22. Januar 2020

100 Fit for Trails Bike Blogs

Am 6. März 2013 startete ich den Fit for Trails Bike Blog. Es war für mich irgendwie eine nötige und logische Ergänzung zu meiner Bikeschule, welche ich seit 2012 führe. Denn ich merkte schnell, meine Kunden waren wissensdurstig und stellten an jedem Fahrtechnikkurs interessante (und dieselben) Fragen. Warum also daraus nicht einen Fragen-Antworten-Katalog kreieren? Da ich gerne Texte schreibe, Fotos schiesse und Videos schneide war der Schritt zum eigenen Blog schnell getan.

Mittlerweile sind fast 7 Jahre vergangen und ich habe letzte Woche den 100. Blogbeitrag veröffentlicht! Vielen Dank, dass auch du zu den treuen Lesern gehörst!

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Nur ein Bruchteil der Beiträge, die in den letzten sieben Jahren veröffentlicht wurden.


Der Fit for Trails Bike Blog ist nicht nur ein wertvolles Nachschlagewerk, sondern bietet auch eine kleine Zeitreise über den Bikesport. 7 Jahre sind in diesem Sport eine halbe Ewigkeit. Vor allem bei den Technologien ist in den letzten Jahren extrem viel passiert. Obwohl ein Mountainbike immer noch in etwa gleich aussieht, ist im Detail einiges daran verändert worden. Darum ist es ganz amüsant, wenn man die älteren Beiträge und vor allem deren Kommentare liest. Ein Einfach-Antrieb oder die grossen Laufräder haben vor nicht allzu langer Zeit noch für hitzige Diskussionen gesorgt. Heute fahren wir fast alle mit modernen Bikes herum und können uns gar nicht mehr vorstellen, wie es früher einmal war mit 30 Gängen, 26 Zoll Laufrädern und ohne Vario-Sattelstütze...

Eine Rangliste der beliebtesten Blogs aus den letzten drei Jahren findest du hier:

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Die Top Ten Blogs seit Beginn. Dieser Einfach-Antrieb ist das grosse Thema...


Interessanterweise hat der Fit for Trails Blog mehr als doppelt so viele Leser aus Deutschland, wie aus der Schweiz. Obwohl von einem Schweizer geschrieben und auf die Schweizer Bikeszene bezogen. Meine Schweizer Kursteilnehmer liefern die Ideen für die Blogbeiträge, aber die deutschen Freunde sind scheinbar die fleissigeren Leser. An dritter Stelle folgen die USA (!) und erst an vierter Stelle Österreich.

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Deutschland führt den Schweizer Blog an. Aber was machen die Amis auf Rang 3?


Dank des schnellen Wandels im Radsport wird mir der Stoff zum Schreiben sicherlich nicht ausgehen. Und meine Kunden werden weiterhin viele Fragen stellen, welche ich dann wieder zu Blogs verarbeiten darf. Ich freue mich auf die Zukunft und viele spannende Beiträge!

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Stetig steigende Leserzahlen hoffentlich auch in Zukunft!

19. Januar 2020

Winterreiseziel Maremma Toscana

Du suchst ein Winterreiseziel für dein Mountainbike- oder Rennradtraining? Du möchtest dem Schnee entfliehen und milde Temperaturen geniessen? Du willst Kultur und Kulinarik erleben abseits vom Touristenrummel?

Auf diese Fragen habe ich seit einigen Jahren die Antwort gefunden: La Maremma in der Südtoscana.

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Biketour in kurzen Hosen im Dezember. Die Maremma machts möglich!


Ich habe schon mehrmals einige Tage im Winter in der Maremma verbracht. Diesen Dezember/Januar sind es sogar ganze 6 Wochen am Stück, dies auch, weil wir neuerdings eine eigene Wohnung in Caldana besitzen.

Schon in der Vergangenheit war ich überrascht, wie mild und sonnig es jeweils war. Es kann also kein Zufall sein, dass das Wetter immer gut ist, wenn ich vor Ort bin. Dieses Mal hatten wir nach genau vier Wochen ein Tag Regen, das kann man durchaus verkraften. Deshalb kann ich die Toscana als Winterreiseziel allen wärmsten empfehlen, die gerne Sport treiben oder einfach in aller Ruhe die vielen Sehenswürdigkeiten besuchen möchten.

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Die leeren Häusergassen von Pitigliano. Ohne Touristenansturm ist es ganz angenehm.


Ich war es bisher nur von meinen Winterferien in Kalifornien und Südafrika (okay, dort ist jetzt Sommerzeit) gewohnt, dass ich jeden Morgen mit blauem Himmel und Sonnenschein begrüsst werde, wenn ich die Fensterläden öffne. Mit der heutigen Klimaproblematik muss man sich aber wohl oder übel fragen, ob es sinnvoll ist, im Winter in ein Flugzeug zu sitzen, nur um der Kälte und dem Schnee zu entfliehen. Daher ziehe ich die 7-stündige Autofahrt in die Toscana vor und muss mir nicht ein ganz so schlechtes Gewissen machen.

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Der Blick aus unserer Wohnung. Jeden Morgen werden wir mit blauem Himmel begrüsst!


Kurz vor Weihnachten machten wir uns auf den Weg mit Mountainbikes und Rennrädern im Gepäck, um uns eine kleine Auszeit zu gönnen. Wir haben jeden Tag Sport getrieben und Ausflüge gemacht und freuten uns an der Italianità. Es geht um diese Zeit noch ein bisschen lockerer und ruhiger zu und her, als sonst schon. Meraviglioso!

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Beste Bedingungen für Rennradtouren auf einsamen Strassen.

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Die klare Luft sorgt für eine beeindruckende Fernsicht!


Hier noch einige Tipps und Hinweise, falls du deine Winterferien auch mal in der Südtoscana verbringen möchtest:

  • Die Temperaturen bewegen sich tagsüber, je nach Sonne und Wind, um 10-18 Grad. In der Nacht kühlt es merklich ab und es kann schon mal frostig werden. Durch die eher tiefen Temperaturen wird man dafür mit einem klaren Himmel und von Sonnenuntergängen belohnt, wie man sie sonst nie sieht.
  • Bei den Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten steht nicht die ganze Auswahl zur Verfügung. Viele Betriebe schliessen nach Silvester und öffnen zum Teil erst an Ostern wieder. Vor allem die grossen Hotelkomplexe am Meer sind geschlossen, aber in einem kleinen Agriturismo ist es sowieso viel gemütlicher.
  • Die Biketrails sind zu dieser Jahreszeit nicht alle in perfektem Zustand. Wegen Wind, Jagd und Wildtieren liegen ab und zu Äste, Bäume und Steine im Weg. Eine angepasste Fahrweise ist deshalb empfehlenswert. Wir haben immer die Säge und Schaufel dabei und nehmen uns jeweils die Mühe, die grössten Hindernisse zu entfernen. Ganz nach dem Motto: No dig, no ride!
  • Zwischen 1. November und 31. Januar ist am Mittwoch, Samstag und Sonntag Jagd. Es empfiehlt sich, an diesen Tagen nicht mit dem Mountainbike in den tiefen Wäldern rumzukurven. Da sollte man sich entweder einen Ruhetag gönnen, mit dem Rennrad auf die Strasse gehen oder eine Tour entlang der Küste am Meer wählen.
  • Die Sonne geht um diese Jahreszeit schon um ca. 16.30 Uhr unter und es wird auch gleich merklich kühler. Bei der Tourenplanung gilt es darum zu berücksichtigen, dass man früh genug wieder zu Hause ist.
  • Weihnachten und Silvester werden nicht so intensiv gefeiert, wie zum Beispiel in der Schweiz. Nur am 25.12. und am 01.01. sind die Restaurants und Läden geschlossen. An den anderen "Feiertagen" ist alles wie gewohnt geöffnet.

Und jetzt lassen wir die Bilder sprechen!

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Der Sonnenuntergang und die blaue Stunde sind atemberaubend!

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Der Boden ist supertrocken und bietet perfekte Bedingungen für kleine Spielereien. 

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Saftiges grün und eine mystische Stimmung in den Hügeln der Maremma.

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Ausflug nach Castiglione della Pescaia bei schönstem Wetter.

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Die angeblich schönste Stadt der Toscana: Pitigliano.

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Die natürliche Therme von Saturnia. Ein Pflichtbesuch im Winter!

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Das 37 Grad warme Wasser lädt zum stundenlangen Baden ein.

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Biketour in den Hügeln rund um Caldana und Ravi.

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Ein bisschen Forstarbeit muss auch sein, damit alle Trails fahrbar bleiben.

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Italien wie man es liebt! Sonne, Pizza, Fiat Panda und Mülltonnen...

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Eine Laufrunde am Strand ist nie verkehrt.

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Auch die Locals gönnen sich keine Winterpause. Bikerennen in Scarlino.

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Castiglione delle Pescaia bei Vollmond.

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No dig, no ride! Als Mountainbiker gehört es sich, dass man die Trails selber pflegt.

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Rennradparadies Toscana!

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Blick über Caldana in die Weiten der Maremma.

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Send it! Die Biketrails bieten Action für jedes Fahrkönnen.

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Nach vier Wochen das erste Mal ein Tag Regen... Man kann es verkraften!

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Haben wir eigentlich schon die wunderschönen Sonnenuntergänge erwähnt?!

2. Januar 2020

Die beliebtesten Bike Blogs 2019

Es ist wieder Jahreswechsel und somit Zeit für die Veröffentlichung der beliebtesten Fit for Trails Blogbeiträge. Zuerst ein herzliches Dankeschön an alle Leser und Interessenten! Auch im Jahr 2019 haben wieder Tausende von Radsportlern die Blogs gelesen und mitdiskutiert.

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Eine Federgabel, meine Wenigkeit und ein Pedal waren die Top 3 Blogs 2019.


Ich habe 23 Beiträge veröffentlicht und war damit ein bisschen fleissiger als auch schon. Die Themen waren wieder bunt gemischt mit Technik, Tipps, Tests und Reiseberichten. Einige Blogs wurden auf Wunsch von Kunden erstellt oder es ging um Fragen, welche die Teilnehmer an meinen Fahrtechnikkursen immer wieder stellen.

Hier die Rangliste der beliebtesten Fit for Trails Blogs 2019:

1. Testbericht RockShox Pike Ultimate 2020


Wenn man ein international erhältliches Produkt testet, dann sind auch die Klickzahlen dementsprechend hoch. Der erste Rang geht darum an meinem Testbericht über die RockShox Pike Ultimate Federgabel, welche ich seit April 2019 fahre. Mit 2281 Klicks ist das der mit Abstand meist gelesene Beitrag im Jahr 2019.
Hier gehts zum Blog.

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Der meistgelesene Fit for Trails Blog 2019 ist der Testbericht über die RockShox Pike Ultimate Federgabel.


2. Ich bin seit 30 Jahren Mountainbiker


Meine persönliche Geschichte als Mountainbiker seit 1989 ist mit 890 Klicks auf dem 2. Rang gelandet. Dieser Blog wurde unteren anderem auch vom Schweizer Ride Magazin entdeckt und auf deren Kanälen verbreitet. Seit über 30 Jahren darf ich mich Mountainbiker nennen und ich habe so ziemlich alles mitgemacht und erlebt, was dieser Sport zu bieten hat. Ich bin stolz und dankbar, dass ich schon so lange dabei bin und mittlerweile von meiner eigenen Bikeschule leben kann.
Hier gehts zum Blog.

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1989 habe ich das Mountainbike entdeckt. Alte Geschichten finden alle cool, darum der 2. Rang für diesen Blog.


3. Testbericht Look X-Track Race Carbon


Der 3. Rang geht mit 777 Klicks an einen weiteren Testbericht und zwar über das Look X-Track Race Carbon MTB-Pedal. Das neueste Modell vom Erfinder der Klickpedalen sorgte für grosses Interesse bei der Leserschaft. Auch wenn Flat Pedals immer populärer werden, haben Klickpedalen immer noch viele Fans. Und wer dem Platzhirsch Shimano ausweichen möchte, findet nur ganz wenige Alternativen auf dem Markt.
Hier gehts zum Blog.

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Der 3. Rang geht an den Testbericht über das Look X-Track Race Carbon Pedal.


4. Stoppt die Zweifingerbremsung


Ich erlaube mir hier noch den 4. Rang zu erwähnen, denn es ist der Beitrag, auf welchen ich persönlich am meisten verweise. Mit 695 Klicks hat der Blog über die Zweifingerbremsung das Podest nur knapp verpasst. Es gibt leider immer noch viel zu viele Mountainbiker, die ihre Bremsen mit zwei oder sogar drei Fingern bedienen. Das ist mit den heutigen starken Scheibenbremsen völlig unnötig und es kann sogar gefährlich sein. Ein guter Mountainbiker bremst nur mit dem Zeigefinger! Punkt.
Hier gehts zum Blog.

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Ein guter Mountainbiker bremst nur mit den Zeigefingern! Mehr braucht es nicht.


Die ewige Nummer 1


Die ewigen Bestenliste führt nach wie vor der Blog "Reicht ein Kettenblatt am Mountainbike?" aus dem Jahre 2014 an. Mit mittlerweile über 28'000 Klicks scheint dieser Beitrag immer noch sehr beliebt zu sein. Dabei ist der Einfach-Antrieb heute ja zum Standard geworden und viele Biker können sich gar nichts anderes mehr vorstellen.
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Die ewige Nummer 1, der Blog über den Einfach-Antrieb. (Foto: bike-mailorder.de)

26. Dezember 2019

Teilnehmerrekord Bikekurse 2019

473 Bikerinnen und Biker haben dieses Jahr einen Fit for Trails Fahrtechnikkurs besucht. Das ist im achten Jahr der achte Teilnehmerrekord in Folge. Mit diesen hohen Zahlen darf sich Fit for Trails weiterhin als führende Bikeschule in der Schweiz bezeichnen. Vielen herzlichen Dank für das grosse Interesse und für das Vertrauen!

Das Teilnehmerfeld war jeweils bunt gemischt, von Beginner bis Rennfahrer, von Jung bis Alt und mit oder ohne Motor war alles vertreten. In den fast 500 Kunden sind die Kinder- und Schulkurse noch nicht miteingerechnet. Das oftmals schlechte Wetter und die damit verbundenen Abmeldungen haben die Teilnehmerzahl auch noch ein bisschen gedrückt. Ansonsten wäre die 500er Grenze locker geknackt worden.

Ich lernte wieder ganz viele tolle Menschen kennen und durfte mit ihnen zusammen den besten Sport ausüben. Ich freute mich über die Erfolgserlebnisse, Aha-Momente und Grinser im Gesicht, welche ich jedem Einzelnen vermitteln konnte.

Das Angebot an Bikekursen war so vielfältig wie noch nie. Die Tageskurse in den Leveln 1-3 waren fast immer ausgebucht. Mit den Bikekursen für Bikeshops konnten Mountainbiker aus beinahe allen Regionen der Deutschschweiz bedient werden. Der neu eingeführte Abendkurs Bunny Hop Friday stiess gleich auf grosse Zustimmung und war ebenfalls immer gut besucht. Die Privatkurse waren dieses Jahr besonders stark gefragt. Viele Teilnehmer wünschten sich ein massgeschneidertes Training oder wollten spezifisch nur an einer Technik arbeiten: Spitzkehren mit Hinterrad versetzen, Sprünge meistern, Steilhänge bezwingen, Wurzeln rauf und runter überfahren, das neue Mountainbike richtig kennenlernen, mit der Familie einen Biketag verbringen, usw. Es war erfreulich zu sehen, dass immer mehr Mountainbiker das Optimum aus sich selbst und ihrem Sportgerät herausholen wollen.

Übrigens, schätzungsweise 70% aller Teilnehmer mit E-MTB waren Biker, die schon seit vielen Jahren den Sport betreiben. Früher waren sie noch ohne Motor unterwegs und jetzt haben sie sich wegen körperlichen Beschwerden oder aus Altersgründen für ein E-Bike entschieden. Die Erfahrung und die Fahrtechnik, welche sie mitbrachten, waren oft viel grösser und besser, als die der unmotorisierten Kollegen. Die Argumente, dass E-Biker keine Ahnung haben, faul sind und ein Risiko darstellen, ist einfach nur dummes Geschwätz. Diese Intoleranz und Arroganz anderer Mountainbiker hat hoffentlich bald ein Ende. Nur zusammen sind wir stark und können im Bikesport etwas bewegen, egal ob mit oder ohne Motor!

Wettermässig war es ein eher bescheidenes Jahr, auch wenn die Meteorologen etwas anderes behaupten. Aussergewöhnlich viele Kurse wurden im Regen durchgeführt, Mitte April fand sogar einer bei Schneefall statt. Aber auch das gehört zum Bikesport dazu, das Wetter kann man sich schliesslich nie aussuchen. Und ich predige ja jeweils, dass man bei Nässe und Schlamm fahren gehen soll, es gibt kein besseres Training für die Fahrtechnik.

Nun freue ich mich bereits auf das Kursjahr 2020. Das bewährte Programm wird beibehalten, von März bis November gibt es wieder ein äusserst abwechslungsreiches Angebot an Fahrtechnikkursen. Neu dazu kommt der Switchback Friday. In diesem Abendkurs lernst du das Spitzkehren fahren und das Hinterrad versetzen, damit du auch die engsten Kurven erfolgreich meistern kannst.

Alle Informationen und Termine findest du auf der Website. Bis bald bei Fit for Trails!

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Viel Action und immer volle Teilnehmerfelder an den Fit for Trails Bikekursen 2019.

13. Dezember 2019

Erfahrungsbericht: Kärcher OC 3 Reinigungsgerät

Man stelle sich vor, man könnte sein verdrecktes Mountainbike jederzeit und überall waschen! Was so schön tönt, ist mittlerweile problemlos möglich, dank tragbaren Reinigungsgeräten. Ich habe von der Firma Kärcher den Mobile Outdoor Cleaner OC 3 zur Verfügung gestellt bekommen, welcher seit einigen Wochen bei allen meinen Bikekursen und Biketouren ein treuer Begleiter ist.

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Der kleine Kärcher OC 3 ist bereit für den grossen Dreck.


"Kärchern" ist der Übergriff für das Waschen mit Hoch- und Niederdruckreinigern und die deutsche Marke mit den gelben Geräten ist zum weltweiten Marktführer geworden. Das riesige Sortiment umfasst Reiniger für jeden Einsatz und es ist erfreulich, dass man auch an die Outdoorsportler gedacht hat und für diese einen besonders praktischen Helfer entwickelt hat.

Der OC 3 ist ein portabler und leichter Niederdruckreiniger mit einem abnehmbaren Wasserbehälter (erhältlich mit 4-Liter oder 7-Liter Inhalt) und einem integrierten Lithium-Ionen-Akku. Er ist clever designed, alle benötigten Teile lassen sich im Gerät verstauen und mit dem Tragegriff kann man ihn überall hin mitnehmen. Es ist verschiedenes optionales Zubehör erhältlich, damit man den Reiniger für seine persönlichen Bedürfnisse konfigurieren kann. Dazu später mehr.

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Der Spiralschlauch mit Handgriff kann im Innern des Geräts verstaut werden.


In diesem Testbericht wird der OC 3 mit dem 4-Liter Wasserbehälter vorgestellt. Als ich das Gerät erhalten habe, war ich zuerst von der Grösse überrascht. Die Abmessungen betragen 277x234x201 mm und das Leergewicht gut 2 kg. Das ist richtig klein und leicht. Mit diesen Massen passt der Winzling in jedes Auto und Regal und er lässt sich locker in einer Hand halten.

Die Inbetriebnahme ist kinderleicht: Zuerst den Akku laden mit dem mitgelieferten Netzstecker, eine Vollladung dauert ca. 180 Minuten. Ein grüne Leuchte informiert über den Ladestand und ob das Gerät eingeschaltet ist. Dann den Wassertank füllen und den grossen Einschaltknopf drücken. Sogleich beginnt die Pumpe zu surren und das Wasser schiesst aus dem Schlauch.

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Durch die grosse Öffnung lässt sich der Wasserbehälter schnell befüllen.


Die Flachstrahldüse ist mit einem 2,8 m langen Spiralschlauch verbunden. Der Druck beträgt 5 bar und ist daher sanft zu Maschine und Mensch. Der Wasserstrahl ist mit dem Handgriff gut dosierbar. Der Strahl ist breit gefächert, wenn man weit weg vom Objekt ist. Je näher man die Düse zum Dreck führt, desto stärker ist der Strahl und es lassen sich auch hartnäckige Verschmutzungen gut lösen.

Gerade jetzt in der feuchten Herbstzeit ist es äusserst praktisch, wenn man sein Bike nach der Tour noch kurz abspritzen kann, ohne dass man es dreckig ins Haus oder Auto stellen muss. Meine Kunden schätzen den neuen Service ebenfalls, den ich jetzt am Ende eines Bikekurses anbieten kann. So können sie ihr Sportgerät reinigen, bevor sie die Heimreise im Auto oder Zug antreten. Auch die Beine, Schuhe und Kleider können noch schnell vom gröbsten Dreck befreit werden.

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Der starke Wasserstrahl beseitigt auch hartnäckigen Dreck.

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Die optionale Reinigungsbürste ist praktisch für grossflächige Verschmutzungen.


Die Anschaffung eines solchen Kärchers lohnt sich auch für alle, die Zuhause gar nicht die Möglichkeit haben, um das Bike zu waschen. Gerade in neuen Wohnungen oder in der Stadt fehlt oft ein Wasseranschluss. Oder im Winter wird der Wasserhahn wegen Minustemperaturen draussen abgedreht. Der alternative Hochdruckreiniger bei der Autowaschanlage eignet sich nur bedingt für Mountainbikes, weil der Wasserstrahl zu stark ist. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem normalen Gartenschlauch ist, dass man den OC 3 mit warmen Wasser befüllen kann, so ist die Reinigungskraft noch stärker.

Je mehr man den OC 3 braucht, desto mehr kommt man auf Ideen, wo man ihn auch noch verwenden kann. Mein Einsatzzweck geht mittlerweile weit über das Waschen von Bikes hinaus. Ich habe damit mein Kursmaterial vom Dreck befreit, die Gartenmöbel gereinigt, die Sommerfelgen vom Auto geputzt, den verstopften Abfluss der Dusche freigemacht, usw. Der Reinigungsfantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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Kein Wasseranschluss in der Tiefgarage? Kein Problem!


Bezüglich Wasserverbrauch, der 4-Liter Behälter reicht ziemlich genau für eine komplette Bikewäsche oder für 2-3 oberflächliche Reinigungen. Wer mehr Wasser braucht oder sowieso immer mehr als ein Bike waschen muss, dem empfiehlt sich der OC 3 Plus mit dem 7-Liter Behälter.

Der Akku hält ca. 15 Minuten unter Volllast. Was nach wenig tönt, reicht in der Realität für einige Waschgänge, im Schnitt ist ein Mountainbike in 3-4 Minuten sauber. Wem das nicht reicht, der kann sich noch den optionalen Kfz-Adapter zulegen, damit kann man direkt von einem 12-Volt Anschluss Strom ziehen. Allerdings lässt sich der Akku damit nicht aufladen.

Wie eingangs erwähnt, sind verschiedenes Zubehör und Zubehörboxen erhältlich. Für Mountainbiker gibt es die Bike Box, welche man ganz einfach unter das Gerät klemmen kann. Darin erhalten sind ein Bürstenaufsatz, ein Reinigungsmittel und ein Mikrofasertuch. Tierhalter können sich die Pet Box zulegen, mit der Kegeldüse und der Fellreinigungsbürste bringt man jeden Vierbeiner sauber. Und wer einen riesigen Wasserverbrauch hat, der kann sich den speziellen Ansaugschlauch besorgen, damit man direkt externe Wasserquellen, wie einen Brunnen oder Bach, anzapfen kann.

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Ein Teil des optionalen Zubehörs: Bike Box, Kfz-Adapter, externer Ansaugschlauch.


Fazit:
"Kärchern" macht süchtig! Der OC 3 gehört zu diesen Produkten, wo man denkt, wieso hat es sowas eigentlich nicht schon früher gegeben? Die einfache Handhabung macht Spass, das Waschen immer und überall ist extrem praktisch, die solide Verarbeitung ist das Geld wert und das grosse Zubehörangebot lässt keine Wünsche offen. In diesem Sinne: Wasser marsch!

Preis:
ab CHF 210.00

Informationen:
Kärcher Home & Garden

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Die Fit for Trails Kunden nutzen den Kärcher OC 3 mit Begeisterung an den Bikekursen.

12. Dezember 2019

Fahrbericht: Mondraker Chaser 29/Bosch CX 2020

Nach zwei Saisons mit einem Mondraker e-Crafty R+ E-MTB (Testbericht hier), geht es in eine neue Mondraker Ära. Neu einerseits, weil die Spanier die gesamte E-Bike Palette überarbeitet haben und andererseits, weil der neue Bosch CX Antrieb auf den Markt gekommen ist.

Dieses Mal habe ich mich für das Chaser 29 entschieden. Das Chaser ist das Einstiegsmodell der Fullsuspension-Linie. Das Bike ist mit 29" oder 27.5" Plus Laufrädern erhältlich. Da ich kein Freund von Plus-Reifen bin, habe ich die grossen Räder gewählt.

In diesem Test wird eine spezielle "Swiss-Edition" vorgestellt, welche leicht von der Mondraker Originalkonfiguration abweicht. Für den Schweizer Vertrieb CHRIS sports war die spezifizierte RockShox Recon Federgabel nicht stabil genug für den Alpeneinsatz, darum wurde eine RockShox 35 Gold verbaut. Die Rahmenfarbe wurde schwarz, statt orange gewählt. Und ich habe das Bike noch mit einigen Teilen von meinen persönlichen Sponsoren veredelt.

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Mein Mondraker Chaser 29 in der "Swiss Edition/Fit for Trails" Version.



Die Ausstattung


Wie bereits erwähnt, hat Mondraker auf das Modelljahr 2020 ihre Rahmen komplett neu konstruiert. Das ist den kleineren Motoren zu verdanken, welche nun mehr Spielraum für Geometrie- und Designideen erlauben. Das sieht man, wenn man die Geometrietabelle 2019/2020 vergleicht, die Bikes haben jetzt kürzere Kettenstreben, kürzeren Reach und kürzeren Radstand. Das hilft für eine gutmütigere Position auf dem Bike und für ein agileres Handling. Der berühmten Forward Geometry ist Mondraker treu geblieben, man findet immer noch ein langes Oberrohr und einen sehr kurzen Vorbau.

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Das Chaser mit der berühmten Forward Geometry und einer schönen Linienführung.


Der Chaser Rahmen ist aus 6061 Aluminium, welcher schön geschweisst und verarbeitet ist. Der Federweg beträgt 150 mm. Unter dem Oberrohr kann ein Flaschenhalter montiert werden. Hauptrahmen und Hinterbau sind mit dem Zero Suspension System verbunden, welches von einem RockShox Deluxe Select R Dämpfer kontrolliert wird. Die schwimmend gelagerte Anlenkung verspricht ein sensibles Ansprechverhalten und einen antriebsneutralen Vortrieb.

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Die Zero Suspension System Anlenkung mit dem RockShox Deluxe Select Dämpfer.


An der Front arbeitet eine RockShox 35 Gold mit 160 mm Federweg. Diese basiert, wie die teuren Lyrik und Pike, auf 35 mm Standrohren, hat aber ein einfacheres Innenleben. Nebst Rebound und Compression, kann man noch mit Tokens das Luftvolumen verändern und die Gabel auf die persönlichen Vorlieben einstellen.

Die Schaltung kommt von Sram, die 12-fach SX Eagle ist für die Gangwechsel verantwortlich. Die Bremsen sind Shimano MT501, welche leider nur zwei Kolben haben und an einem modernen E-MTB nicht mehr zeitgemäss sind. Ich habe diese gegen Shimano XT 4-Kolben gewechselt, kombiniert mit SwissStop Bremsscheiben und Bremsbelägen. Die Race Face Aeffect Kurbeln sind mit 165 mm kurz genug, damit man Bodenaufsetzer vermeiden kann.

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Der Sram SX Eagle 12-fach Antrieb.


Der Rest der Komponenten stammt von OnOff und MDK, den Mondraker Eigenmarken. Die Qualität ist voll in Ordnung, schon am Crafty war ich damit unterwegs. Vor allem die Variosattelstütze (ein defektanfälliges Teil) hat mich überzeugt, diese hat jetzt schon zwei Saisons auf dem Buckel und funktioniert immer noch einwandfrei. Ich habe Lenker, Lenkergriffe und Vorbau gegen Race Face ausgetauscht, um meinen Sponsor zu berücksichtigen.

Für den Grip sind Maxxis Rekon 29x2.6 montiert, ein gut rollender Reifen, welcher aber im anspruchsvollen Gelände zu wenig Traktion bietet. Ich habe deswegen Onza Aquila 29x2.4 aufgezogen.

Und zum Schluss kommen wir zum fast wichtigsten Teil am E-Bike, dem neuen Bosch Performance Line CX Antrieb. Bosch hat sich (zu) viel Zeit gelassen mit der Entwicklung und wurde die letzten zwei Jahre von der Konkurrenz regelrecht durchgereicht. Shimano, Brose, Yamaha, Rocky Mountain - alle hatten kleinere und leichtere Motoren, stärkere Akkus und mehr Konnektivität im Angebot. Es war also höchste Zeit, dass Bosch hier endlich nachlegt und im August 2019 wurde der neue Antrieb der Öffentlichkeit präsentiert. Auf dem Papier sind die Spezifikationen allerdings wenig berauschend, man hat lediglich aufgeholt, es gibt aber nichts, was die Mitbewerber nicht auch schon können.

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Der neue kleine Bosch Performance Line CX Motor.

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Neu ist ein herkömmliches 34er Kettenblatt. Die Race Face Kurbel ist 165 mm kurz.


Das Chaser hat den grossen 625 Wh PowerTube Akku verbaut, welcher elegant im Unterrohr versorgt ist. Die Alu-Abdeckung ist mit dem Akku verschraubt, welcher vollständig herausnehmbar ist.

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Der 625 Wh PowerTube Akku ist komplett im Unterrohr integriert und herausnehmbar.


Das Gewicht beträgt in Grösse Medium komplett fahrfertig 24,6 kg. Kein Spitzenwert, das vor allem wegen der stabilen und günstigen Ausstattung.



Auf dem Trail


Ich habe das Bike im Spätherbst erhalten und musste bis jetzt ausschliesslich auf nassen und verschneiten Trails fahren. Bei diesen schwierigen Bedingungen weiss das Chaser aber zu überzeugen.

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Spezielle, aber wunderschöne Bedingungen für einen Biketest. (Foto: spitznagel.ch)


Dass Mondraker hervorragende Fahrwerke baut, haben sie schon genug bewiesen. Mein Crafty war eine Wucht und das noch potentere Level, welches ich zwischendurch einige Wochen fahren durfte, war das schnellste Bike, auf dem ich jemals sass. Das Chaser folgt hier nahtlos.

Die etwas kürzeren Rahmenmasse machen das Bike verspielt und agil, vor allem im Vergleich mit der früheren sportlichen und aggressiven Geometrie. Trotz grossen 29" Laufrädern und hohem Gewicht steigt das Vorderrad zügig nach oben, wenn man am Lenker zieht. Auch Bunny Hops und Sprünge gehen locker von der Hand.

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Das Chaser geht locker aufs Hinterrad. (Foto: spitznagel.ch)

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Auch in der Luft lässt sich das Bike gut kontrollieren. (Foto: spitznagel.ch)


Die verschiedenen Komponenten funktionieren bis jetzt zuverlässig und unauffällig. Die sehr günstige Sram SX Eagle schaltet knackig und schnell, genau so wie die teureren Geschwister. Die Shimano XT 4-Kolben Bremse ist stark und gut dosierbar.

Gespannt war ich vor allem auf den neuen Bosch CX Motor. Dieser bietet nach wie vor 75 Nm maximales Drehmoment. Nebst der kleineren und leichteren Bauweise, hat er nun ein herkömmliches 34 Zähne Eagle Kettenblatt, was den Verschleiss an der Kette verringern soll. Als Display ist das kleine Purion spezifiziert, welches mich in Punkto Haptik und Optik bereits überzeugt hat. Mehr braucht es nicht, für weitere Informationen zur Biketour kann immer noch ein externes GPS-Gerät mitgenommen werden.

Ein cleveres Detail ist der Magnet, welcher mit der Bremsscheibe verschraubt ist. Der Sensor ist im hintersten Teil der Kettenstrebe platziert. Somit hat man nicht mehr das Problem, dass ein Magnet verrutscht oder sogar verloren geht (die bekannte Error 503 Fehlermeldung).

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Der geschraubte Magnet ist eine clevere Lösung.


Wer auf einen leisen Antrieb gehofft hat, wird hier leider enttäuscht. Der Motor tönt wie ein wild gewordener Mückenschwarm, je nach Unterstützung ist das Summen sehr hochtönig. Für mich sind andere Kriterien wichtiger an einem E-MTB, daher kann ich mit der Lärmentwicklung leben. Trotzdem, ein aktueller Brose läuft mittlerweile nahezu geräuschlos...

Der Motor bietet die bekannten 4 Stufen - Eco, Tour, E-MTB und Turbo. Diese wurden alle mit mehr Power versorgt, der Turbo Modus unterstützt jetzt mit 340% (vorher 300%). Generell sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Stufen besser spürbar. Die Kraftentfaltung ist gut dosierbar und der Motor harmoniert mit der eigenen Tretbewegung. Vor allem der Tour Modus ist kräftiger und für mich zum Lieblingsmodus geworden. Gepaart mit meinen starken Beinen komme ich hiermit fast überall hoch und gleichzeitig kann ich stromsparend fahren.

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Der Bosch CX bietet genügend Power für steile Anstiege. (Foto: spitznagel.ch)


Besonders erfreulich ist, dass der Motor jetzt besser entkoppelt jenseits der 25 km/h Marke. Der nervige und mühsame Widerstand der alten Version gehört nun der Vergangenheit an. Mit dem neuen CX schafft man auf der Fläche auch Geschwindigkeiten über 30 km/h aus eigener Kraft.

Alles in allem hat Bosch die Hausaufgaben gemacht und ist wieder zurück im Rennen um den besten Antrieb.

Das Chaser tänzelt leichtfüssig über die Trails und zieht souverän um die Kurven. Der üppige Federweg und die grossen Laufräder bieten viel Sicherheit und Reserven in jedem Gelände. Spass ist garantiert!

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Im Downhill zeigt das Chaser sein ganzes Potenzial. (Foto: spitznagel.ch)

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Viel Laufruhe und Sicherheit in schnellen Passagen. (Foto: spitznagel.ch)



Fazit


Das Mondraker Chaser 29 ist ein durchdachtes und schönes E-MTB, welches technologisch auf dem aktuellsten Stand ist. Die moderne Geometrie und das hervorragende Fahrwerk spielen perfekt mit dem neuen starken Bosch Antrieb zusammen. Die verbauten Komponenten funktionieren einwandfrei, für diesen Preis wäre aber eine teurere Ausstattung wünschenswert gewesen. Wer ein hochwertiges und extravagantes E-Bike sucht, der kann hier bedenkenlos zugreifen!

Positiv:
+ hervorragendes Fahrwerk
+ starker Bosch CX Motor
+ grosser 625 Wh Akku
+ hochwertige Verarbeitung
+ schönes Design

Negativ:
- günstige Ausstattung

Preis:
CHF 5'999.00

Informationen:
Mondraker
Bosch
CHRIS sports