13. Juni 2018

Klickpedal oder Flat Pedal?

Die Wahl des MTB-Pedals sorgt bei immer mehr Bikerinnen und Bikern für Verunsicherung. Ich hatte bereits 2013 einen Blog über Pedalen verfasst und nun ist das Thema aktueller denn je. An fast jedem Fahrtechnikkurs erhalte ich im Vorfeld Anfragen, ob man besser mit Klickpedalen oder mit Flat Pedals am Bikekurs teilnehmen soll. Auch während und nach den Kursen wird immer häufig darüber diskutiert, was denn jetzt wohl besser oder sinnvoller ist.

Eines vorweg: Es gibt bei den Pedalen kein richtig oder falsch und gut oder schlecht. Beide Pedalsysteme haben ihre Vor- und Nachteile, darüber mehr auf den nachfolgenden Zeilen.

Als ich 1989 mit dem Bikesport angefangen habe, da bin ich gezwungenermassen "Bärentatzenpedalen" (so nannte man Flat Pedals früher) gefahren, da es noch gar keine Klickpedalen gab. Ich habe mir so meine Fahrtechnik beigebracht und konnte schon bald Bunny Hops springen, auf Stufen rumhüpfen und über Schanzen fliegen. Als dann zu Beginn der 90er Jahre die ersten Klickpedale auf den Markt kamen, da habe ich gleich gewechselt. Einerseits hat einem die Werbung versprochen, dass man so noch besser biken kann und andererseits haben auch alle Kollegen diese Pedalen gefahren. Von da an blieb ich den Klickpedalen treu, auch bei den Downhillrennen hat mir die fixe Verbindung viel Vertrauen im schwierigen Gelände und bei Sprüngen gegeben. Nur bei meinem Bike für die BMX-Bahn und für die Dualslalom-Rennen hatte ich weiterhin auf Flat Pedals gesetzt.

Heute hat sich die Situation geändert. Downhillerlegende Sam Hill hat schon früh gezeigt, dass man mit Flat Pedals Weltmeistertitel gewinnen kann. Und der immer populärer werdende Enduro-Bikesport lässt immer mehr Biker mit normalen Pedalen die Trails runterflitzen. Dies färbt auch auf die Tourenbiker ab, welche nun ohne Klickpedalen lange und anspruchsvolle Ausflüge unternehmen. An meinem Bikekursen ist der Wechsel ebenfalls gut zu sehen, an gewissen Kursen sind die Flat Pedal Fahrer nun in der Mehrheit.

klickpedal_flatpedal
Klickpedal oder Flat Pedal? Das ist hier die Frage...


Vorteile und Nachteile Klickpedal


+ fixe Verbindung hält den Fuss fest
+ perfekte Kraftübertragung
+ gute Beinführung

- spontaner Ausstieg zum Teil schwierig
- verleitet zu passiver und unsauberer Fahrtechnik
- Bike schieben und tragen mit harten Bikeschuhen unangenehm

klickpedal_flatpedal
Wenn es steil wird, dann bietet das Klickpedal die optimale Kraftübertragung.


Vorteile und Nachteile Flat Pedal


+ Ausstieg jederzeit möglich
+ gibt Sicherheit in anspruchsvollem Gelände
+ bequeme Schuhe, falls man mal laufen muss
+ hilfreich für die saubere Umsetzung von Bunny Hop, Hinterrad versetzen, usw.

- Fuss hält nur richtig auf dem Pedal bei korrekter Fussstellung
- mässige Kraftübertragung
- Abrutschen vom Pedal hinterlässt hässliche Spuren an Schienbein und Wade

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Einer der Vorteile von Flat Pedals sind bequeme Schuhe, mit denen man auch gut laufen kann.


Hochwertige Schuhe und Pedale sorgen für Freude


Egal für welches Pedalsystem man sich entscheidet, es sollte auf eine hohe Qualität von Schuhen und Pedalen geachtet werden. Der Markt dafür ist riesig, ich möchte hier deshalb nicht weiter darauf eingehen.

Wer Flat Pedals fährt, der muss unbedingt einen Schuh mit einer griffigen und flachen Sohle wählen. Jogging-, Outdoor-, oder Wanderschuhe sind nicht geeignet, da diese keinen direkten Kontakt zum Pedal bieten.

Bei Klickpedal-Schuhen kommt es auf den Einsatzbereich an. Rennfahrer nehmen einen möglichst harten Schuh für eine direkte Kraftübertragung. Tourenfahrer sollten einen Schuh mit einer gut profilierten Sohle fahren, falls man mal das Bike über Felsen schieben oder tragen muss.

Bei den Pedalen sollte man nicht geizig sein, je höher der Preis, desto besser ist die Qualität. Gute Lager und Dichtungen sorgen für Langlebigkeit und hochwertige Pedalen sind auch immer leichter als billige Modelle.

Von sogenannten Kombi-Pedalen (eine Seite Klick/eine Seite Flat) halte ich persönlich nicht viel. Das Problem ist, dass meistens der falsche Teil oben ist und man so während der Fahrt runterschauen oder sogar anhalten muss, damit man richtig auf das Pedal stehen kann. Das ist ziemlich mühsam und gefährlich.

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Ein richtiger Bikeschuh muss es sein, nur damit lässt es sich komfortabel biken.


Korrekte Fussstellung ist wichtig


Wer Flat Pedals fährt, der muss sich unbedingt eine korrekte Fussstellung aneignen. Das heisst, dass der Fuss immer leicht schräg auf dem Pedal steht, nur so hat man genügend Grip. Bei Abfahrten lässt man die Ferse leicht hängen und bei Manövern wie Bunny Hop und Sprüngen dreht man jeweils das Fussgelenk über die Pedalachse, damit die Zehen nach unten zeigen (gilt übrigens auch für Klickpedal-Fahrer!). Sobald der Fuss ganz gerade auf dem Pedal ist, wird man unweigerlich den Halt verlieren.

Wer beginnt mit Klickpedalen zu fahren, der wird ganz sicher ab und zu aus dem Stand stürzen, da man aus unerklärlichen Gründen einfach nicht aus dem Pedal kommt. Dieser Prozess hat jeder Klickpedal-Fahrer durchgemacht, aber die spontanen Hinfaller sollten sich im Laufe der Zeit legen. Irgendwann ist der Bewegungsablauf zum Ausklicken im Kopf abgespeichert und man kommt auch bei schwierigen Situationen immer aus dem Pedal. Wichtig: Man muss mit beiden Füssen ausklicken können und sich die Bewegung mit dem rechten und linken Fuss antrainieren.

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Fersen runter! Egal mit welchem Pedal man fährt, der Fuss sollte immer leicht schräg stehen.


Die Wahl des Pedals entscheidet man selbst


Man muss selber entscheiden, welches Pedal für einen am besten passt. Man darf sich gerne eine Meinung von anderen einholen, aber schlussendlich sollte man das Pedalsystem fahren, mit dem man sich am wohlsten fühlt. Etwas zu erzwingen bringt nichts. Ich höre oft von Frauen: "Mein Mann hat gesagt, ich muss Klickpedalen fahren." In diesem Fall hat die bessere Hälfte nicht zu melden. Auch alteingessene und rennradlastige Fachhändler vertreten die Meinung, dass man nur mit Klickpedalen richtig biken kann.

Man muss sich zu Beginn ein wenig Zeit nehmen, damit man sich an ein Pedal gewöhnt. Nach einigen Wochen sollte man aber sicher und kontrolliert unterwegs sein, damit man sich auf das Biken selbst konzentrieren kann und sich nicht mehr um die Füsse kümmern muss.

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Verschiedene Biker, verschiedene Pedalen. Die "richtige" Entscheidung muss man selber treffen.


Fahrtechnik trainieren mit Flat Pedals


Wenn es um saubere Fahrtechnik geht, dann kommt man nicht drum herum, auch mal Flat Pedals zu montieren. Auch ich wechsle hin und wieder das Pedal, damit ich mein eigenes Können immer auf einem sehr hohen Level halten kann. Den ganzen Monat April 2018 war ich deshalb mit Flat Pedals unterwegs und habe Tricks geübt. Im folgenden Video sieht man, was alles möglich ist. Alles nur eine Frage der Technik!

25. April 2018

Die richtige MTB Cockpit Einstellung

Das Cockpit (oder die Lenkzentrale) gehört zum wichtigsten Teil an einem Mountainbike. Von hier aus gibt man alle Befehle an sich und sein Sportgerät weiter: Lenken, Bremsen, Schalten, Ziehen, Drücken, usw. Darum ist es sehr wichtig, dass alles richtig und vor allem auf die eigenen Körpermasse eingestellt ist.

Wenn ich die Bikes meiner Kunden an den Fahrtechnikkursen überprüfe, dann sehe ich immer wieder, dass die Hebel in alle Himmelsrichtungen zeigen und links und rechts völlig unterschiedlich eingestellt sind. So biken funktioniert nicht wirklich und auch optisch sieht das nicht schön aus.

Im Normalfall gehen wir davon aus, dass wir zwei gleich grosse Hände und gleich lange Arme haben. Das heisst, dass alle Teile und Hebel symetrisch eingestellt werden müssen, damit man alles richtig bedienen kann und das Mountainbike stets unter Kontrolle hat.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick und dem passenden Werkzeug kann man sein Cockpit selber einstellen. Im Zweifelsfall sonst zum nächsten Bikeshop gehen und die Arbeit dort erledigen lassen.


Die richtige Lenkerbreite und Vorbaulänge


Bevor man mit den Feineinstellungen loslegen kann, müssen die Lenkerbreite und Vorbaulänge korrekt gewählt werden. Je nach Körpergrösse und Fahrstil kann es vorkommen, dass man den Lenker kürzen oder verbreitern und eine andere Vorbaulänge montieren muss. Man soll sich auf seinem Mountainbike absolut wohl fühlen, nur dann kann man das Optimum aus dem Sportgerät herausholen.

Tipps zur richtigen Lenkerbreite gibt es in diesem Blog.

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So schön kann ein aufgeräumtes und richtig eingestelltes Cockpit aussehen!


Bremshebel exakt ausrichten


Bei den Bremshebeln nehme ich es besonders genau und stelle diese exakt auf den Millimeter ein. Beide Hebel müssen den gleichen Abstand zum Lenkergriff haben. Und selbstverständlich stellen wir es so ein, dass wir nur mit dem Zeigefinger (!) bremsen und die anderen vier Finger am Griff haben.

Der Winkel der Hebel sollte so gewählt werden, dass das Handgelenk nicht zu fest nach oben oder unten abgewinkelt ist. Am besten ist eine gerade Linie vom Zeigefinger über das Handgelenk bis zum Unterarm.

Die Hebelweite kann ebenfalls justiert werden, je nach Handgrösse und Fingerlänge können die Hebel weiter weg oder näher zum Lenker verstellt werden. Dafür gibt es eine Rändelschraube oder Inbusschraube am Bremshebel.

Bei den Bremshebeln geht es um Millimeter, beide müssen absolut gleichmässig ausgerichtet sein.

Eine gerade Linie vom Zeigefinger über das Handgelenk bis zum Unterarm.


Schalthebel und Remotehebel richtig befestigen


Die Schalthebel, Remotehebel für die Variosattelstütze oder Lockouts und die Motorsteuerung für E-Bikes gehören ebenfalls richtig angeordnet. Hier kann es ein bisschen eng werden, um alles schön in Reih und Glied anzubringen.

Im Vorteil sind Biker mit einem Einfach-Antrieb, da fehlt der linke Schalthebel und man kann an dieser Stelle den Remotehebel für die Sattelstütze montieren.

Wenn man auch einen linken Schalthebel hat, dann kommt man nicht daran vorbei, um alle anderen Hebel einfach weiter nach innen anzuschrauben. Eventuell besteht auch die Möglichkeit, dass man den Remotehebel für die Sattelstütze von links nach rechts oder umgekehrt versetzt. Wer Sram fährt, kann mit der MatchMaker-Halterung ebenfalls noch Platz sparen.

Zu beachten ist, dass man nicht die Bremshebel unterschiedlich einstellt, nur um den anderen Hebeln mehr Platz zu gewähren. Die Bremshebel haben immer Priorität und diese müssen schön symetrisch stehen.

Ohne linken Schalthebel hat man genügend Platz für den Remotehebel für die Sattelstütze.

Auch der Schalthebel ist so ausgerichtet, dass er nicht in den Weg kommt, aber dennoch gut bedienbar ist.

Fit for Trails ist Top 30 Fitness Blog

Tolle Neuigkeiten aus der Marketing-Abteilung: Sparpedia hat den Fit for Trails Blog zu ihren Top 30 Fitness Blogs gekürt!

Ehrlich gesagt habe ich noch nie etwas von dieser Seite gehört... Daher umso interessanter, dass da im "Hintergrund" Bewertungen erstellt werden und es ein kleiner Bike Blog in die grosse Fitness Welt schafft. Höchste Punktzahl in den Kategorien Originalität, Design, Social Media. Vielen Dank!

Dies zeigt, dass sich meine tägliche Arbeit rund um den Bikesport immer mehr auszahlt. In der Schweiz ist Fit for Trails der führende Anbieter von Bikekursen und mit dieser Auszeichnung für den Bike Blog ist auch im Bereich Marketing und Dienstleistung ein weiterer Meilenstein gesetzt. Freude herrscht!

Auf der Sparpedia Website sind alle ausgezeichneten Blogs zu finden.

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Der Fit for Trails Bike Blog gehört zu den Sparpedia Top 30 Fitness Blogs!

23. April 2018

Zufriedene Kunden sind die beste Werbung

Fit for Trails hat in den letzten sieben Jahren schon für über 2000 Bikerinnen und Biker Fahrtechnikkurse durchgeführt und sie auf Touren mitgenommen. Dabei darf der Guide immer wieder sehr viele schöne Momente mit den Kunden erleben und das Beste ist jeweils, wenn danach noch eine ehrliche Rückmeldung kommt.

Es gibt immer mehr Anbieter im Bereich Bikekurse und Biketouren und einige versuchen, mit übertriebenen Werbeslogans die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das kann man machen, schlussendlich zählt aber nur das Resultat der geleisteten Arbeit. Wenn die Kunden zufrieden sind, dann ist das die ehrlichste und beste Werbung!

Bei Fit for Trails wird daher sehr viel Aufwand in die tägliche Arbeit investiert, um möglichst professionell und kompetent aufzutreten, was dann auch die Kunden zu schätzen wissen.

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Zufriedene und glückliche Bikerinnen an einen Fahrtechnikkurs.


Hier ein Auszug mit einigen Rückmeldungen:

Rolf: "Lieber Uwe. Irène und ich möchten uns für den gestrigen Kurs sehr herzlich bedanken. Unser Fazit: Du bist ein Guide mit sehr hoher Sozialkompetenz. Deine Fachkenntnisse sind beeindruckend. Du kannst motivieren und begeistern und du gehst bestens auf die Kursteilnehmer ein. Kurz und bündig: einfach 1A. Wir hoffen auf ein anderes Mal und werden dich bei jeder nur passenden Gelegenheit jedem Biker empfehlen! Gruss und gute Zeit, Rolf"

Mario: "Du überlegst dir einen Bikekurs zu machen? Ich war heute an einem und bin begeistert! Dann kann ich dir Uwe Trummer empfehlen. Ein top Mann mit sehr hoher Fachkompetenz, welcher extrem gut auf den Kunden eingehen kann und so die Freude am Trail fahren steigen lässt!"

Adrian: "Der Kurs hat mir sehr viel gebracht, insbesondere ein besseres Gefühl fürs Bike und vertrauen ins Material. Auch Treppenfahren gehört nun zum Programm bei meinen Biketouren. Mittlerweile klappen auch kleinere Sprünge über Wurzeln recht gut. Im Grossen und Ganzen macht es sehr viel mehr Spass, seit ich bei dir im Kurs war. Vielen Dank noch einmal und ich denke ich werde sicher wieder kommen!"

Pierre: "Besten Dank für den super Kurs von gestern. Du hast den Kurs sowohl didaktisch wie technisch hervorragend und mit grosser Kompetenz und Erfahrung geleitet. Ich habe Einiges gelernt und weiss jetzt u.a. wie ich es anstellen muss, um das Umsetzen in scharfen Kurven doch noch zu erlernen!"

Andy: "Hat mir grossen Spass gemacht, freue mich aufs biken :-). Ich finde Du unterrichtest sehr gut. Gute Struktur (erklären, vormachen, coachen, besprechen). Auch die Vorbereitung des Materials, der Ablauf des Unterrichts - TOP."

Erich: "Super Bikekurs absolviert und Fahrtechnik verbessert. Danke für die guten Instruktionen und Betreuung. So macht es Spass. Kann den Kurs nur weiterempfehlen."

Georges: "Top MTB Coach mit viel Erfahrung und gut und logisch strukturiertem Kursaufbau."

Jacqueline: "Danke Uwe, hat unglaublich viel Spass gemacht und war für mich sehr lehrreich."

Eugenio: "Ich will mich bedanken für den gestrigen lehrreichen Tag. Habe sehr sehr viel gelernt. Es war sehr gut, sehr schön, einfach genial... Danke vielmals. Du bist wirklich ein optimaler super Trainer, mache so weiter."

Robert: "Danke für den tollen Tag. War wirklich super und gibt nun genug Stoff zum Training."

Van: "Vielen Dank nochmals für den Kurs! Ich habe sehr viel vom Tag profitieren können. Weiterhin viel Erfolg! Ich werde dich auf jeden Fall weiter empfehlen."

Elmar: "Das Fahrtechniktraining war super. Sympathisch und kompetent: Absolut empfehlenswert für jeden!!!"

Karin: "Die Toscana Bikewoche war der Hammer! Und erst Elba. Da schwelge ich immer noch in Erinnerungen. Danke nochmals für die coolen Touren."

Florian: "Nochmal vielen Dank für den gelungenen Samstag - mir hats richtig Spass gemacht. Bestimmt werde ich mal wieder an einem Deiner Events teilnehmen!"

Jose: "Danke nochmals, war ein super Tag und tolle Tipps! Danke auch für die Tour."

Clemens: "Uwe, danke für deine Zeit. Du bist ein Bikeguide, der diesem Job alle Ehre zollt. Bis hoffentlich bald wieder."

Katherine: "Peter war von deinen Biketouren und von dir als Tourguide total begeistert."

Daniela: "Die Kursteilnehmer haben deinen Bike-Reparatur-Workshop sehr geschätzt und dank deinen grossen Erfahrungen konnten die Anwesenden viel Fachwissen mit nach Hause nehmen."

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Auch hoch auf dem Berg wird gejubelt. Vielen herzlichen Dank an alle Fit for Trails Kunden!


An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an alle Fit for Trails Kunden für die netten Worte und für das Vertrauen!

Willst auch du dich vom Angebot von Fit for Trails überzeugen lassen? Auf der Website findest du alle Informationen.

28. März 2018

Starker Start in die Bikekurs Saison 2018

Die Bikesaison 2018 ist zwar noch sehr jung und das Wetter war oft feucht und kalt, aber bereits haben über 50 Bikerinnen und Biker einen Fahrtechnikkurs besucht. Vielen Dank für das Interesse und das Vertrauen in Fit for Trails!

Es ist sehr erfreulich, dass immer mehr Mountainbiker den Nutzen von einem professionellen Bikekurs schätzen und bereit sind, an ihrer eigenen Fahrtechnik zu arbeiten. Schliesslich fahren viele moderne und teure Bikes und da ist es sinnvoll, dass man das Maximum aus dem Sportgerät herausholen kann.

Die Klientel und die Kursinhalte waren äusserst abwechslungsreich. Nebst den regulären Gruppenkursen in verschiedenen Levels, ist vor allem die Nachfrage nach Privatkursen erstaunlich hoch. So wurden Rennfahrer trainiert, welche das Cape Epic oder einen Xterra Triathlon auf dem Plan haben, Kindern und Jugendlichen wurde der Bikesport näher gebracht und spezifische Techniken wie Hinterrad versetzen und Bunny Hop springen wurden gezeigt und gelehrt.

Bei Fit for Trails werden die Bikekurse so realitätsnah wie möglich abgehalten werden und es werden genau die Techniken und Situationen geübt, welche man auch auf einer Biketour immer wieder erlebt. Es wird dabei bewusst auf irgendwelche zeitraubenden Zirkusübungen, Händchen halten, usw. verzichtet, so bleibt mehr Zeit, um an der eigenen Technik zu arbeiten und diese sauber umzusetzen. So wirst du schon bald dein Bike besser und sicherer beherrschen!

Profitiere von der hohen Qualität und der langjährigen Erfahrung und buche jetzt deinen gewünschten Fahrtechnikkurs!

bikekurs saison fruehling 2018
Es war schon viel los bei Fit for Trails in der neuen Bikekurs Saison 2018!

15. März 2018

Übersicht Karten, Navigation und Tourenportale

Immer wieder werde ich von meinen Kunden gefragt, was denn die besten Geräte, Programme und Websites für die Planung und das Navigieren von Biketouren sind. Keine einfache Frage, denn die Auswahl und die Möglichkeiten sind mittlerweile riesig. Ich beschränke mich hier deshalb auf einige Tools, welche ich regelmässig benutze. Und da es sich um einen Schweizer Bike Blog handelt, wird vor allem auf die Schweiz eingegangen.

Die meisten Mountainbiker und Rennradfahrer benutzen heute ein GPS-Gerät, wenn sie unterwegs sind. Der Platzhirsch ist die Firma Garmin, welche eine grosse Auswahl an Modellen und Zubehör bietet. Ich beziehe mich darum auf Websites und Programme, die mit Garmin Geräten gut funktionieren.

uebersicht karten, navigation, tourenportale
Digital oder klassisch? Die Möglichkeiten für die Tourenplanung sind sehr unterschiedlich.


Bikekarte und Wanderkarte


Beginnen wir mit dem Klassiker, welcher auch im digitalen Zeitalter immer noch seine Berechtigung hat. Die gute, alte Karte. Es kann immer wieder mal vorkommen, dass das GPS-Gerät unterwegs seinen Geist aufgibt oder verloren geht und man mit dem Handy gerade in einem Funkloch steckt. Deshalb habe ich als Backup oft eine Karte dabei, vor allem wenn ich in Regionen bin, die ich nicht gut kenne.

Ein grosser Vorteil der Karte ist die Übersicht. Liegt die aufgeschlagene Karte vor einem, hat man die ganze Region vor Augen und muss nicht mühsam auf einem kleinen Bildschirm hin- und herscrollen. In der Schweiz sind wir hier natürlich verwöhnt, unsere Topographie-Karten sind wahrscheinlich die detailreichsten und genausten weltweit.

Zur Auswahl stehen explizite Bikekarten wie die Singletrails Maps, Mountainbike Maps und Supertrail Maps. Dort sind die Trails in verschiedenen Farben und Schwierigkeitsgraden eingezeichnet und es sind auch Tourenvorschläge vorhanden. Daneben gibt es die eigentlichen Wanderkarten, welche oft im Massstab 1:25000 sind und daher noch mehr Wege und Orientierungspunkte anzeigen.

Links:
Singletrail Maps
Mountainbike Maps
Supertrail Maps
Wanderkarten

mtb karten
Eine klassische Karte ist auch im digitalen Zeitalter ein verlässlicher und übersichtlicher Helfer.


Openmtbmap


Openmtbmap ist das digitale Pendant zu den Papierkarten und basiert auf den Daten von Openstreetmap. Hier können Topo-Karten aus der ganzen Welt heruntergeladen werden, meist sogar gratis. Da sich der Programmierer viel Mühe gibt, ist es sicher fair, eine Donation zu hinterlassen. Openmtbmap muss zusammen mit Garmin Basecamp benutzt werden, damit die Karten auf ein Garmin Gerät geladen werden können.

Warum gratis Karten? Weil, ehrlich gesagt, die offiziellen Garmin Topo-Karten unverschämt teuer sind. Die Schweiz-Karte schlägt mit CHF 399.00 zu Buche und kostet somit mehr, als das GPS-Gerät selbst. Die Arbeit unserer Schweizer Kartographen in Ehren, aber hier müssten sie mal über die Bücher gehen...

Link: Openmtbmap

openmtbmap
Openmtbmap: Das beste Tool für den Download von Topo-Karten für die ganze Welt.


Basecamp


Basecamp ist die hauseigene Software von Garmin und sie wird im Zusammenhang mit Garmin Geräten gebraucht. Jeder, der schon mal mit Basecamp gearbeitet hat, wird zugeben müssen: Das ist ein einziger Murks...

Die Software ist kompliziert aufgebaut und überhaupt nicht bedienerfreundlich. Auch das Zeichnen und Speichern von Touren ist sehr nervenaufreibend. Tausende Einträge von verzweifelten Forumsnutzern zeigen, dass ich bei weitem nicht der Einzige bin, der sich mit Basecamp herumärgert.

Es bleibt zu hoffen, dass es Garmin irgendwann gelingt, eine einfache und bedienerfreundliche Software zu präsentieren. Bei der Hardware können sie es ja auch.

Link: Basecamp

basecamp
Basecamp: Unverzichtbar für Garmin Geräte. Aber eine Hassliebe...


Schweiz Mobil


Schweiz Mobil ist sozusagen unser staatliches Nachschlagewerk für alle Schweizer Outdoor Sportler. Es gibt Tourenvorschläge und Routen für Sommer- und Wintersportarten und natürlich eine hervorragende Karte. Schweiz Mobil ist mein Lieblingstool, da es sehr bedienerfreundlich ist und man vor allem kinderleicht seine eigenen Touren zeichnen kann.

Schweiz Mobil darf gratis genutzt werden, um die wichtigsten Funktionen zu sehen. Für CHF 35.00 im Jahr kann man sich registrieren, damit man vollen Zugriff auf das Programm hat. Das Geld ist sehr gut investiert, denn in der bezahlten Version kann man selber Touren zeichnen und sich eine eigene Tourendatenbank anlegen.

Schweiz Mobil zeigt bei allen Touren die exakten Kilometer, Höhenmeter, Fahrzeit und Höhenprofil an. So weiss man genau, wie die Tour verläuft und man erlebt keine bösen Überraschungen.

Link: Schweiz Mobil

schweizmobil
Schweiz Mobil: Die bedienerfreundlichste und detailreichste Software für die Tourenplanung. Perfekt!


Wikiloc


Wikiloc ist eine internationale Plattform, auf welcher man weltweit nach Trails suchen kann. Zum heutigen Stand sind fast 8 Millionen Trails und Touren verfügbar.

Ich nutze Wikiloc vor allem, wenn ich mich aus der Vogelperspektive orientieren muss. Die Satelliten Funktion ist äussert praktisch, wenn man einem Wegverlauf folgen möchte und einen Überblick über die Region erhalten will. Gerade für die Zusammenstellung meiner Biketouren in der Toscana bin ich schon oft froh gewesen, dass ich von oben herab die Wege kontrollieren konnte.

Wenn man sich auf Wikiloc registriert, dann erhält man laufend Tourenvorschläge von anderen Usern, die in der gleichen Gegend unterwegs waren.

Link: WikiLoc

wikiloc
Wikiloc: Eine riesige Tourendatenbank und vor allem praktisch wegen der Satellitenansicht.


GPSies


GPSies ist vergleichbar mit WikiLoc, es sind ebenfalls Trails aus allen Ecken der Welt zu finden. Und die Software ist in allen möglichen Landessprachen verfügbar. Eine Registrierung ist nötig, damit man alle Funktionen nutzen kann.

Ich verwende GPSies vor allem, um GPS-Daten zu konvertieren. Leider gibt es immer noch kein einheitliches Dateiformat, welches mit allen Geräten und auf allen Plattformen läuft. Mit der Konvertierung kann man auf alle verfügbaren Formate zugreifen und kann so seine eigenen Daten überall verwenden.

Link: GPSies

gpsies
GPSsies: Umfangreiche Software, vor allem das Konvertieren von Dateien ist sehr hilfreich.


GPS-Tracks


GPS-Tracks ist ein schön präsentiertes Tourenportal, welches sich hauptsächlich auf die Schweiz und Zentraleuropa bezieht. Wenn man sich registriert, dann kann man GPS-Daten herunterladen und gratis verwenden.

GPS-Tracks wird mit Touren von Usern gefüttert, welche oft auch gleich noch einen umfangreichen Tourenbeschrieb mit Fotos verfassen. Zudem kann die Schwierigkeitsstufe, Schönheit und Popularität ausgewählt und bewertet werden. Es ist somit gut geeignet für Biker, die ganz sicher eine Tour finden möchten, die ihrem Können entspricht.

Link: GPS-Tracks

gpstracks
GPS-Tracks: Schön gestaltetes und informatives Tourenportal, hauptsächlich für die Schweiz.


Strava


Strava ist das Facebook für Ausdauersportler. Hier vergleicht man sich mit Gleichgesinnten, postet seine GPS-Daten und Fotos, kann Gruppen beitreten und erhält Likes (genannt Kudos) von den Kollegen. Und es ist auch ein Trainingstagebuch, wo sämtliche Kilometer, Höhenmeter, Pulswerte, usw. laufend addiert werden. So hat man immer einen Überblick über den eigenen Fitnessstand.

Bei Strava steht der Wettkampfgedanke im Vordergrund, es geht vor allem darum, dass man sich auf selbst erstellten Segmenten mit anderen Sportlern misst. Sobald man seine GPS-Daten hochlädt, kommt man automatisch in eine Rangliste rein, wo einem aufgezeigt wird, wie schnell oder langsam man ist. Das kann motivierend, aber auch frustrierend und gefährlich sein...

Interessant ist, dass auch ganz viele Profis ihre Daten auf Strava hochladen und so kann man sich 1:1 mit Nino Schurter und anderen Radsportgrössen vergleichen.

Strava hat zuweilen auch einen zweifelhaften Ruf, wenn man in Selbstmordmanier versucht, andere Rekorde zu brechen. Also bleibt bitte immer locker, es ist nur ein Spiel, das Risiko lohnt sich nicht!

Link: Strava

strava
Strava: Wer ist der Schnellste im ganzen Land?


Trailforks


Trailforks wird von der Bikeplattform Pinkbike betrieben und ist vor allem in Nordamerika eine Grösse. Langsam finden aber auch immer mehr Europäer und Schweizer den Zugang dazu und füttern die Server mit Daten.

Generell geht es hier sehr downhilllastig zur Sache, die meisten Trails kennen nur eine Richtung und die geht steil nach unten. Markiert sind sie in verschiedenen Farben von grün bis schwarz und mit den berühmten Black Diamonds, so wie man es aus den Bikeparks kennt.

Für alle Endurobiker und Downhiller lohnt es sich, mal einen Blick reinzuwerfen.

Link: Trailforks

trailforks
Trailforks: Wer die besten Downhills sucht, der wird hier sicher fündig.


Dies ist die Übersicht über die Karten, Tourenportale und Websites, die ich oft benutze, und die mir meine Arbeit als Bikeguide erleichtern.

Was für Tools und Programme brauchst du? Was kannst du noch empfehlen?

14. März 2018

Fahrbericht: Mondraker e-Crafty R+ 2018

Seit Anfang 2018 bin ich Schweizer Markenbotschafter für Mondraker E-Bikes. Mein neues Arbeitsgerät und Spielzeug ist ein e-Crafty R+ mit Bosch Antrieb.

Der spanische Hersteller Mondraker wurde in den letzten Jahren vor allem bekannt, weil sie die bisherigen Mountainbike-Geometrien radikal veränderten. Das Oberrohr und der Radstand sind extrem lang, der Vorbau ist extrem kurz und der Lenkwinkel ist sehr flach (die sogenannte Forward Geometry). Was zu Beginn noch für Stirnrunzeln sorgte, ist mittlerweile zum Standard bei allen Bikemarken geworden. Flach, lang und tief ist die neue Formel für schnelle und spassige Bikes. Ebenfalls wegweisend ist das "Zero Suspension System", ein Hinterbau mit schwimmend gelagertem Dämpfer. Dass dieses Konzept funktioniert, hat Mondraker an der Downhill-Weltmeisterschaft 2016 bewiesen, als die Teamfahrer souverän die Plätze 1-3 belegten!

test mondraker e-crafty r+ 2018
Das Mondraker e-Crafty R+ 2018 in der Fit for Trails Ausführung.

Ausstattung


Wie bei meinen Bikes üblich, entspricht mein Modell nicht mehr ganz dem Original. Ich muss jeweils auf meine Sponsoren und persönlichen Vorlieben achten.

Was gleich auffällt, dieses Bike wurde von einem Produktmanager entwickelt, der weiss, was ein E-MTB aushalten muss. Leider gibt es immer noch sehr viele Hersteller, die ihre Bikes mit unterdimensionierten Teilen ausstatten, wie dünne Federgabel, schmale Reifen, kleine Bremsscheiben, usw. Beim Mondraker e-Crafty R+ ist das zum Glück nicht der Fall, das Bike sieht nahezu unzerstörbar aus.

Das e-Crafty R+ hat einen wuchtigen Aluminiumrahmen und ist in zwei Farben erhältlich. Das hier abgebildete anthrazit/schwarz und ein keckes hellblau/rot, welches aber leider beim Jahreswechsel schon ausverkauft war. Der Rahmen ist schön verarbeitet, die dicken Schweissraupen sind sehr gleichmässig und sorgen für Vertrauen in die Haltbarkeit. Das Unterrohr ist ausgehölt, dort liegt gut versteckt der Bosch Akku drin. Unter dem Oberrohr und unter dem Unterrohr können bei Bedarf Flaschenhalter montiert werden. Der massive Hinterbau mit Boost Standard bietet 140 mm Federweg, welche von einem Rock Shox Superdeluxe R Luftdämpfer kontrolliert werden.

An der Front arbeitet eine steife Rock Shox Yari RC Federgabel mit 160 mm Federweg und Boost Standard. Diese entspricht den teureren Lyrik und Pike Modellen, hat einfach ein günstigeres Innenleben. Nebst dem Luftdruck und der Zugstufe zum Einstellen, können auch die bekannten Token eingebaut werden, um die Progressivität zu ändern.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Der massive und schön verarbeitete Aluminum-Rahmen.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Das Zero Suspension System mit dem Rock Shox Superdeluxe Dämpfer.

Die Motorpower kommt von Bosch. Es ist der neue Performance Line CX mit 250 Watt und 75 Nm Drehmoment, kombiniert mit dem integrierten PowerTube Akku mit 500 Wh und dem kleinen Purion Display. Der Akku ist elegant im Unterrohr eingebettet und sorgt für eine aufgeräumte Optik. Im Unterrohr gibt es eine Ladebuchse, der Akku kann aber auch ganz aus dem Rahmen genommen werden. Das Purion Display ist spartanisch, man kann nur die Motorstufe wählen und es gibt eine Geschwindigkeits- und Batterieanzeige. Wenn man mehr Funktionen will, dann muss man ein zusätzliches GPS-Gerät mitnehmen.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Der starke Bosch Performance Line CX Motor und die kurze 165 mm Race Face Kurbel.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Der im Unterrohr integrierte Bosch PowerTube 500 Akku.

Das Bike steht auf 27.5" Laufrädern mit Plus-Felgen und Plus-Bereifung. Die Felgen mit 35 mm Innenweite und die Boost Naben sind mit "MDK" gelabelt, was eine Mondraker Eigenmarke ist. Wie sie sich diese Teile auf die Dauer bewähren, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Original sind griffige und stabile Maxxis Reifen aufgezogen, vorne ein Minion DHF 27.5"x2.80" und hinten ein High Roller II 27.5"x2.80". Diese Reifenwahl ist genau richtig für so ein Bike. Ich habe aus sponsortechnischen Gründen die Maxxis gegen Onza Canis Skinwall 27.5"x2.85" ausgetauscht. Die Weisswand-Reifen geben dem Bike einen coolen Look. Zusätzlich habe ich auf Tubeless umgerüstet.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Mondraker Boost Laufräder mit Plus-Bereifung.

Die Schalt-und Bremskomponenten stammen von Sram. Die Scheibenbremse ist eine Level T mit 200 mm Bremsscheiben. Hier machte ich ebenfalls einen Wechsel, ich verbaute eine Shimano XT Bremse, da ich auf allen meinen Bikes Shimano Bremsen montiert habe. Das macht den Service einfacher. Die Bremsscheiben sind von meinem Sponsor SwissStop, die neuen Catalyst Scheiben sind perfekt, um ein schweres E-MTB sicher zu stoppen. Geschaltet wird mit Sram GX mit 10-Gängen und einer SunRace 11-42 Kassette. Die Kurbel ist eine Race Face Aeffect mit 16er Ritzel. Die Kurbellänge ist 165 mm (!), damit man Bodenaufsetzer vermeiden kann.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Der 10-fach Antrieb mit Sram GX Schaltwerk und SunRace 11-42 Kassette.

Die Anbauteile haben alle den Namen "Onoff", auch das ist eine Mondraker Eigenmarke. Der gekröpfte Lenker ist 780 mm breit und der Vorbau ist 30 mm kurz. Die Teleskop-Sattelstütze hat einen Seilzug und bietet 125 mm Hub. Auch hier bin ich gespannt, wie sich die Sattelstütze im Langzeittest schlägt. Den Sattel, den Lenker und die Lenkergriffe habe ich ebenfalls gewechselt. Der Sattel ist wie immer ein fi'zi:k Tundra und der Lenker und die Griffe stammen von Race Face.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Ein sehr kurzer 30 mm Vorbau hält die Steuerzentrale.

Das Gewicht vom Bike ist in Grösse Medium komplett fahrfertig 24,2 kg. Das ist nicht gerade leicht, spielt aber bei einem E-MTB eine untergeordnete Rolle. Dennoch bedeutet weniger Gewicht ein agileres Handling und wenn man das Bike mal tragen muss, dann ist man ebenfalls dankbar. Und weniger Gewicht heisst auch weniger Stromverbrauch. Hier gibt es noch Luft für Verbesserung.

Für das e-Crafty R+ in der Originalausstattung bezahlt man CHF 6'499.00. Ein hoher Preis, aber wenn man die hochwertige Qualität vom Rahmen und den verbauten Komponenten anschaut, dann sollten sich dafür die Reparaturkosten tief halten und man erhält ein faires Preis-/Leistungsverhältnis.

Wer noch mehr Geld loswerden will, es sind auch noch die teureren Modelle e-Crafty XR+ und e-Crusher Carbon erhältlich.


Fahrbericht auf dem Trail


Besonders gespannt war ich natürlich auf den Praxistest im Gelände. Da ich unmotorisiert nach wie vor mit Rocky Mountain Bikes unterwegs bin, war das ein interessanter Vergleich. Ein Rocky Mountain ist eher verspielt und gutmütig, das Mondraker schreit dagegen nach Geschwindigkeit.

Eines vorweg: Ein Mondraker braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit, bis man mit der speziellen Geometrie vertraut ist. Es ist für sportliche Biker gemacht, die sich den heutigen modernen Fahrstil angeeignet haben, das heisst zentral im Bike stehen und viel Gewicht auf das Vorderrad geben. Wenn man passiv und konservativ (einfach hinter den Sattel hängen) unterwegs ist, dann kann man das grosse Potenzial von diesem Bike wahrscheinlich nicht ausreizen.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Auf schönen Singletrails fühlt sich das Mondraker e-Crafty R+ am wohlsten.

Zuerst ging es den Berg hoch, um mal dem Bosch Motor auf den Zahn zu fühlen. Es ist die neueste Software installiert, bei welcher der eMTB-Modus interessant ist. Nebst den üblichen Stufen Eco, Tour und Turbo, ist eMTB sozusagen der Automat. Je nach Druck auf dem Pedal regelt der Motor selbst die Unterstützungsstufe. Diese reicht dann vom Tour bis zum Turbo Modus. In der Praxis funktioniert das ganz gut und es ist sicher für viele E-Biker eine Vereinfachung, dass sie nicht mehr manuell die Stufe wählen müssen. Die Kehrseite ist allerdings, dass man so immer wieder mal unwissentlich in den Turbo Modus kommt und viel Strom verbraucht wird. Tourenfahrer sollten also eher den herkömmlichen Eco und Tour Modus wählen, damit sie eine Tagestour ohne Stromausfall überstehen.

Der neue Bosch Motor zieht wirklich gut und entfaltet die Kraft sehr feinfühlig. Auch das Ruckeln bei kleinen Kurbelbewegungen, welches man vom Vorgänger noch kannte, ist verschwunden. Der Lärmpegel ist tief, man hört nur ein leises Summen, das einem bewusst macht, dass man auf einem E-MTB sitzt. Was mehr Lärm macht ist die SunRace Kassette, welche bei einem Schaltvorgang unter Last ziemlich laut knarzt und knirscht. In Sachen Kassetten und Schaltpräzision bleibt Shimano einfach das Mass aller Dinge.

Das Fahrwerk hält das Versprechen vom "Zero Suspension System". Der Hinterbau liegt extrem satt auf dem Boden, beim Treten spürt man fast kein Wippen und jede Pedalbewegung wird in Vortrieb umgesetzt. Der Rock Shox Dämpfer verfügt über kein Lockout, dieses ist aber auch gar nicht nötig. Die breiten Plus-Reifen mit 1,0 bar Luftdruck schenken zusätzlichen Komfort und bieten vor allem viel Traktion. Sehr steile Aufstiege und sogar Treppen hoch können problemlos gemeistert werden.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Die Treppe hoch? Mit einem E-MTB kann man das machen.

Im Downhill kommt dann die wahre Stärke vom e-Crafty R+. Das E-Bike liegt wie ein Brett auf dem Trail. Hier merkt man den sehr langen Radstand, welcher für viel Laufruhe sorgt. Der Hinterbau schluckt kleine und grosse Schläge völlig unauffällig und er verleitet förmlich dazu, dass man immer noch schneller werden will. Auch die Rock Shox Yari Federgabel verrichtet ihren Job sehr zuverlässig, sie federt sehr sensibel und das Vorderrad reagiert direkt auf jede Lenkbewegung. Solange das Bike in Schwung ist, fährt es sich flüssig und geschmeidig. In langsameren Passagen merkt man allerdings die Länge und den flachen Lenkwinkel, da braucht es mehr Arbeit, um das Bike in der Spur zu halten. Und auch das Vorderrad heben oder in den Manual gehen ist eine kleine Kraftübung. Kein Wunder, die Kettenstreben sind 475 mm lang, das sind stolze 50 mm mehr als bei meinem Rocky Mountain.

test mondraker e-crafty r+ 2018
Tiefe und nach vorne gebeugte Körperposition, so funktioniert das e-Crafty R+ am besten.

Wie eingangs schon erwähnt, das Mondraker benötigt eine gewisse Zeit, bis man sich an die Geometrie gewöhnt hat. Wenn man sich aber diese Zeit nimmt, dann hat man ein Bike, welches enorm viel Potenzial aufweist. Ich behaupte sogar, das ist eines der schnellsten E-MTB, welches momentan auf dem Markt erhältlich ist.

Fazit


Das Mondraker e-Crafty R+ ist ein modernes E-MTB, welches in Sachen Geometrie und Fahrwerk Massstäbe setzt. Die extravagante Optik und die gute Verarbeitung heben sich von der Masse ab und man erhält ein Bike, welches ein Hingucker ist. Es ist für den sportlichen Biker gedacht, der eine gute Fahrtechnik besitzt und bereit ist, auf dem Trail mit dem Bike zu verschmelzen.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!

Positiv


+ hervorragendes Fahrwerk
+ hohe Verarbeitungsqualität
+ bewährte Ausstattung
+ extravagante Optik
+ gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Negativ


- hohes Gewicht

Preis


CHF 6'499.00

Informationen


CHRIS Sports
Mondraker
Bosch


11. März 2018

Mudguard Montageanleitung

Eine Montageanleitung für einen Mudguard? Braucht es das? Anscheinend schon, wenn man sieht, wie viele Bikerinnen und Biker das kleine Schutzblech falsch und lieblos an der Federgabel befestigt haben.

Die Mudguards werden immer beliebter und sie sind eine sinnvolle Sache. Der kleine Plastiklappen verhindert Dreckspritzer im Gesicht und noch wichtiger, er schützt die Schmutzabstreifer an der Gabel vor Staub und Schlamm.

Wenn es um Bike-Einstellungen geht, da bin ich ein Perfektionist. Alles muss sauber justiert und montiert sein und auch optisch ansprechend aussehen, erst dann macht ein Mountainbike richtig Spass! Hier die Anleitung, wie man einen Mudguard richtig befestigt.

mudguard montageanleitung
So wird ein Mudguard richtig und sauber befestigt.

Zuerst fädelt man dünne Kabelbinder durch den Mudguard, bevor man ihn an die Federgabel hängt. Wichtig: Die Kabelbinder, welche an die Tauchrohre kommen, müssen von innen nach aussen eingefädelt werden! Das ist der häufigste Fehler, welchen man sieht, denn wenn man es nicht so macht, dann liegt der Plastik nicht eng an der Gabel an.

mudguard montageanleitung
Zuerst die Kabelbinder richtig einfädeln, das macht die Montage einfacher.

mudguard montageanleitung
Falsch! Der Kabelbinder führt nicht über den ganzen Plastik.

mudguard montageanleitung
Richtig! Der Plastik liegt eng und dicht am Tauchrohr an.

Den Mudguard zwischen die Federgabel platzieren und zuerst die Kabelbinder an der Brücke anziehen, aber noch nicht voll, damit sich alles noch leicht bewegen lässt. Dann die Kabelbinder an den Tauchrohren befestigen und ebenfalls noch nicht ganz anziehen. Wenn die Bremsleitung im Weg ist, diese muss sich frei bewegen können, den Kabelbinder also innen durchziehen.

Nun wird alles sauber ausgerichet und jetzt können alle Kabelbinder gleichmässig und fest angezogen werden. Das hält nun bombenfest und wird sicher nie verrutschen. Zum Schluss alle Kabelbinder sauber abschneiden und gegen hinten bzw. innen stehen lassen. So verletzt man sich nicht, falls man das Bike mal tragen muss.

Fertig! Sieht gut aus, oder?

mudguard montageanleitung

mudguard montageanleitung

23. Februar 2018

Bikeguide - Ein Schreibtisch Job

Als ich kürzlich eine ältere E-Mail im Postausgang suchte, da entdeckte ich, dass ich im letzten Jahr 1‘279 E-Mails an meine Kunden, Interessenten und Geschäftspartner verschickt hatte. Das sind im Durchschnitt 3,5 Mails pro Tag im Jahr! Ganz schön viel für einen kleinen Einmann-Betrieb. Da wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel Zeit ich eigentlich am Computer verbringe, um die tägliche Büroarbeit zu bewältigen.

bikeguide_schreibtischjob
Fast genau so viel Zeit wie auf den Trails verbringt ein Bikeguide zu Hause vor dem Computer.

Wenn die Leute das Wort Bikeguide hören, dann denken Sie zuerst an die coolen Jungs und Mädels, die den ganzen Tag bei schönstem Wetter die besten Trails fahren können. Was so gut tönt, entspricht leider nicht ganz der Realität. Das erleben höchstens saisonal angestellte Guides, die nur Touren leiten. Aber auch die müssen nebenbei meistens noch andere Arbeiten erledigen.

bikeguide_schreibtischjob
Als Bikeguide arbeiten und jeden Tag auf den besten Trails unterwegs sein? Schön wärs...

In meinem Fall, als Firmeninhaber und selbständiger Bikeguide, besteht ein grosser Teil der täglichen Tätigkeit nicht aus Biken, sondern aus normaler Schreibtischarbeit. Mails beantworten, Rechnungen erstellen, Buchhaltung führen, Website aktualisieren, Fotos bearbeiten, Videos schneiden, soziale Medien füttern, Newsletter und Blogs schreiben, Werbeunterlagen gestalten, Touren und Events planen, Telefongespräche, usw. Das alles ergibt über 25 Stunden pro Woche, die ich nur auf dem Bürostuhl und nicht im Sattel sitze.

Wer also ein professioneller und erfolgreicher Bikeguide werden möchte, der muss auch im kaufmännischen Bereich voll auf der Höhe sein! Ausser man erreicht irgendwann eine Grösse, wo man sich eine Sekretärin leisten kann (ich arbeite daran! ;-)). Ich bin oft froh, dass ich eine kaufmännische Lehre absolvierte, dieses Fachwissen hilft mir auch nach 25 Jahren immer wieder.

Der Büroarbeit gegenüber steht die Zeit, die ich effektiv auf dem Bike verbringen kann, das sind je nach Saison ca. 30 Stunden die Woche. Wenn ich alleine oder mit Kollegen auf den Trails unterwegs bin, dann kann ich den Kopf lüften und neue Ideen sammeln. Wenn ich an den Bikekursen und auf Biketouren glückliche und dankbare Kunden erlebe, dann ist das das grösste Geschenk, welches man als selbständiger Bikeguide erhalten kann! Und diese wunderbare Zeit entschädigt natürlich vollkommen für das tägliche Chaos auf dem Schreibtisch.

Ich liebe meinen Beruf!

bikeguide_schreibtischjob
Die unvergesslichen Momente: Weit weg vom Bürotisch an meinem natürlichen Arbeitsort!

21. Januar 2018

Die beliebtesten Bike Blogs 2017

Der Fit for Trails Bike Blog hat eine immer grössere Leserschaft. Herzlichen Dank an dieser Stelle! Viele Beiträge wurden von mehreren hundert, ja sogar tausenden von Interessenten angeklickt und gelesen. So ist der Blog mittlerweile zu einer wichtigen Plattform geworden, der das Angebot von Fit for Trails auf diesem Weg ergänzt.

Was die Leser im Jahr 2017 am meisten interessiert hat, erfährst du untenstehend. Hier die Top 3 der beliebtesten Artikel im 2017.

1. Besuch bei Moots Cycles in Colorado


Als langjähriger Fahrer von einem exklusiven Moots Titanium Rennrad, wollte ich schon immer wissen, wo und wie die Rahmen hergestellt werden. Im Oktober 2017 konnte ich mir diesen Wunsch erfüllen und besuchte die Firma Moots in Steamboat Springs in Colorado. Ein grossartiges Erlebnis, welches mich zu einem noch grösseren Moots Fan macht!

Meines Wissens ist das die erste deutschsprachige Reportage über Moots. Du erhältst hier also einen exklusiven Einblick in die heiligen Hallen von Moots!


fitfortrails_besuchbeimoots
Besuch bei Moots in Colorado. Der beliebteste Fit for Trails Blog 2017!


2. Tipps für das Biken im Winter


Der erste Blog, den ich im Januar 2017 geschrieben habe, kam gleich auf Rang 2. Kein Wunder, das Thema Biken im Winter ist ein Dauerbrenner und wird darum vor allem in der kalten Jahreszeit immer wieder angeklickt.

In diesem Blog erfährst du alles über die richtige Bekleidung und die wichtigsten Einstellungen am Bike, damit du auch im Winter mit viel Spass über die Trails jagen kannst.


fitfortrails_bikenimwinter
Biken im Winter ist ein Dauerbrenner. Darum Rang 2 für diesen Blog.


3. Wenn die Mountainbike-Lenker zu breit werden


Die Mountainbike-Lenker werden jedes Jahr noch ein bisschen breiter, was eigentlich eine gute Entwicklung ist. Nur haben sie mittlerweile eine Breite erreicht, wo sie nicht mehr für jeden Biker und jeden Fahrstil passen. Darum ist es nötig, dass auch mal zur Säge gegriffen und ein Lenker um einige Zentimeter gekürzt wird. Erst dann fühlen sich die Fahrer richtig wohl auf ihrem Mountainbike.

Mit diesem Artikel habe ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Es gab viele Rückmeldungen und viele Biker (vor allem Damen) waren dankbar, dass dieses Thema angesprochen wurde. Hier müssen auch die Bikeshops handeln und sich die Zeit nehmen, um das Bike beim Verkauf richtig einzustellen.


fitfortrails_mountainbikelenker