Geschwindigkeit. Die absenkbare Race Face Turbine R Sattelstütze bietet, je nach Rahmengrösse, 125-175 mm Hub. Lenker und Vorbau sind Hausmarke Rocky Mountain. Die 29" Laufräder sind ein Mix aus DT Swiss 370 Naben, DT Swiss Speichen und 30 mm breiten WTB Felgen. Für den Grip sorgen Maxxis Minion DHF 29x2.5 WT und Minion DHR 29x2.4 WT Reifen.

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Das Rocky Mountain Instinct Powerplay BC Edition 2021 auf der Lenzerheide.


Auf dem Trail

Als Vergleichsreferenz dient mein Mondraker Chaser 29, welches ich normalerweise fahre. Die beiden Bikes haben, ausser der Laufradgrösse, fast nichts gemeinsam. Das Mondraker hat den Bosch CX Motor und muss wegen der langen Geometrie sportlich und kraftvoll bewegt werden.

Es gibt ja mittlerweile diese Marketingfloskel "dieses E-Bike fährt sich wie ein normales Bike", welche von immer mehr Herstellern verwendet wird. Ich habe in den letzten Jahren schon viele verschiedene E-MTB gefahren, aber nur bei Rocky Mountain trifft diese Aussage wirklich zu. Sobald man auf dem Instinct Powerplay sitzt oder steht, vergisst man, dass man motorisiert unterwegs ist. Nur den Antrieb hört man, er macht immer noch dieses mahlende Geräusch, welches aber nicht mehr so laut ist, wie in den früheren Versionen. Wenn es den Trail runter geht, dann ist das Bike aber komplett leise. Im Gegensatz zum Mondraker, wo das bekannte Klappern vom Bosch Motor die Ruhe stört.

Gespannt war ich vor allem auf die neue Fox 38 Federgabel, die mit ihren dicken 38 mm Standrohren perfekt in den Rahmen passt. Mit meinen 68 kg Körpergewicht gehöre ich nicht unbedingt zu den Bikern, die eine steifere Gabel benötigen. Aber ich irrte mich, selbst als leichter Fahrer bietet mir die Fox 38 Vorteile, insbesondere die Spurtreue beeindruckte. Einfach frontal auf die Steine und Wurzeln zuhalten, das Vorderrad ein wenig entlasten und der Rest erledigt die Federgabel. Unglaublich, was 2 mm mehr Durchmesser an einer Gabel ausmachen können.

Gepaart mit den kurzen 442 mm Kettenstreben erhält man ein Fahrwerk, welches sich extrem locker und agil bewegen lässt. Trotz 25 kg Gesamtgewicht tänzelt das Instinct Powerplay BC leichtfüssig über alle Hindernisse und lässt sich ohne grossen Kraftaufwand bewegen. Es ist wirklich so, man vergisst, dass man hier auf einem E-Bike steht.

Der starke 108 Nm Motor kann ebenfalls überzeugen. Er ist viel direkter am Gas, als der Bosch CX. Während der Bosch die Kraft eher zögerlich entfaltet, geht es beim Dyname 3.0 gleich voll zur Sache. Die drei Stufen reichen aus, um in jedem Anstieg die passende Unterstützung zu geniessen. Spartanisch ist die iWoc Bedienung, über welche nur die Motorstufen gewählt und die Batterieanzeige mit farbigen Streifen angezeigt werden. Wer ein Display für weitere Informationen benötigt, muss ein externes GPS-Gerät damit verbinden. Via Handy-App kann man die Charakteristik der einzelnen Stufen einstellen und man hat einen Überblick rund um Antrieb und Akku.

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Die neue Fox 38 überzeugt mit unglaublicher Steifigkeit und Spurtreue.


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Trotz hohem Gewicht steigt das Instinct Powerplay BC locker aufs Hinterrad.


Fazit

Auch in diesem Test kann das Instinct Powerplay wieder überzeugen. Während mein Mondraker nur für fortgeschrittene Biker geeignet ist, finden sich mit dem Rocky Mountain alle zurecht. Das einfache und gutmütige Handling sorgt für viel Spass. Das hervorragende Fahrwerk bügelt auch die grössten Hindernisse platt. Der starke Motor und der grosse Akku lassen lange Ausfahrten in steilem und anspruchsvollem Gelände zu. Love the ride!


Preis

ab CHF 6'799.00 (Alloy 70 CHF 7'999.00)


Informationen


Rocky Mountain
CHRIS sports

17 August 2020

Sei kein schlechter Mountainbiker

In letzter Zeit ist das Mountainbike wieder regelmässig in den verschiedensten Medien zu Gast. Vielleicht ist es der Corona-Blues oder das Sommerloch, darum muss wieder ein Thema auf den Tisch, welches die Leute bewegt. Leider wird hauptsächlich negativ über uns berichtet und die Kommentare der Leser sind noch negativer. Die Mountainbiker sind Störenfriede, sie schaden der Natur, es passieren immer mehr Unfälle auf den Trails und das E-MTB sorgt sowieso bei allen für rote Köpfe.

Fälschlicherweise werden wir alle in den gleichen Topf geworfen, obwohl sich die grosse Mehrheit der Mountainbiker korrekt auf und neben den Trails verhält. Wir haben es grundsätzlich selbst in der Hand, wie unser Sport von anderen Leuten beurteilt wird. Vor allem bei Unfällen und generellem Verhalten können wir unseren Teil dazu beitragen, damit sich unser Ruf verbessert. Nachfolgend ein Leitfaden.

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Mountainbiker sind unbeliebt... Die Schweizer Medien berichten hauptsächlich negativ über uns.



Verbessere deine Fahrtechnik


Zuerst ein bisschen Werbung in eigener Sache: Besuche einen Fahrtechnikkurs und lerne alle nötigen Manöver, damit du dein Mountainbike perfekt beherrscht. Ich sehe immer wieder Biker, die wirklich schlecht fahren und ihr Sportgerät überhaupt nicht unter Kontrolle haben (und nein, es sind keine E-Biker). So muss man sich nicht wundern, dass es immer wieder zu schweren Stürzen und Unfällen kommt.

Ich höre jetzt schon die eingefleischten Mountainbiker, die sagen: "Ich fahre schon seit über 20 Jahren, ich brauche keinen Bikekurs." Bist du sicher? Ich fahre schon seit über 30 Jahren und habe dennoch den Anspruch an mich selbst, immer noch besser zu werden. Ich will noch schwierigere Trails meistern, ich will den Manual noch länger schaffen und ich will noch höhere Bunny Hops springen. Ganz nach dem Motto: Man hat nie ausgelernt. Mit dieser stetigen Arbeit an meinem Können kann ich ein sehr hohes Level halten und gleichzeitig Stürze vermeiden.

Und wusstest du, dass du deine Fahrtechnik und Körperposition laufend an den neuen Mountainbikes anpassen musst? Die heutigen Bikes mit ihren grossen Laufrädern, langen und flachen Geometrien und breiten Lenkern muss man anders fahren, als die Modelle von früher. Wenn du also bei deinem neuen Bike in der Abfahrt einfach weit hinter den Sattel hängst, dann machst du alles falsch. An einem Bikekurs werden dir hierfür alle nötigen Tipps und Tricks verraten.

Besuche einen Bikekurs und werde ein besserer Mountainbiker. Je weniger Unfälle passieren, desto weniger können die Medien negativ über uns berichten.

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Verbessere dein Können und stärke dein Selbstvertrauen mit einem professionellen Bikekurs.



Kenne deine eigene Grenzen


In Zusammenhang mit der Fahrtechnik geht es auch immer darum, seine eigenen Grenzen zu kennen. Selbstüberschätzung ist oft die häufigste Ursache von Stürzen. Es gehört dazu, dass man beim Biken etwas probiert und riskiert, nur so wird man besser. Allerdings sollte man auch genau wissen und abschätzen können, ob etwas gelingen kann oder nicht. Einfach mal in den Steilhang reinstechen oder über den grossen Jump springen, ohne das vorher jemals gemacht zu haben, wird sicher im Desaster enden.

Die Grenze zwischen nicht stürzen und stürzen ist sehr schmal. Erfahrung, Linienwahl, Geschwindigkeit und Körperposition sind entscheidend, ob ein Manöver erfolgreich ist. Wie schnell es in die Hose gehen kann, kann man in den vielen Crashvideos sehen, die täglich im Internet hochgeladen werden. Auch an meinen Kursen beobachte ich Teilnehmer, bei denen ich schon beim Heranfahren sagen kann, ob das gut kommt oder nicht. Dort kann ich teilweise noch eingreifen und so das Schlimmste verhindern.

Gefordert sind hier auch die Vermietstationen in den Tourismusregionen. Mountainbiken ist gefährlich, wenn man keine Fahrtechnikkenntnisse mitbringt. Die Bikeshops müssen ihre Kunden informieren und bestmöglich instruieren, damit diese nicht einfach auf den nächsten Berg hochfahren und unkontrolliert wieder heruntereiern.

Lerne deine Grenzen zu kennen und versuche sie zu verschieben, fahre aber immer vernünftig und überlegt.

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Es ist schnell passiert... Fahre nur Trails, die mit deinen Fähigkeiten machbar sind.



Sei freundlich zu deinen Mitmenschen


Als Mountainbiker ist man unbeliebt. Wirklich Verständnis für uns haben nur Gleichgesinnte oder Leute, die in irgendeiner Verbindung zum Sport stehen. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Wir können die Situation aber positiv beeinflussen, wenn wir die wichtigsten Verhaltensregeln befolgen: Freundlichkeit, Dankbarkeit, Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme.

Je mehr Leute biken, desto mehr gibt es auch schwarze Schafe, die sich eben nicht an die Regeln halten. Einige Idioten verhalten sich rücksichtslos und haben das Gefühl, ihnen gehört die Welt. Wir müssen uns nach wie vor bewusst sein, dass wir als Mountainbiker vielerorts nur geduldet sind. Streng nach Gesetz ist das Biken auf Wanderwegen in den meisten Kantonen immer noch verboten (Artikel 43 des SVG). Wir bewegen uns in einer Grauzone, welche aber fast überall toleriert wird.

Mountainbiker seid nett zu E-Mountainbikern. Das sind Biker wie du und ich. Sie haben keine Schuld an den aktuellen Umständen, unsere Probleme gibt es schon seit über 30 Jahren. Ich fahre auch regelmässig mit Motor, deswegen bin ich aber keine Person, die man verachten und dumm anmachen muss. Ich bin die gleiche Person, die auch ohne Motor unterwegs ist, behalte also deine Vorurteile für dich. Nur wenn wir alle zusammenhalten, haben wir die nötige Power und das Gehör, damit wir auch in der breiten Öffentlichkeit und in der Politik ernst genommen werden.

Übrigens erwarte ich auch von Fussgängern, Wanderern und Reitern, dass sie mir mit Anstand und Respekt begegnen. Ich erlebe immer wieder Situationen, wo ich als Mountainbiker wie der letzte Dreck behandelt werde, egal wie nett und zuvorkommend ich mich verhalte. Diesen Leuten sei gesagt, wir sind nicht böse und es gibt keinen Grund, uns generell zu hassen. Und wer weiss, vielleicht versteckt sich unter dem Helm dein Zahnarzt, Metzger, Versicherungsberater, Coiffeur, Garagist. Diesen Menschen trittst du ja im normalen Leben auch mit Freundlichkeit entgegen.

Das Miteinander funktioniert nur, wenn sich alle an die Regeln halten. Es braucht gegenseitige Toleranz, Offenheit und Freundlichkeit zwischen Fussgängern und Mountainbikern (auch zwischen uns selbst).

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Die Trail-Toleranz funktioniert in Graubünden vorbildlich. (Foto: Martin Bissig/herbert.bike)



Baue keine illegalen Trails


Ein heikles Thema ist das Bauen und Befahren von illegalen Trails. Warum gibt es illegale Trails? Weil es keine legalen Trails gibt.

Während unsere Bergkantone hohe Summen in den Bau von Biketrails und Bikeparks investieren, passiert im Mittelland sehr wenig. Ausgerechnet dort, wo die meisten Mountainbiker Zuhause sind, hinkt die Infrastruktur weit hinterher. Und die wenigen Wanderwege, die es gibt, werden immer häufiger mit Fahrverboten belegt.

Dies hat zur Folge, dass viele Mountainbiker selber zur Schaufel greifen und sich ihre eigenen Trails bauen. Das ist aber nicht Sinn der Sache, man darf nicht einfach einen fremden Wald umgraben und quer durch die Natur heizen.

Gefragt sind hier die Kantone und Gemeinden, damit wir unseren Sport überall legal ausüben dürfen. Verbote und Bussen bringen nichts, der Sport ist zu populär und zu gross geworden, um ihn einzudämmen. Und er wird in den kommenden Jahren regelrecht explodieren, wir stehen hier immer noch am Anfang. Es braucht also unbedingt Lösungen in Form von offiziellen Biketrails. Und zwar nicht nur in den Bergen, sondern im ganzen Land. Erst dann wird sich die Situation beruhigen und man kann Konflikte erfolgreich verhindern.

Fahre auf nur auf zugelassenen Wegen und meide die illegalen Trampelpfade. Und baue keine Trails und Jumps selber in den Wald.

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Selbstgebaute Jumps mitten im Wald. Ein heikles Thema...

27 Juli 2020

Testbericht: Pirelli Scorpion MTB-Reifen

Von meinem Partner und Schweizer Pirelli Vertrieb CHRIS sports habe ich die neuen Pirelli Scorpion MTB-Reifen zum Testen erhalten.

Die Marke Pirelli kennt wohl jeder. Die italienische Firma wurde bereits 1872 gegründet und gehört zu den grössten Reifenproduzenten weltweit. Schon 1894 wurden die ersten Fahrradreifen hergestellt. Später konzentrierte man sich auf Auto- und Motorradreifen und es wurde auch viel in den Rennsport investiert. Pirelli ist aktueller Ausrüster der Formel 1 und gewann über 460 Meistertitel im Automobil- und Motorradsport. Und dann gibt es da noch den berühmten Kalender, mit welchem man sich auch einen Namen in der Glamourwelt machte.

2017 präsentierte Pirelli neue Rennradreifen und sie waren wieder zurück im Geschäft. Kurze Zeit später folgten weitere Gummis für MTB, Gravel und Urban. Das zeigt, dass selbst für grosse Konzerne das Fahrrad an Bedeutung gewinnt. Eine erfreuliche Entwicklung!

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Der Pirelli Scorpion Enduro S 29x2.60" an meinem Mondraker Chaser 29.



Die Palette der MTB-Reifen reicht von Cross-Country bis Enduro. Es wird grundsätzlich in vier Kategorien unterteilt: XC, Trail, Enduro und E-MTB. Die Reifen werden in verschiedenen Grössen und Breiten und mit unterschiedlichen Profilen und Karkassen angeboten. Die Auswahl ist so umfangreich, dass man fast ein bisschen den Überblick verliert...

Die Modelle heissen alle Scorpion, werden aber mit zusätzlichen Buchstaben versehen für die verschiedenen Untergründe:
  • "RC" für Racing (Renneinsatz)
  • "H" für Hard (harter Untergrund)
  • "M" für Mixed (wechselnder Untergrund)
  • "S" für Soft (loser und weicher Untergrund)
  • "R" für Rear (ein Profil speziell für das Hinterrad)
Dabei ist zu beachten, dass z.B. mit Soft nicht eine softe Gummimischung gemeint ist, sondern ein softer Boden. Die Gummimischung ist immer der SmartGRIP Compound, welcher bei trockenen und nassen Bedingungen die optimale Traktion bieten soll. Das Profil ist aber je nach Untergrund verschieden.

Bevor man sich für Pirelli MTB-Reifen entscheidet, sollte man also ungefähr festlegen, auf welchem Boden man hauptsächlich unterwegs ist.

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Welcher Scorpion darf es sein? Die Auswahl ist gross und es fehlen hier noch die E-MTB Modelle.



In diesem Test nehme ich die Modelle Scorpion Enduro S und Scorpion Enduro R in 27.5"x2.40" und Scorpion Enduro S in 29"x2.60" unter die Lupe. Ich fahre sie tubeless auf einer Felge mit 30 mm Innenbreite an meinem Rocky Mountain Thunderbolt und Mondraker Chaser 29 E-MTB.

Zugegeben, als ich die Reifen das erste Mal in der Hand hielt, war ich skeptisch. Vor allem der Scorpion S erinnert mit dem sehr groben und pfeilförmigen Profil an die Klassiker der 90er Jahre (Panaracer Smoke Dart, Tioga Psycho, IRC Mythos, usw.). Was aber vor 30 Jahren gut war, das hat auch heute noch Berechtigung, dazu später mehr.

Die Montage ging problemlos, trotz der stabilen Seitenwände konnte ich die Reifen mit blossen Händen auf die Felgen ziehen. Beim Aufpumpen brauchte es allerdings einige Versuche, bis die Reifen richtig im Felgenbett sassen. Dann blieben sie aber dicht, selbst ohne Milch ging die Luft über Nacht nicht raus. Ich befüllte sie nachträglich mit 80 ml Flüssigkeit.

In der Grösse 27.5"x2.40" bringen der Scorpion Enduro S 1150 g und der Enduro R 1090 g auf die Waage. Der Scorpion Enduro S in 29"x2.60" wiegt stolze 1250 g (alle Reifen nachgewogen). Das sind keine Leichtgewichte, aber wie erwähnt, gibt es diese Reifen auch noch in leichteren Versionen. Da ich keine Rennen mehr fahre, ist für mich das Gewicht sowieso zweitrangig. Viel wichtiger sind mir die Traktion und die Zuverlässigkeit.

Der Enduro S hat ein pfeilförmiges Profil mit hohen und weit auseinander stehenden Stollen. Damit soll bei losem, weichem und rutschigem Untergrund grösstmögliche Traktion erreicht werden. Der Enduro R ist speziell für das Hinterrad gedacht und hat die typischen Querstollen in der Mitte, welche für Grip beim Hochfahren und Bremsen sorgen sollen. Die Mittelstollen sind ein wenig tiefer als die Seitenstollen, was zusätzlich den Rollwiderstand verringert. Beide Reifen haben eine Breite von knapp 59 mm, das ist eher schmal für 2.40". Wem das zu wenig ist, der kann die Breite 2.60" wählen, welche mit 67 mm sicher genügend Auflagefläche bietet.

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Die Profile von Scorpion Enduro S und Scorpion Enduro R.



Ich konnte die Reifen in den letzten drei Monaten ausgiebig bei allen möglichen Bedingungen testen. Das launische Wetter im Mai und Juni sorgte für viel Regen und die Trails waren oft nass und schlammig. Besonders häufig habe ich den Scorpion S 29x2.60" am E-MTB über die Trails gejagt. Die 2.40" habe ich mit 1,6 bar und die 2.60" mit 1,2 bar Luftdruck gefahren.

Der Scorpion S überraschte mit sehr viel Grip am Vorderrad, vor allem auch bei Nässe. Der Reifen beisst sich richtiggehend in den Boden und sorgt für eine messerscharfe Kurvenführung. Damit nicht das schwere E-Bike dafür verantwortlich gemacht werden kann, hatte ich den gleichen Trail umgehend auch unmotorisiert gefahren und auch mit dem 2.40" gab es das gleiche Resultat. Der Reifen bietet selbst im Grenzbereich eine sehr hohe Traktion, was für viel Sicherheit und Vertrauen sorgt.

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Der Scorpion S am Vorderrad bietet hervorragenden Grip bei allen Bedingungen. (Foto: spitznagel.ch)

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Am E-MTB habe in den Scorpion S vorne und hinten montiert. Funktioniert super!



Der Scorpion R am Hinterrad bietet guten Grip im Uphill bei trockenen und nassen Bedingungen. Im Downhill konnte er mit dem Vorderrad aber nicht ganz mithalten, wegen dem flachen Profil kommt er schneller ins Rutschen, als der grobe Scorpion S. Die Haftgrenze ist aber durchaus definiert und man kann kontrolliert um die Kurven driften. Hier fragt es sich wieder einmal, ob es überhaupt nötig ist, einen speziellen Hinterradreifen zu entwickeln. Auf dem E-MTB habe ich den Scorpion S vorne und hinten montiert und das funktioniert super. Der Vorderreifen bietet auch am Hinterrad genügend Traktion beim Bremsen und Hochfahren.

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Der Scorpion R am Hinterrad pflügt sich erfolgreich durch den Schlamm.

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Bei hohen Geschwindigkeiten neigt das Hinterrad zum (kontrollierten) Rutschen.



Der Rollwiderstand ist, trotz des hohen Gewichts, erstaunlich gut. Man gewinnt aber mit diesen schweren Reifen keinen Bergsprint. Da diese in die Kategorie Enduro gehören, ist auch klar, dass sie vor allem in der Abfahrt punkten müssen.

Probleme gibt es bis jetzt keine, die Scorpions verrichten zuverlässig ihre Arbeit. Trotz tiefem Luftdruck sitzen sie fest in der Felge und dank den stabilen Seitenwänden gibt es kaum Durchschläge. Das Profil zeigt kleine Gebrauchsspuren, die Stollen sind aber alle noch intakt.

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So sehen die Scorpions übrigens von unten aus.



NACHTRAG 05.08.2020: Kürzlich habe ich das Bike meiner Partnerin auch auf Pirelli umgerüstet. Da sie eher gemächlich unterwegs ist, habe ich ihr den Scorpion XC M 29"x2.40" montiert. Ich liess es mir nicht nehmen und habe mit ihrem Bike ein paar Tage in der Toscana verbracht. Italienische Reifen auf italienischem Boden, das kann ja nur gut kommen!

Die toscanischen Trails waren sehr trocken, staubig, steinig und rutschig. Aufgrund dieser Bedingungen habe ich einen eher tiefen Luftdruck gefahren, vorne 1,4 und hinten 1,5 bar. Beim XC merkt man das geringe Gewicht, mit 830 g pro Reifen geht es zügig vorwärts. Die Beschleunigung und das Rollverhalten sind gut und der Reifen hat eine angenehme Eigendämpfung.

Der Grip ist auch bei diesem Modell wieder eine kleine Überraschung. Im Uphill und Downhill beisst sich der Gummi regelrecht in den harten Boden und sorgt für viel Traktion. Der Kurvenhalt ist hervorragend, man muss nur den Mut haben, um das Bike voll reinzulegen. Der Grenzbereich ist gut spürbar, selbst ein Drift über beide Reifen kann man gezielt kontrollieren. Top!

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Der Pirelli Scorpion XC M auf dem trockenen, steinigen Boden der Toscana.

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Das Profil besteht aus vielen kleinen Klötzchen.

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Es ist rutschig, aber der Scorpion XC M hält die Spur.

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Im harten Gelände bietet der Reifen eine gute Eigendämpfung.



Fazit


Ein neuer Geheimtipp? Pirelli hat die Hausaufgaben gemacht. Sie haben nicht einfach MTB-Reifen auf den Markt gebracht, um das Sortiment abzurunden, sondern sich ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt. Vor dem Kauf muss man sich einige Gedanken über den Einsatzzweck machen, damit man sicher den passenden Reifen wählt. Dann erhält man aber Gummis, die bei jeder Biketour für viel Traktion und Sicherheit sorgen. Vor allem der Scorpion S überzeugt mit hervorragendem Grip an Vorder- und Hinterrad und hat klar eine Kaufempfehlung verdient.


Preis


ab CHF 67.90


Informationen



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Vollgas durchs Unterholz! Die Pirelli Reifen sorgen für Sicherheit und Vertrauen. (Foto: spitznagel.ch)

20 Juli 2020

6 Tipps gegen Geräusche am Mountainbike

Mit einem Mountainbike sollte man lautlos über die Trails gleiten können, nur das Surren des Freilaufs darf die Ruhe stören. Leider ist das aber nicht immer so, an einem MTB befinden sich jede Menge Teile, die nervtötende Geräusche verursachen können.

Je wilder und länger man über Stock und Stein jagt, desto grösser ist die Chance, dass es irgendwo und irgendwann knarzt, knackst, klappert, schlägt und klingelt. Teilweise ist es schwierig, die Lärmquelle zu finden, wenn diese aber lokalisiert ist, dann gibt es auch immer eine Lösung dafür. Hier findest du alle Tipps, wie du die Lärmverursacher erfolgreich beseitigen kannst.


1. Die Kette schlägt an den Rahmen


Der Klassiker ist die Kette, welche an den Rahmen schlägt. Das geht akustisch auf die Nerven und hinterlässt hässliche Lackschäden.

Da das ein bekanntes Problem ist, haben moderne Mountainbikes meistens schon vorgeformte Plastikschützer an der Kettenstrebe oder sogar Kettenführungen montiert. Bei einigen Herstellern sind sie fix verschraubt und halten bombenfest, bei anderen sind sie lediglich geklebt. Die geklebten Produkte sind oft nicht allwetter- und putzmitteltauglich und lösen sich früher oder später vom Rahmen. Auch bei meinem Rocky Mountain und Mondraker war dies leider der Fall und ich habe deshalb selber etwas gebastelt.

Damit du deine Kette ruhig stellen kannst, gibt es verschiedene Möglichkeiten und Produkte:

Neopren


Der gute, alte Neoprenüberzieher mit Klettverschluss ist auch heute noch eine günstige, leichte und langlebige Lösung. Er kann gut gereinigt werden und lässt sich immer wieder verwenden. Vor dem Kauf unbedingt die Kettenstrebe messen, es gibt verschiedene Durchmesser und Längen.

Bei meinem Rocky Mountain Thunderbolt läuft die Kette sehr knapp über die Kettenstrebe und selbst der verbaute Plastikschutz konnte ein Klappern nicht verhindern. Ich habe darum einen Neopren von Race Face montiert und seither ist Ruhe.

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Der Neoprenüberzug schützt die Kettenstrebe und sorgt für Ruhe.


Slapper Tape


Slapper Tape ist der Name für ein Klebeband von MarshGuard. Das Band lässt sich einfach zuschneiden, ist sehr flexibel und klebt auch zuverlässig auf Kanten und Rundungen. Das MarshGuard ist allerdings ziemlich teuer (ca. CHF 20.00 für 1 Meter) und darum empfehle ich als Alternative das günstigere 3M Scotch 2228 Ruber Mastic Tape (kostet ca. CHF 20.00 für 3 Meter und ist meines Wissens genau das gleiche Produkt). Erhältlich ist es in vielen Online-Shops.

Gute Erfahrungen machte ich auch mit dem Kettenstrebenschutz von BBB, Artikel BBP-21. Es ist ebenfalls ein dickes und breites Klebeband von 3M, welches bereits im richtigen Mass für die Kettenstrebe daherkommt.

geraeusche am mountainbike
Das Scotch 2228 Ruber Mastic Tape oder Slapper Tape. Zuverlässig, stark und flexibel.

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Das BBB BBP-21 ist ein fixfertiger Kettenstrebenschutz.


Klebefolie


Die Klebefolie ist wahrscheinlich zu dünn, um wirksam Geräusche zu dämmen. Aber immerhin schützt sie den Rahmen vor Lackschäden durch die schlagende Kette. Die Folie kann man auch an Stellen anbringen, wo die Kabel am Rahmen scheuern.

geraeusche am mountainbike
Die einfache Klebefolie schützt vor allem vor Lackschäden.


Kette kürzen


Es kann auch einfach sein, dass die Kette zu lang ist und darum an den Rahmen schlägt. Falls das der Fall ist, können 1-2 Glieder entfernt werden und das Problem ist vielleicht schon gelöst.

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Die Kette muss einiges mitmachen, wenn es auf dem Trail richtig abgeht...



2. Die Scheibenbremsen quietschen


Scheibenbremsen sollten normalerweise leise und kräftig zubeissen. Nur bei Regen und Kälte kann es vorkommen, dass die Bremse quietscht, damit muss man einfach leben können.

Wenn die Bremsen auch bei Sonne und Wärme lärmen, ist oft eine Verschmutzung an Scheibe oder Belag der Auslöser. Gleichzeitig geht auch meistens die Bremskraft verloren. Es kann vorkommen, dass Rückstände von Putzmittel, Öl und Fett auf die Bremsen gelangen. In diesem Fall Bremsscheibe und Bremsbeläge mit einem speziellen Brake Cleaner reinigen. Ein Anschleifen der Beläge mit einem feinen Schleifpapier kann ebenfalls helfen.

Grundsätzlich neigen die metallischen Sinterbeläge eher zum Quietschen, als die weicheren organischen Beläge. Es gibt auch Belags- und Scheibenkombinationen, die einfach nicht zusammenarbeiten wollen. Es ist daher ratsam, Bremsbelag und Bremsscheibe vom gleichen Hersteller zu verwenden.

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Es quietscht, wenn Bremsscheiben und Bremsbeläge nicht sauber sind.



3. Der Akku im E-Bike wackelt


Bei E-Mountainbikes kann der Akku wackeln und Klappergeräusche verursachen. Vor allem bei älteren Modellen, wo der Akku noch auf dem Unterrohr aufgesetzt ist, ist das ein weitverbreitetes Problem. Bei den neuen E-Bikes mit integriertem Akku kommt es eher selten vor.

Abhilfe kann auch hier das Slapper Tape schaffen, in dem man einen kleinen Streifen auf den Rahmen oder direkt auf den Akku klebt. Auch die Filzgleiter für Möbel sind dafür gut geeignet.

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Slapper Tape hilft auch gegen Akkuklappern im Rahmen.



4. Die Ventile klappern in der Felge


Ventile, die in den Felgen klappern können ebenfalls ziemlich nerven. Dies hat man oft bei Rennrädern mit hohen Carbonfelgen. Aber auch beim Mountainbike kann es vorkommen, dass die Ventile zu lose in den Löchern stecken.

Die Ventilmutter, welche bei den meisten Ventilen dabei ist, möglichst fest anziehen. Oder allenfalls komplett weglassen. Es gibt auch spezielle Aufkleber, welche man über die Ventile stülpen kann, dann braucht es die Mutter nicht. Bei Tubeless muss die Mutter immer montiert werden.

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Auch ein kleines Ventil kann für Lärm sorgen. Die Mutter muss richtig fest angezogen sein.



5. Die Kabel scheuern aneinander


Auch Schalt- und Bremskabel können aneinander scheuern oder an den Rahmen schlagen und so Geräusche verursachen. 

Da helfen 1-2 Kabelbinder, sobald die Kabel miteinander verbunden sind geben sie Ruhe. Man kann sich auch die Mühe machen und die Kabel komplett mit einem Bündelschlauch einwickeln.

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Kabelbinder oder Bündelschlauch stellen die Kabel ruhig.



6. Es knackst und knarzt irgendwo


Knacksen, knarzen und klappern wird früher oder später jedes Mountainbike. Schuld daran sind immer Schraubverbindungen, Drehpunkte und Lager. Sobald diese verdreckt sind, oder durch das häufige Putzen trocken laufen, melden sie sich. Die Schwierigkeit ist, dass man die Ursache dafür findet. Carbonrahmen wirken oft wie ein Resonanzkörper, da hört man ein Knacken vorne, das Problem ist aber hinten oder umgekehrt.

Lärm machen können: Tretlager, Schwingendrehpunkte, Dämpferaufnahmen, Steuersatz, Gabelschaft, Kettenblätter, Pedalen, Kassette, Freilauf, Radlager, Vorbauklemmung, Sattelklemmung, Wechselauge, Flaschenhalter, usw. Also so ziemlich jedes Teil am Mountainbike...

Das Bike sollte man Stück für Stück durchchecken, bis man die fehlerhafte Stelle gefunden hat. Vorderrad zwischen die Beine klemmen und den Lenker hin und her bewegen. Bremsen ziehen und Bike nach vorne und zurück bewegen. Am Hinterrad rütteln. Mit dem Fuss seitlich auf das Pedal stehen und das Bike nach unten drücken.

Wenn man das lärmende Teil gefunden hat, muss man es ausbauen und reinigen. Normalerweise hilft eine grosse Portion Fett, damit es wieder ruhig und geschmeidig läuft. Oft ist auch eine Schraubverbindung lose, diese mit den nötigen Nm wieder anziehen kann und gut ist.

Wenn Steuerlager, Radlager und Tretlager ein Spiel aufweisen, dann können sie vorsichtig nachjustiert werden, damit sie wieder ruckelfrei funktionieren. Defekte Kugellager oder Buchsen müssen gegen Neuteile ersetzt werden.

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Drehpunkte sorgen oft für Knackgeräusche. Fetten und richtig anziehen hilft.

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Die Sattelklemmung wird oft vergessen, sie ist aber ständiger Belastung ausgesetzt.

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Das Steuerlager muss spielfrei und gut gefettet sein.

29 Juni 2020

Testbericht: Onza Porcupine MTB-Reifen

Bei Mountainbike-Komponenten darf man durchaus ein bisschen patriotisch sein, und darum fahre ich die Schweizer Onza Reifen, seit es sie gibt. Daher ist es höchste Zeit, den Freunden aus dem Baselbiet endlich einen Testbericht zu widmen.

In all den Jahren habe ich fast das gesamte Onza Sortiment an meinen Bikes montiert gehabt. Mein Favorit war bis jetzt der Ibex, welcher ein guter Mix aus Traktion, Pannenschutz und Haltbarkeit bietet. Allerdings ist er mittlerweile ein bisschen in die Jahre geraten und darum setzte ich in den letzten Monaten auf das Modell Aquila. Dieser wurde von Downhill-Superstar Aaron Gwin mitentwickelt und ist ein wahres Gripmonster.

In diesem Blogbeitrag geht es um den Porcupine, den neuesten Reifen in der Onza Familie. Dieser Name dürfte Mountainbikern, die schon seit Beginn der 90er Jahre den Sport betreiben, in den Ohren vertraut klingen. Der Kultreifen von früher wurde wieder zum Leben erweckt!

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Der Onza Porcupine. Der Kultreifen wurde wieder zum Leben erweckt!


Ein kurzer Blick zurück: Die amerikanische Firma Onza war in der Blütezeit des Mountainbikens ein bekannter Rahmen- und Komponentenhersteller. Berühmt wurden sie vor allem mit ihren Barends in allen möglichen Formen und Farben. Und sie produzierten auch Reifen mit dem Namen Porcupine. Für Aufsehen sorgte das eine Modell mit der weissen Lauffläche, in der Welt von schwarzen Reifen war das eine Sensation. Wie viele andere Kultfirmen von damals verschwand auch Onza im Laufe der Zeit... Ich hatte es leider verpasst, damals einen Porcupine zu fahren. Ich war ein Panaracer Fan und hatte Timbuk II, Smoke und Dart an meinen Felgen.

Seit mehr als 10 Jahren ist der Reifenname Onza nun wieder zurück und in Schweizer Hand. Der aktuellste Coup ist jetzt die Neuentwicklung des Modells Porcupine. Stilgerecht kommt der Reifen in drei Designs, komplett schwarz, schwarz mit Skinwall und weiss mit Skinwall. Coole Sache!

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Neuer Onza Porcupine trifft alter Onza Porcupine. (Foto: onzatires.com)


Der Porcupine wurde für die Anforderungen von modernen Mountainbikes entwickelt. Der Reifen kommt in den Grössen 27.5" und 29" und in den Breiten 2.40" und 2.60". Es gibt verschiedene Gummimischungen und Seitenwände, damit jeder Einsatzbereich abgedeckt werden kann. Der Porcupine ist somit für Tourenbiker, E-Biker und Enduroracer geeignet.

Ich fahre den Porcupine in 27.5"x2.40" und komplett schwarz. Die Gummimischung ist 60a/45a und die Seitenwände sind mit 60 TPI gewebt. Das Gewicht beträgt 850 Gramm (nachgewogen). Wie bei Onza üblich kommt das Design sehr dezent daher und doch sind alle Informationen auf dem Reifen aufgedruckt. Sogar die empfohlene Felgenbreite wird vermerkt. Einen kleinen Schönheitsfehler gibt es allerdings, der Markenname ist links und rechts nicht auf der gleichen Höhe zu finden. Wenn ich mein Bike von der linken Seite anschaue, dann steht der Name nicht auf der Höhe des Ventils, mir als Ästhet tun da die Augen weh...

Ich montierte die Porcupines tubeless auf einer Felge mit 28 mm Innenbreite an meinem Rocky Mountain Thunderbolt. Das Aufziehen war problemlos, die Reifen konnten mit einer normalen Standpumpe aufgepumpt werden und hielten sogar ohne Milch dicht. Beim Reifendruck fuhr ich meistens mit 1,6 bar vorne und 1,8 bar hinten. Ich weiss, über den Reifendruck könnte man stundenlang diskutieren. Für mich als Tourenbiker mit 70 kg Betriebsgewicht ist ein Druck um die 1,6 bar ein guter Kompromiss zwischen Traktion, Durchschlagsschutz und Rollverhalten. Ich hatte es auch mit tiefen 1,2-1,5 bar versucht, der Grip wurde natürlich besser, gleichzeitig gab es aber mehr Durchschläge direkt auf die Felge.

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Die Stachelschweine sind bereit für die Trails,


Das Profil besteht aus kleinen Klötzchen, so wie man es auch von anderen Marken oder von Motocross-Reifen kennt. In der Mitte befinden sich härtere Stollen in 60a für ein gutes Rollverhalten und lange Haltbarkeit, die Seitenstollen sind in der weichen 45a Mischung für hohen Kurvengrip. Die gemessene Breite ist 61 mm, das entspricht exakt 2.40".

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Das Porcupine Profil mit Klötzchen in verschiedenen Grössen.


Ich konnte die Reifen in den letzten drei Monaten intensiv testen bei allen möglichen Bedingungen. Von staubtrocken bis vollschlammig und von Waldboden bis Felsbrocken war alles dabei. Die Gummis verrichteten zuverlässig ihre Arbeit und sorgten für genügend Grip in den Up- und Downhills auf den verschiedenen Böden. Lediglich bei sehr rutschigen Verhältnissen bei Nässe und Trockenheit und bei hoher Geschwindigkeit kam der Reifen an seine Grenzen. Da bietet der Aquila mit den grösseren Stollen mehr Traktion und Sicherheit. Das Rollverhalten ist gut, der Reifen gleitet fast widerstandslos über die Hindernisse und bietet eine angenehme Eigendämpfung. Mittlerweile habe ich über 1000 km zurückgelegt, Pannen gab es keine und der Verschleiss am Profil ist klein. Die lange Haltbarkeit war schon immer eine Stärke der Onza Reifen.

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Uphill bei Trockenheit...

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... und Uphill bei Nässe. Der Reifen bietet viel Grip auf allen Untergründen.

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Wenn der Boden am Reifen klebt... Die Profilreinigung ist erstaunlich gut.

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Auf griffigen Trails beissen sich die Stollen zuverlässig fest.

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Vorderrad hoch und das Hinterrad rollt flüssig über die Wurzeln.


Fazit


Der Onza Porcupine ist ein treuer Begleiter auf allen Trails und bei allen Bedingungen. Der Grip ist zuverlässig bei Trockenheit und Nässe, das Rollverhalten ist gut und Pannenschutz und Haltbarkeit sind ausgezeichnet. Tourenbiker und Trailshredder sollten den Porcupine unbedingt beim nächsten Reifenkauf ins Auge fassen!


Preis


ab CHF 65.90

Informationen


Website Onza Tires
Website CHRIS sports

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Fliegt man über den Schlamm, rutscht man weniger!

07 Mai 2020

Erfahrungsbericht: Kärcher KHB 6 Battery Mitteldruckreiniger

Ich habe von der Firma Kärcher den neuen KHB 6 Battery Handheld Cleaner zum Test erhalten. Dieser wird in der Produktkategorie Mobile Reinigung geführt. Im Gegensatz zum tragbaren OC 3 Niederdruckreiniger für unterwegs (Bericht hier), ist der KHB 6 für den Einsatz zu Hause gedacht. Ein Betrieb ist auch möglich, wenn ein Strom- oder Wasseranschluss für ein Reinigungsgerät fehlen.

Der Kärcher KHB 6 Battery ist bereit für grosse Aufgaben.


Der KHB 6 sieht aus wie ein überdimensionierter Akkuschrauber. Das Betriebsgewicht beträgt nur 2100 Gramm und er liegt somit bequem in der Hand. Im Lieferumfang sind eine Flachstrahldüse für die schonende Reinigung und eine Rotordüse für starke Verschmutzungen enthalten. Wie bei Kärcher üblich, sind noch weitere Aufsätze optional erhältlich, damit man sein Gerät auf die eigenen Bedürfnisse konfigurieren kann.

Der KHB 6 wird mit Lanze und zwei verschiedenen Düsen geliefert.

Akku und Ladegerät sind optional erhältlich und mit anderen Geräten aus dem Kärcher Battery Universe kompatibel.


Betrieben wird der Reiniger mit einem 18 V/2,5 oder 5,0 Ah Lithium-Ionen-Wechselakku, welcher mit einem Schnellladegerät geladen wird. Akku und Ladegerät müssen zusätzlich gekauft werden. Wer aber schon andere Kärcher Geräte mit einem 18 V Akku besitzt, kann den gleichen Akku für den KHB 6 verwenden. Hinten am Akku ist ein LCD-Display integriert, welches den Batteriestand in Prozent angibt. Und beim Ladevorgang wird die verbleibende Ladezeit in Minuten angezeigt, so weiss man genau, wann der Reiniger wieder bereit für die Arbeit ist.

Der Akku zeigt bei Betrieb die Kapazität an. Im Ladegerät sieht man die verbleibende Ladezeit.


Die Inbetriebnahme ist kinderleicht. Den geladenen Akku in den Handgriff stecken, externe Wasserquelle anschliessen und abfeuern. Der KHB 6 hat ordentlich Power, das Wasser schiesst mit maximal 24 bar aus der Lanze und damit darf er sich Mitteldruckreiniger nennen.

Das Wasser kann über einen herkömmlichen Gartenschlauch mit Schnellverschluss bezogen werden. Wer keinen Wasseranschluss besitzt, kann den Reiniger mit einem optional erhältlichen Saugschlauch betreiben. Dieser wird einfach in einen Eimer, Brunnen oder Bach gelegt und schon hat man seine mobile Waschstation überall dabei. Ich benutze den KHB 6 hauptsächlich für das Waschen meiner Mountainbikes. Aber natürlich kann der Reiniger für alle möglichen Gegenstände im und ums Haus verwendet werden. Praktisch vor allem, wenn man nicht einen fixen Strom- oder Wasseranschluss in der Nähe hat.

Der KHB 6 im Einsatz. Ein leichtes und handliches Gerät mit viel Power.


Das handliche Reinigungsgerät verrichtet seine Aufgaben mit einem typischen Elektromotorsummen. Der Sprühstrahl lässt sich mit dem Zeigefingerabzug gut dosieren. Wenn man halb nach hinten zieht kommt nur wenig Wasser, und wenn man ganz durchdrückt steht die volle Kraft zur Verfügung. Der Abzug lässt sich zudem fix einrasten. Je nach Aufsatz ist der Strahl stark genug, um auch die hartnäckigsten Verschmutzungen zu lösen. Gleichzeitig ist der Wasserstrahl sanft zum Material, gerade bei einem Mountainbike werden so die empfindlichen Dichtungen und Lager nicht zerstört. Der Akku hält eine halbe Ewigkeit. Ich habe mittlerweile schon mehrere Bikes gründlich geputzt und bin immer noch an der ersten Ladung dran.

Mit der Düse kann punktgenau der Schmutz bekämpft werden.

Die optionale Bürste hilft bei grösseren Flächen.


Fazit:

Der Kärcher KHB 6 Battery ist das Tuning für den Gartenschlauch. Das leichte Gewicht, die präzise Strahlführung, die lange Batteriedauer und das optional erhältliche Zubehör machen ihn zum zuverlässigen Begleiter für sämtliche Reinigungseinsätze.

Preis:

CHF 170.00 (ohne Akku/Ladegerät (plus CHF 115.00))

Informationen:

Kärcher Home & Garden


Biker, James Biker. Mit der Lizenz zum Kärchern.