19. Juni 2019

Anfahren und Absteigen am Berg mit dem MTB

Das Anfahren und Absteigen am Berg ist immer ein beliebtes Thema bei den Fit for Trails Bikekursen. Viele Teilnehmer wissen, worum es geht, dennoch fehlen oft die kleinen Tricks, damit es erfolgreich funktioniert.

Hier eine Schritt für Schritt Anleitung, damit du in Zukunft auf jedem Trail sicher anfahren und absteigen kannst.

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Anfahren am Berg - Mit dieser Position bist du sicher erfolgreich!



Anfahren am Berg


Zuerst muss der richtige Gang gewählt werden. Je nach Steilheit vom Gelände und Kraft in den Beinen, kann der Gang leicht variieren. Wichtig ist, dass du einen gewissen Druck auf dem Pedal hast, damit du mit der ersten Kurbelumdrehung gut wegkommst und gleich Geschwindigkeit aufbauen kannst. Der erste Gang ist oft zu leicht, da tritt man ins Leere und bleibt an Ort stehen. Daher wird empfohlen, es mit dem zweiten oder dritten Gang zu versuchen. Vorne bist du selbstverständlich auf dem kleinen Kettenblatt.

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Wähle keinen zu leichten Gang, du brauchst genügend Kraft auf dem Pedal.


Immer in der Falllinie losfahren! Es gibt Leute, die sagen, man soll das Bike schräg in den Hang stellen. Das Problem dabei ist, dass man mit einer Kurve starten muss, was schwierig sein kann. Und oft fehlt der Platz, damit man das Bike überhaupt schräg hinstellen kann. Allenfalls musst du auch noch die Bremshebel ziehen, damit du nicht rückwärts wegrollst.

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Immer in der Falllinie losfahren, dann stimmt gleich die Richtung.


Die Stellung vom Antrittspedal steht auf Zwei Uhr. Das entspricht gleichzeitig einem rechten Winkel von Unterschenkel und Oberschenkel und du hast so viel Druck auf dem Pedal. Der erste Antritt ist entscheidend, dieser muss kraftvoll und explosiv erfolgen.

Das Gesäss muss auf dem Sattel sein, so hast du das Gewicht auf dem Hinterrad und kannst genügend Traktion aufbauen. Stehend losfahren wird nicht funktionieren. Falls du den Fuss nicht ganz auf den Boden bekommst, dann suche dir als Hilfe eine kleine Geländeerhöhung, damit du einen sicheren Stand hast. Wenn du eine verstellbare Sattelstütze hast, dann kannst du diese 2-3 cm absenken und nach dem Start wieder hoch lassen. Mit ganz tiefem Sattel losfahren wird nicht empfohlen.

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Pedalstellung auf Zwei Uhr, so machst du am meisten Weg bei der ersten Umdrehung.


Der Oberkörper muss tief über dem Lenker liegen, damit dir das Vorderrad nicht zu steigen beginnt. Je steiler der Anstieg, desto tiefer musst du mit dem Oberkörper sein. Halte diese Position so lange, bis du genügend Schwung und Stabilität hast, dann kannst du dich langsam wieder aufrichten. Der Blick bleibt nach vorne gerichtet, damit du deine Linie sicher halten kannst.

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Der Oberkörper muss möglichst tief über dem Lenker sein damit das Vorderrad nicht steigt. Blick nach vorne.


Die ersten 3-4 Meter musst du stark beschleunigen, behalte so lange die tiefe Position und schaue immer nach vorne. Sobald du schnell genug bist, kannst du dich wieder aufrichten und allenfalls einen anderen Gang wählen. Klickpedal-Fahrer sollten nicht versuchen, gleich mit dem anderen Fuss einzuklicken, das kostet wertvollen Schwung. Stelle den Fuss einfach auf das Pedal und trete, das Einklicken erfolgt dann automatisch.

Für E-Mountainbiker gelten übrigens die gleichen Regeln, was Gangwahl und Körperhaltung betrifft. Bei der Motorunterstützung solltest du eine mittlere Stufe wählen, damit du die Kraft gut kontrollieren kannst. Eco ist wahrscheinlich zu schwach und Turbo/Boost ist sicher zu stark.



Absteigen am Berg


Wenn es in der Abfahrt mal brenzlig wird, dann kann es sein, dass du plötzlich vom Mountainbike absteigen musst. Um hier Stürze zu vermeiden, musst du dich unbedingt nach hinten vom Bike lösen. Setze dich nie ins Rahmendreieck zwischen Vorbau und Sattel. Dort bist du eingeklemmt und im schlimmsten Fall gehst du mit samt Bike nach vorne über den Lenker. Das kann übel enden...

Beim Anbremsen nimmst du den hinteren Fuss vom Pedal, bewegst dein Gesäss nach hinten und lässt das Bike noch ein wenig unter dir nach vorne rollen.

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Nimm den hinteren Fuss vom Pedal und lass das Bike unter dir weiterrollen.


Stelle den hinteren Fuss auf den Boden, bremse vorsichtig ganz ab und bleibe mit dem Gesäss hinter dem Sattel.

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Stelle den hinteren Fuss ganz auf den Boden und bewege dein Gesäss ganz nach hinten.


Der Fuss auf dem Pedal bleibt auf dem Pedal, bis du ganz still stehst. Nun kannst du auch diesen Fuss auf den Boden stellen und hast einen stabilen Stand hinter dem Bike. Im Notfall kannst du dein Mountainbike auch nach vorne wegwerfen, Hauptsache, du stehst hinten und bist so auf der sicheren Seite.

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Der Fuss auf dem Pedal bleibt dort, bis du ganz still stehst.

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Wenn du hinter dem Bike stehst, dann bist du auf der sicheren Seite.

12. Juni 2019

Ich bin seit 30 Jahren Mountainbiker

Irgendwann 1989 hatte ich an meinem damaligen Citybike die Schutzbleche, den Gepäckträger, das Licht und den Ständer abgeschraubt und Stollenreifen montiert. Ab jetzt war ich Mountainbiker! Mittlerweile sind 30 Jahre vergangen und ich liebe und lebe diesen Sport immer noch wie am ersten Tag.

Wie sich das Mountainbike und ich mich selber während dieser Zeit entwickelt haben, kannst du in dieser Geschichte nachlesen.

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1989 - Ich bin ein kleiner Junge, der am liebsten mit seinem Mountainbike herumhüpft!



Wie alles begann


Obwohl ich nicht aus einer Radsportfamilie stamme, wurde ich schon im Alter von 3 Jahren auf ein Fahrrad gesetzt. Irgendetwas wurde da ausgelöst, denn von diesem Tag an war ich mehr auf zwei Rädern, als zu Fuss unterwegs.

Das Velo war mein ständiger Begleiter und schon bald waren auch die Kinder aus der Nachbarschaft damit unterwegs. Wir lieferten uns wilde Rennen um die Häuserblocks, versuchten uns beim Wheelie fahren und übertrumpften uns gegenseitig mit Sprüngen über selbstgebastelte Schanzen.

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1980 - Mit 3 Jahren erhielt ich mein erstes Velo.

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1983 - Mit 6 Jahren zeigte sich schon, wo es hinführen wird: Numberplate und Auspuff!

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Unsere Velogang hatte es sogar in die Migros Werbung geschafft!

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Wenn die Migros einen Velofahrer für die Werbung brauchte, ich war ihr Mann!



Mein erstes Mountainbike


Mit dem Älterwerden wuchs ich aus den 20" und 24" kleinen Laufrädern heraus und es war Ende der 80er Jahre, wo der erste Mountainbike-Boom nach Europa rüberschwappte. Man fand die ersten Bikes in den Shops und in den Warenhäusern. Da ich als 12-jähriger Schuljunge nur ein bescheidenes Budget hatte, kaufte ich mir ein Swiss Olympic Citybike aus dem Vilan Warenhaus. Das sah aus wie ein Mountainbike, hatte allerdings noch eine Strassenausrüstung dran, damit ich vorbildlich zur Schule fahren konnte. Ich sehe es immer noch vor mir: Ein schwarz/weisser Stahlrahmen, keine Federung, 26" Laufräder, Cantilever Bremsen, 18 Gänge mit Suntour Daumenschaltern und ovale Shimano Biopace Kettenblätter.

Es dauerte nicht lange, da fand ich mein Velo uncool und der unnötige Ballast musste weg. Also habe ich die ganze Strassenausrüstung abgeschraubt und IRC Timbuk2 Stollenreifen montiert. Jetzt war ich bereit, um mich im Gelände auszutoben. Einige Kollegen hatten auch bereits richtige Mountainbikes und da ging es los mit der Action.

Wir unternahmen gemeinsame Biketouren, ich hatte aber keine Ahnung, was es hiess, wenn man mehrere Stunden unterwegs war. Meine Ausrüstung bestand aus Turnschuhen, Jeans, Pullover und Suva Helm. Erst später legte ich mir praktische und (modische) Fahrradbekleidung zu, welche die Touren angenehmer machten.

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 1989 - Erste Sprungversuche mit meinem umgebauten Citybike. Der Helm kam erst später...

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Einhändiges Wheelie schon vor 30 Jahren. Jetzt mit Helm!

Zu Beginn der 90er Jahre hatte der Bikesport einen ersten Höhepunkt erreicht. Man sah immer mehr Gleichgesinnte, es gab coole Bikeshops und die ersten Bikevideos und Bikemagazine zeigten, was in diesem Sport weltweit so abgeht.

So war es für mich an der Zeit, mit meinem Material aufzurüsten. 1992 kaufte ich mir ein richtiges Mountainbike, ein Heavy Tools Alu Comp Limited Edition. Limited Edition, weil dieses noch klassische Daumenschalter hatte und nicht die neuen (und besseren) Shimano Rapid-Fire Schalthebel. Ein wuchtiger Alurahmen, keine Federung, 26 Zoll Laufräder, 2.1" breite Reifen, Cantilever Bremsen, 21 Gänge mit Shimano DX Komponenten. Das Gewicht leichte 11,8 kg.

Mit diesem Bike entbrannte dann auch das Tuning-Fieber. Früher gab es jede Menge blingbling Teile, die man einfach an sein Bike schrauben musste. Und noch viel wichtiger, es war die Zeit, wo Federgabeln langsam salonfähig wurden. 1994 war es auch bei mir so weit, ich leistete mir eine Marzocchi XC-600 mit unglaublichen 50 mm Federweg. Obwohl die Gabel regelmässig Öl leckte und nicht besonders gut funktionierte, merkte man dennoch, dass das Fahrverhalten und die zusätzliche Sicherheit den Spass auf dem Trail extrem erhöhte.

Jeden Trend machte ich allerdings nicht mit, ich hatte zum Beispiel nie Barends montiert. Ich fand diese Dinger immer komisch, sie sahen kacke aus und machten das Bike nur unnötig 200 Gramm schwerer.

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1992 - Werbeanzeige von meinem Heavy Tools Alu Comp.

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1994 - Jetzt mit Marzocchi XC-600 Federgabel, Selle Italia Flite Sattel, Panaracer Smoke Reifen und Klickpedalen.

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1997 - Ich blieb der Marke Heavy Tools treu, mein Cross Country Bike mit Rock Shox SID Gabel und Syncros Parts.

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Meine kleine Sammlung an kultigen MTB-Parts. Mittlerweile ist das Zeugs verkauft und entsorgt worden...



Die Zeit als Rennfahrer


Nur mit den Freunden in der Gegend rumheizen reichte irgendwann nicht mehr, ich wollte mich mit fremden Bikern messen. So startete ich 1992 zu meinem ersten Cross-Country Rennen. Ich wuchs im Zürcher Oberland auf, ein Grossteil meiner Verwandtschaft kam aber aus dem Luzerner Hinterland, genauer aus der Region Schötz. Und Schötz war zu dieser Zeit eine wahre Mountainbike Hochburg. So konnte ich den Besuch der Verwandten also gleich mit einem Bikerennen verbinden.

Kaum fiel der Startschuss ging es los wie die Feuerwehr und ich hatte erneut wieder mal keine Ahnung, was hier genau abging. Obwohl ich fast täglich auf meinem Bike sass, hat mir nie jemand gesagt, dass man seine Kondition speziell trainieren sollte. Für mich war Biken einfach Spass pur, am liebsten hüpfte ich auf Hindernissen rum, sprang über Schanzen oder versuchte möglichst steile Trails bergrunter zu meistern.

Es ging also nicht lange und ich wurde im Fahrerfeld durchgereicht, als der erste lange Anstieg kam. So zu leiden war neu für mich und ich musste mich erst daran gewöhnen, dass der Radsport richtig weh tun kann. Als es dann in die erste Abfahrt ging, da liess ich es fliegen und überholte reihenweise Fahrer zurück. Diese kamen dann im nächsten Anstieg wieder von hinten. Dieses hin und her ging während des ganzen Rennens so weiter. Im Ziel angekommen wusste ich, dass meine Stärke wohl eher im Downhill lag.

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1992 - In Schötz fuhr ich mein allererstes Bikerennen.

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1993 - Cross-Country Rennen in Altbüron. In der Abfahrt war ich in meinem Element!

Ich fuhr in den nächsten Jahren noch einige Cross-Country Rennen, allerdings nur mit mässigem Erfolg.

1995 kam dann die Erlösung, es wurden die ersten Downhill und Dualslalom Rennen durchgeführt. Da wusste ich, das könnte mein Ding werden. Damals gab es noch keine speziellen Downhillmaschinen, man fuhr einfach mit dem Bike, welches man auch sonst immer benutzte. Das musste reichen, um schnell den Berg runterzudonnern.

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1995 - Dualslalom in Klosters mit bester Kippstangentechnik.

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1996 - Dualslalom in Seon.

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Die ersten Erfolge kamen bald. Podestplatz und ein Satz neue Reifen.

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Dualslalom geht auch im Schnee von Arosa.

Es waren Höllenritte mit diesem Material. Obwohl die Strecken zum grossen Teil aus Schotterwegen, Wiesen und kurzen Singletrails bestanden, war man doch immer am und über dem Limit unterwegs und Stürze gehörten zur Tagesordnung. Im Gegensatz zu heute war der Fahrer dem Material klar überlegen. Zum Glück merkte die Bikeindustrie das auch und entwickelte fleissig neue Bikes und bessere Komponenten.

1996 war dann so etwas wie ein Meilenstein, ich hatte mein erstes vollgefedertes Bike. Ich blieb der Marke Heavy Tools treu und holte mir das FS-1, ein Downhillbike mit 120 mm Federweg hinten und zuerst 80 mm, später 100 mm Federweg vorne. Was für eine Sänfte, im Vergleich zu den Hardtails vorher. Die Bremsen wurden besser, die V-Brakes hatten schon richtig viel Biss und stoppten das Bike auch bei hohen Geschwindigkeiten. Die Reifen wurden bis zu 2.25" breit, was für merklich mehr Grip sorgte. Die Kettenführung bastelten wir uns selber, zu dieser Zeit gab es leider noch keine fixfertigen Produkte zu kaufen.

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1996 - Mein Heavy Tools Fuhrpark: Links Downhill, rechts Dualslalom/Cross-Country

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Mein Heavy Tools FS-1: Hinten 120 mm und vorne die legendäre Marzocchi Z1 mit 100 mm Federweg.

Mit diesem Bike war ich schon ziemlich schnell unterwegs und langsam bahnte ich mir meinen Weg vom Nobody zum erfolgreichen Hobby-Rennfahrer. Nebst Downhill fuhr ich auch weiterhin Dualslalom Rennen, der Kampf Mann gegen Mann war besonders reizvoll.

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1997 - Downhill Swiss Cup in Verbier. Kein Finger an der Bremse!

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Weitere Erfolge im Dualslalom. Podestplatz und ein Geschenkskorb für die Mutter.

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Buchführung für die Sponsorensuche. Im Dualslalom Top, im Downhill noch Luft nach oben.

1998 gab es dann einen riesigen Sprung, was das Material betraf. Ich holte mir ein Hot Chili Warp 210 Downhiller, eine richtige Waffe. 210 mm Federweg hinten und 200 mm an der Front. Und eine weitere bahnbrechende Entwicklung schaffte es zur Serienreife: Die Scheibenbremse. Dieses Mountainbike zeigte, was alles möglich war und wie sich der Sport wohl zukünftig noch entwickeln wird.

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1998 - Hot Chili Warp 210: Ein Monster mit 200 mm Federweg und Scheibenbremsen.

1998 löste ich auch meine erste Rennlizenz. Ich hatte mir genügend Erfahrung in der Hobbykategorie geholt, für mich war es an der Zeit, um mich mit den «Profis» zu messen. Profi ist leicht übertrieben, vom Bikesport konnten damals nur ganz wenige leben und im Downhill war es nochmals schwieriger. Wir galten lange als Exoten und anstatt die Rennstrecken populär in Publikumsnähe zu bringen, wurden wir meistens zuoberst auf dem Berg oder zuhinterst im Tal versteckt.

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1998 - Downhill Schweizermeisterschaft in Verbier.

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1998 - Downhill Swiss Cup in Laax.

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1998 - Downhill Swiss Cup in Davos. Im 2. Lauf stürzte ich und brach mir die Kniescheibe...

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In den lokalen Medien wurde ich auch immer öfters erwähnt (Quelle: Zürcher Oberländer).

Ich wollte nun den Durchbruch schaffen und trainierte sehr viel und sehr spezifisch. Ich legte mir ein BMX zu und stärkte meine Schnellkraft und verbesserte meine Sprungtechnik. Und es kam ein weiteres Fahrrad hinzu, welches ich als Vollblutbiker lange Zeit verpönte: Ein Rennrad. Rennradfahrer fand ich immer komisch mit ihren rasierten Beinen und geleckten Gelfrisuren. Aber ich merkte, dass das Konditionstraining auch zum Downhillen von grosser Wichtigkeit war und nur mit dem Rennrad konnte ich gezielt an meiner Ausdauer arbeiten. Es dauerte allerdings nicht lange, da hatte mich der Rennradvirus erfasst und auch ich begann meine Beine zu rasieren.

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Der Fuhrpark wurde erweitert! Ein Sunn BMX für Schnellkraft und Sprungtechnik.

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Ein Koga Miyata Gents Racer für das Konditionstraining.

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Ein Hitec Dual für Dualslalom, BMX-Bahn und Dirt Jumps.

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Ein Schwinn Homegrown für Cross-Country Touren. Ein wunderschönes Bike!

Materialmässig ging es weiter vorwärts, die Downhillbikes wurden immer besser und zuverlässiger. So war ich eine Saison auf der legendären Marke Yeti unterwegs, danach wechselte ich auf ein Intense M1. Gleichzeitig wurden die Strecken immer anspruchsvoller, mit dem grösseren Federweg wuchsen auch die Hindernisse. Auf einmal musste man über 10 Meter weite Sprünge und 3 Meter hohe Drops meistern. Jetzt konnte nur noch mithalten, wer sich auf den Downhillsport spezialisierte und dementsprechend trainierte. Gleichzeitig war es auch die coolste und aufregendste Zeit, mehr Adrenalin und Action erlebte ich später nicht mehr.

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2001 - Downhill Swisscup in Buttes auf einem legendären Yeti DH-9.

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2002 - Intense M1. Mein letztes und bestes Downhillbike.

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Training in Todtnau. Auf keiner anderen Downhillstrecke war ich öfters unterwegs.

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Sprungtraining in unserem Dirt-Wäldli in Ottikon.

Mit der ganzen Rennerei und dem vielen Training nahmen leider auch die Verletzungen zu. Wenn man auf Wettkampflevel bestehen will, muss man seine Grenzen ausloten und da gehören gelegentliche Bodenkontakte einfach dazu. Auch wenn ich mich nie richtig schwer verletzte, gab es doch einige Blessuren: Bruch der Kniescheibe, Bruch vom Mittelfinger, Sprunggelenk gezerrt, Platzwunden an beiden Knien, Einlieferung mit Verdacht auf innere Verletzungen (zum Glück negativ), beide Handgelenke mehrmals verstaucht und unzählige Schürfungen und Prellungen. Trotz Frust und Schmerzen liess ich mich nicht unterkriegen und aus jeder Verletzung schöpfte ich Motivation, um es noch besser zu machen und stärker zu werden. Ich bereue nichts, auch wenn sich nun bereits gewisse Folgeschäden zeigen. So musste in den letzten Jahren einen Leistenbruch und zwei verklebte Sehnen in den Fingern operieren und meine Knie und Hüften zwicken auch immer öfters. Heute stürze ich nur noch ganz ganz selten, meine gute Fahrtechnik und grosse Erfahrung schützen mich zuverlässig vor brenzligen Situationen.

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Nadel und Faden. Mein beiden Knie mussten schon einiges einstecken...

Von Rennen zu Rennen konnte ich mich steigern und auch auf höchster Ebene immer wieder in die Top-Ten vorstossen. Ganz nach vorne reichte es leider nie, unter anderem waren so bekannte Downhiller wie Claudio Caluori, René Wildhaber, Andy Büeler, Urs Thoma, Andreas Steffen, Thomas Ryser, Michel Joseph, Phil Meier, Florian Golay, usw. meine direkten Konkurrenten. Dennoch sammelte ich fleissig UCI-Punkte, die einen Start an den Worldcups ermöglichten.

Das war vorläufig die Krönung, in den Jahren 2000-2002 startete ich an verschiedenen europäischen Worldcup-Rennen. Dort war die Messlatte nochmals deutlich höher, als im nationalen Feld. Wenn über 200 der besten Downhiller der Welt aufeinander treffen, dann muss alles stimmen, um ein gutes Resultat zu erreichen. Mir wurden dort meine Grenzen aufgezeigt, ich schaffte es jeweils nur knapp auf Platz 100. Schlussendlich fehlte es doch ein bisschen am Talent und an der kompromisslosen Bereitschaft, das volle Risiko einzugehen. Ich verbuchte die Worldcup-Starts als wertvolles Training, welches mich für die Rennen in der Schweiz noch schneller machte. Und vor allem war es natürlich cool, mit den heutigen Legenden Nicolas Vouilloz, Steve Peat, Shaun Palmer, Cédric Gracia, Greg Minaar, Missy Giove, Anne-Caro Chausson, usw. auf der Strecke unterwegs zu sein. Das kann ja auch nicht jeder von sich behaupten!

Leider gibt es aus dieser Zeit nur sehr wenig Bildmaterial. Wir waren alle voll und ganz mit uns beschäftigt, da blieb keine Zeit für gegenseitige Fotos.

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2000 - Worldcup in Cortina d'Ampezzo.

Im Jahr 2002 feierte ich mein erfolgreichstes Jahr als Rennfahrer. Ich konnte an jedem Rennen ein gutes Resultat abliefern und so erreichte ich den 6. Schlussrang in der Gesamtwertung vom Swiss Downhill Cup, Kategorie Elite. Nicht schlecht, zu den sechs besten Downhillern der Schweiz zu gehören!

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2002 - Downhill Swisscup in Buttes.

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2002 - Maxxis Cup in Todtnau.

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2002 - Downhill Swiss Cup in Château-d'Oex. Startnummer 10 hiess Top-Ten Fahrer.

Danach war irgendwie die Luft draussen. Ich investierte in den vergangenen Jahren viel Zeit und auch viel Geld, um auf höchstem Niveau Wettkämpfe zu bestreiten. Ich war glücklich und stolz, was ich bis anhin erreicht hatte und ich wusste, dass es schwer werden würde, dies noch toppen zu können. Also schaltete ich zwei Gänge zurück und beschloss, nur noch zum Spass einige ausgewählte Downhillrennen zu fahren. Ich löste keine Lizenz mehr und suchte mir wieder eine Arbeit im Büro. Der Druck war weg und somit aber auch der Ehrgeiz, um noch richtig schnell zu fahren. Ich war mit dem gleichen Material, auf der gleichen Strecke und bei gleichen Bedingungen auf einmal 15 Sekunden langsamer als noch im Jahr zuvor. Eine interessante Erfahrung, die mir klar machte, dass man nur erfolgreich sein kann, wenn man den Fokus zu 100% auf eine Sache legt.

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2003 - Downhill Swisscup in Buttes. Nun wieder mit 3-stelliger Startnummer als Fun-Fahrer...

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2004 - Downhill Swiss Cup in Wierihorn. Als Fun-Fahrer wollte ich eigentlich keine Regenrennen mehr bestreiten...

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2004 - Mein letztes Downhillrennen in Château-d'Oex.

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Eine Ära geht zu Ende. Zum Abschied meiner Downhillkarriere ging der Reifen in Flammen auf...

Während ich die Lust am reinen Runterfahren verlor, stieg dafür die Freude am Ausdauersport. Ich verbrachte immer mehr Zeit auf dem Rennvelo und entdeckte das Pässefahren. Mit meinem schlanken und leichten Körperbau war ich eigentlich prädestiniert, um zügig die Berge hochzukommen. Nur lagen meine Prioritäten nie dort, sondern immer nur im technischen und abfahrtsorientierten Biken. Dies änderte sich nun langsam und ich startete zu meinen ersten Marathon-Bikerennen. Zuerst auf den mittleren Strecken und später dann auch auf den langen Strecken, wo es oft über 100 km und 4000 hm ging.

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2003 - Swiss Bike Masters in Küblis. Wechsel vom Downhillsport zum Langstrecken-Biken.

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2006 - Monte Generoso Bikemarathon in Mendrisio.

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2009 - Nationalpark Marathon in Scuol.

Ich sah die Bikemarathons nie wirklich als Rennen, sondern immer als lange Biketouren und ging ohne grosse Erwartungen an den Start. Ich freute mich, dass ich in Regionen Biken konnte, wo ich noch nie vorher war. Auf abgesperrten Strecken durfte ich Vollgas geben, es gab Verpflegungsstände und im Notfall einen Sanitäts- und Reparaturdienst. Es war interessant zu sehen, wie ich die typischen ehrgeizigen Marathonfahrer hinter mir liess, welche sich mit ihrer Verbissenheit oft selber im Weg standen. Bergrunter fuhr ich mir einen Vorsprung raus und berghoch konnte ich schnell genug fahren, um nicht wieder eingeholt zu werden. Mit dieser Taktik gelangen mir einige Top-Ten Platzierungen in meiner Altersklasse.

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2011 - Monte Generoso Bikemarathon in Mendrisio. Man kann sich das Wetter nicht immer aussuchen...

Mitte 2000 wurden die Freeride-Rennen populär. Es waren Langstrecken-Downhills mit einigen Gegensteigungen drin (heute heisst das Enduro). Das war genau mein Ding! Ich startete mehrmals am legendären Megavalanche in Alpe d'Huez, fuhr das Bike-Attack Lenzerheide und gewann den Freeride Küblis in der Fun-Kategorie.

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2006 - Freeride in Küblis. Auf dem Weg zum Sieg!

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Judihui, zuoberst auf dem Podest!

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2006 - Whistler, yeah! Eine Reise ins Bikeparadies musste ich mir natürlich auch mal gönnen.

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2006 - In diesem Jahr war ich als Fun-Fahrer ziemlich schnell unterwegs (Quelle: datasport.ch).

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2007 - Voller Fokus auf den Trails am Megavalanche in Alpe d'Huez.

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2009 - Eintägiges Comeback als Dualslalom Racer. Ich hatte es noch nicht verlernt!

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2013 - Meine dritte und vorläufig letzte Teilnahme am Megavalanche in Alpe d'Huez.

Irgendwann hatte ich dann genug von den Mountainbikerennen und bestritt noch einige Strassenrennen und Hobby-Radquers. Vor allem im Winter war es eine willkommene Abwechslung, ab und zu den Puls in die Höhe zu jagen und mit Gleichgesinnten über den Asphalt oder Dreck zu jagen. Höhepunkte waren die Teilnahmen am Grandfondo Nove Colle in Cesenatico, mit 12'000 Teilnehmern das grösste Volksradrennen in Italien. Auch die Tortour rund um die Schweiz absolvierte ich einmal im Vierer-Team.

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2009 - Angriff auf dem Radquervelo am Parkmassaker in Zürich.

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Die Parkmassaker-Rennen mit chaotischen Massenstarts waren immer ein riesiger Spass.

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Downhill meets Cyclocross. Zur Abwechslung habe ich so ziemlich alles ausprobiert...

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2012 - Rennhärte holen im Winter am Time Race Cup in Brütten.

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2012 - Meine zweite Teilnahme am Granfondo Nove Colli in Cesenatico.

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2013 - Grosser Erfolg am Nove Colli, 146. Gesamtrang und zweitbester Schweizer von 12'000 Startern!

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2014 - Teilnahme an der Tortour im Vierer-Team. 1000 Kilometer Nonstop rund um die Schweiz.

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2019 - Mein eintägiges Comeback als Marathonfahrer in Südafrika.

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Diese Startnummern könnten Geschichten erzählen! Die wichtigsten Nummern meiner Karriere habe ich behalten.

Heute habe ich mit der Rennerei (fast) aufgehört. Ich habe es nicht mehr nötig, mich mit anderen zu messen und früh Morgens nervös an einer Startlinie zu stehen. Viel lieber gehe ich mit Kollegen auf eine lockere Runde mit dem Mountainbike oder Rennrad. Der Spass und die Freiheit auf dem Velo sind für mich wichtiger denn je!



Arbeiten in der Bikeindustrie


Im März 2005 machte ich mein Hobby zum Beruf und begann eine neue Arbeit als Produktmanager beim Radsportvertrieb GPR AG in Uster. Ich durfte einige interessante Marken betreuen und war für Einkauf, Kalkulation, Werbung, Beratung, usw. verantwortlich. Daneben war ich auch noch zuständig für den Aufbau und die Betreuung vom Händler Online-Shop. Ich lernte während dieser Zeit so ziemlich jeden Bikeshop in der Schweiz kennen, in dieser Funktion ist man auch die erste Anlaufstelle, wenn es um Fragen rund um die Produkte geht. Dank regelmässiger Schulungen bei den verschiedenen Herstellern und viel Eigenstudium konnte ich mir ein umfangreiches Fachwissen aneignen.

Nicht nur über die Hersteller und Technik wusste ich viel, ich traf auch immer wieder bekannte Namen aus der Industrie und dem Rennsport. Unvergessen bleiben zum Beispiel die Meetings von Ritchey, wo die Legende Tom Ritchey jeweils persönlich anwesend war. Ein bescheidener Mann, der sein ganzen Leben lang danach strebt, die besten Produkte für Fahrräder zu entwickeln. Viele Distributoren-Treffen fanden bei den Herstellern vor Ort statt und so konnte man immer wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen. Ich war bei DT Swiss in Biel, bei Selle Royal und Kuota in Italien und bei Manitou in Kalifornien zu Besuch. Auch meine Privatferien verband ich mit Reisen zur Bikeindustrie und so war ich unter anderem bei Rocky Mountain in Vancouver, GT und Troy Lee Designs in Kalifornien und bei Moots in Colorado.

Ich durfte viele Privilegien geniessen und auch heute treffe ich immer noch regelmässig Leute aus der Branche und tausche mich mit ihnen aus.

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2006 - Besichtigung der Produktion bei Rocky Mountain in Vancouver.

2017 - Besuch bei Moots in Steamboat Springs, Colorado.

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Bei Moots entstehen die schönsten und edelsten Titanrahmen in Handarbeit.

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Auch an der Interbike in Las Vegas war ich schon. Zu der Zeit, als mein Herz noch für Intense Bikes schlug.

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Die Eurobike in Friedrichshafen gehört zu meinem alljährlichen Pflichtprogramm.

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Die Mithilfe an Events von meinem Sponsor CHRIS sports gehört auch zu meinen Aufgaben.



Der Weg in die Selbständigkeit


2011 machte ich mir vermehrt Gedanken über eine berufliche Veränderung. Selbst wenn man in der Bikeindustrie arbeitet, wird der Traumjob irgendwann zur Normalität und verliert an Reiz. Ich hatte schon länger an der Selbständigkeit zum Bikeguide herumstudiert und Ende 2011 fasste ich den definitiven Entschluss. Ich wollte professionell Bikekurse anbieten und mein ganzes Fachwissen und meine jahrelange Erfahrung mit anderen Mountainbikern teilen. Ich kündigte meine Stelle und gründete im Januar 2012 meine eigene Firma, die Fit for Trails GmbH.

Ganz Sportler gab es bei mir keinen Kompromiss, ich setzte gleich alles auf eine Karte. Auch wenn ich von gewissen Leuten belächelt wurde und "Experten" meinten, mit Bikekursen können man nur Sackgeld verdienen, ich liess mich von niemandem beeinflussen. Ich war von mir und meiner Idee überzeugt und wusste, dass ich Erfolg haben werde. Ich konnte mein gutes Netzwerk und meinen sportlichen Ehrgeiz nutzen und schaffte es, dass schon in kurzer Zeit eine Vielzahl von Bikern meine Fahrtechnikkurse und Biketouren besuchten. In den ersten fünf Jahren musste ich durchbeissen, aber die ständig steigenden Teilnehmerzahlen zeigten, dass ich auf dem richtigen Weg war.

Zu Beginn wollte ich ein Komplettanbieter sein, der Fahrtechnikkurse, Bikeweekends und Bikeferien organisiert. Ich merkte aber bald, dass das klassische Tourengeschäft hart umkämpft ist und die Planung viel Zeit und Aufwand benötigt. Unter dem Strich verdient man nur wenig Geld damit und daher entschied ich, ab 2017 nur noch Fahrtechnikkurse anzubieten. Ganz nach dem Motto "Schuster bleib bei deinen Leisten" mache ich nun das, was ich am besten kann und mir am meisten Spass macht. Die gebotene Professionalität, Qualität und Kompetenz sind der Schlüssel, dass die Kunden mittlerweile aus der ganzen Deutschschweiz an meine Bikekurse reisen. Leidenschaft und Erfahrung können nicht lügen.

Ab 2018 hatte ich den Break-even erreicht und ich kann mittlerweile zu 100% von meinen Bikekursen leben. Ich habe aus dem Nichts die führende Bikeschule der Schweiz aufgebaut!

Neben meiner Arbeit als Bikeguide bin ich auch Schweizer Werbebotschafter für einige bekannte Marken aus dem Radsport. Seit 2013 arbeite ich mit der Vertriebsfirma CHRIS sports zusammen und werde ausgestattet mit Material von Rocky Mountain, Mondraker, Onza, Race Face, Giro, Bell, Evoc und Look. Zusätzlich werde ich unterstützt von SwissStop und Isostar. In der Rolle als Ambassador lasse ich mich immer wieder mal für Fotos und Videos ablichten, welche für Werbezwecke genutzt werden.

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Bikekurse leiten ist meine Berufung und meine grosse Leidenschaft.

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Meine grosse Erfahrung gebe ich gerne an junge Mountainbiker weiter (Foto: Claudia Rey).

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Jede Menge zufriedene und nette Kursteilnehmer. Der schönste Lohn für meine tägliche Arbeit!

Mit dem Guiding habe ich mittlerweile aufgehört. War aber immer cool, den Kunden die schönsten Biketouren zu zeigen!

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In Action für Werbezwecke für meine Partner (Foto: daluz-works.ch).

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Als Markenbotschafter setze ich die Produkte meiner Sponsoren gekonnt in Szene.

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Auf der Website von Onza Tires bin ich auch verewigt (Foto: egelmair.ch/onzatires.com).

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Fotofahrer für eine Tourenreportage für das Ride Magazin (Foto: Tom Malecha/ride.ch).



Danksagung


Das Mountainbike und der Radsport haben mein Leben geprägt und haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Alleine hätte ich das aber nie geschafft, deshalb möchte ich mich bei allen Leuten bedanken, die mich während der letzten 30 Jahre unterstützt haben und mit denen ich meine Zeit verbringen durfte.

Vielen herzlichen Dank an:

Meine Eltern und meine Schwester, die mich von Beginn weg immer unterstützten und als Zuschauer regelmässig meine Rennen besuchten. (Merci Vätsch, schade, dass du das nicht mehr miterleben kannst. Ich weiss, du schaust mir von da oben zu und bist sicher stolz auf mich.)
Meine Partnerin Véronique, die mich auf meinem Werdegang zum erfolgreichen Bikeguide begleitet und viel Verständnis für meine unregelmässigen Arbeitszeiten und mein hohes Arbeitspensum hat. Ti amo!

Meine Freunde und Rennfahrerkollegen, mit denen ich unglaublich viel erlebte und rund um die Welt reiste, um unseren Sport auszuüben. Ich lernte die meisten meiner besten Freunde beim Biken kennen und es sind Freundschaften, die nun schon seit Jahrzehnten andauern. Auf viele weitere Erlebnisse mit euch!

Meine Kunden, die einen Fahrtechnikkurs oder eine Biketour bei mir gebucht haben. Ihr seid alle ein Teil von Fit for Trails und ohne euch würde ich jetzt nicht hier sein, wo ich bin. Ich freue mich schon, noch ganz vielen Bikerinnen und Bikern diesen wunderschönen Sport näher zu bringen.

Meine Sponsoren und Partner, die mich während meiner Zeit als Rennfahrer und heute als Bikeguide unterstützt haben und immer noch unterstützen. Namentlich sind das Hermann Tröhler von Tröhler Velos in Fehraltorf, er gab mir immer grosszügig Rabatt und half mir bei komplizierten Reparaturen. Das Team der Colle Cavalieri in der Toscana, wo ich bei besten Bedingungen trainieren konnte. Die Vertriebsfirma GPR AG in Uster, welche mir die Arbeit in der Bikebranche ermöglichte und mir das Tor zur Bikeindustrie öffnete. Die Vertriebsfirma CHRIS sports in Münchwilen, welche mich seit 2013 mit den besten Bikes und dem besten Material ausrüstet. Dem Bikeshop Velobude in Effretikon, der mein heutiger Hauslieferant ist. Alle Fit for Trails Partnershops, für die ich Bikekurse anbieten darf und die mich ihren Kunden empfehlen.

Meine früheren Arbeitgeber, die mir flexible Arbeitszeiten ermöglichten, damit ich trainieren und an die Rennen fahren konnte. Sorry nochmals für die Ausfälle wegen meinen Verletzungen.

Alle sonstigen Personen, die ich irgendwann mal kennenlernen durfte und mit denen ich über den Bikesport fachsimpeln konnte. Wir sind eine grosse Familie!

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Treffen mit Joe Breeze, einem der "Erfinder" des Mountainbikes. Vielen Dank, du hast mein Leben geprägt!

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Freunde fürs Leben! Wir haben uns vor über 20 Jahren beim Biken kennengelernt und fahren noch heute zusammen.

Mit Kunden und Kollegen unterwegs in der Toscana. Danke für alles!



Blick in die Zukunft


Das war der Rückblick über mein Leben als Radsportler, Rennfahrer, Produktmanager und Bikeguide. Die letzten 30 Jahre vergingen wie im Flug und als ich diese Geschichte aufarbeitete, erinnerte ich mich an viele Dinge, als wäre es gestern gewesen. Ich musste lachen, ich ärgerte mich und die Emotionen waren auch wieder da.

Das Mountainbike wird auch in Zukunft mein Leben bestimmen und mir hoffentlich noch ganz viele schöne Erlebnisse bescheren. Ich wünsche mir, dass ich die nächsten Jahre den Bikesport weiterhin auf hohem Niveau betreiben kann, dass ich immer gesund bleibe und mit meiner Bikeschule Fit for Trails grossen Erfolg haben werde. Ich bin stolz und dankbar, dass ich mit meinen Bikekursen und meinem Engagement einen Teil zum Wachstum der Schweizer Bikeszene beitragen kann.

Für den Sport hoffe ich, dass er endlich die nötige Akzeptanz und Toleranz in der breiten Öffentlichkeit erhält. Mountainbiker sind nicht böse, sie betreiben einfach ein Hobby in der Natur, bei dem sie auf andere Menschen treffen, die sich auch dort bewegen. Es hat genug Platz für alle, wir müssen nur nett und rücksichtsvoll miteinander umgehen. Der Sport wird weiterhin rasant wachsen und es wird nötig sein, dass Trails und Infrastuktur gezielt ausgebaut werden.

Ich erlebte schon viel, aber es gibt noch einige Bubenträume und Reiseziele, die ich mir in naher Zukunft erfüllen möchte. Ich werde dann zu meinem 50 Jahre Jubiläum wieder davon berichten.

In Liebe zum Mountainbike.

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2019 - Ich bin immer noch der Junge, der am liebsten mit seinem Mountainbike herumhüpft (Foto: spitznagel.ch).