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15/07/2021

10 Tipps zum sicheren Mountainbiken

Diese Woche hat die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung ihre neuesten Unfallzahlen im Freizeitsport für 2020 veröffentlicht. Der Bikesport ist leider ganz weit vorne anzutreffen, nur im Fussball gab es noch mehr Verletzungen. Besonders tragisch ist, dass 8 Mountainbiker*innen tödlich verunfallten. Das sollte nicht sein, jeder Verletzte und vor allem jeder Tote ist einer zu viel. BFU Medienmitteilung

Mangelnde Fahrtechnik und fehlende Selbsteinschätzung sind das grösste Problem. Vielen Leuten ist nicht bewusst, dass das ein gefährlicher Sport ist, wenn man ihn ohne Grundkenntnisse betreibt.

Darum lohnt sich ein Besuch von einem Fahrtechnikkurs. Wer sein Sportgerät sicher beherrscht und die Situation auf dem Trail richtig einschätzen kann, der wird garantiert weniger stürzen. Das Kursangebot von Fit for Trails findest du auf der Website.

Nachfolgend habe ich einige meiner früheren Blogbeiträge zusammengefasst, wo es um das Thema Sicherheit geht. Lasst uns alle bessere Mountainbiker werden!

10tippszumsicherenmountainbiken


1. Arbeite an deiner Fahrtechnik

Eine gute Fahrtechnik ist zwingend nötig, wenn du besser und sicherer Biken willst. Ein Bunny Hop am richtigen Ort, ein schneller Kurvenschlenker oder eine gekonnte Vollbremsung haben mir schon ein paar mal das Leben gerettet. Ich fahre schon seit über 30 Jahren, dementsprechend gross ist meine Erfahrung, was mir sicher auch hilft. Ich kenne meine Fähigkeiten, ich vertraue meinem Mountainbike und ich kann die jeweilige Situation genau einschätzen.

Während dem Corona Lockdown im Frühling 2020 habe ich eine ganze Reihe mit Fahrtechnikvideos produziert, wo ich jedes Manöver zeige und erkläre. Die Videos sind auf Schweizerdeutsch, die ausländischen Leser*innen mögen mir Verzeihen.

>> Blogbeitrag: Fahrtechnik für zu Hause

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Auf YouTube gibt es eine ganze Reihe an Fahrtechnikvideos.


2. Verbessere dein Gleichgewicht

Viele Mountainbiker*innen oder generell Radfahrer*innen haben wenig bis gar kein Gleichgewichtsgefühl. Sobald sie langsam fahren oder unverhofft absteigen müssen, fallen sie zur Seite. Das kann auf einem steilen Trail tödlich enden. Die Balance kannst du ganz einfach mit verschiedenen Übungen verbessern, du musst dir nur die Zeit dafür nehmen und ein bisschen Geduld mitbringen.

>> Blogbeitrag: Die Macht des Gleichgewichts

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Das Gleichgewicht ist die Basis, um ein guter Mountainbiker zu werden.


3. Richtig Absteigen am Berg

Das richtige Absteigen am Berg ist ein oft unterschätztes Manöver. Wenn du in einer steilen Abfahrt absteigen musst, dann muss dies unbedingt nach hinten erfolgen. Nur wenn du hinter dem Mountainbike zu stehen kommst, dann bist du auf der sicheren Seite. Leider steigen viele Personen nach vorne ab und sitzen dann hilflos auf dem Oberrohr, während das Bike noch rollt oder stehen bleibt. Der ungewollte Abgang über den Lenker ist damit sicher und du landest mit den Händen oder dem Kopf voraus auf dem Boden.

>> Blogbeitrag: Richtig Absteigen und Anfahren am Berg

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In der Abfahrt immer nach hinten absteigen.


4. Trage Schutzbekleidung

Radfahrer*innen tragen einen Helm, da sollte mittlerweile jedem bewusst sein. Beim Mountainbiken sind zudem Langfingerhandschuhe und eine Brille empfehlenswert, welche dich zusätzlich schützen können. Knie- und Ellbogenschoner werden auch immer häufiger getragen, was eine erfreuliche Entwicklung ist.

Wenn du Schoner dabei hast, dann frage aber nicht den Bikeguide, ob und wann du diese anziehen musst. Diese Entscheidung liegt allein bei dir, denn ich kann dir nicht sagen, ob du stürzen wirst oder nicht. Grundsätzlich empfehle ich, die Schützer immer zu tragen, denn man kann auch beim Berghochfahren oder auf der flachen Strasse stürzen. Wenn die Schoner in diesem Moment im Rucksack liegen, dann hast du sie vergeben mitgeschleppt.

>> Blogbeitrag: Muss ich die Schoner anziehen?

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Knieschoner bieten Schutz, falls du doch mal stürzt.


5. Bremse nur mit dem Zeigefinger

Auch in Zeiten von starken und leicht bedienbaren Scheibenbremsen gibt es immer noch sehr viele Mountainbiker*innen, die mit zwei oder sogar mit drei Fingern bremsen. Wenn du so stark am Bremshebel ziehst, dann kann es dich über den Lenker hauen oder du blockierst die Räder versehentlich im falschen Moment.

Um das zu verhindern, wird der Bremshebel nur mit dem Zeigefinger bedient. Damit kannst du die Bremse sehr gefühlvoll ziehen, was vor allem im rutschigen und anspruchsvollen Gelände wichtig ist. Zudem hast du die anderen vier Finger am Lenkergriff und kannst diesen sicher und locker halten.

>> Blogbeitrag: Stoppt die Zweifingerbremsung!

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Mountainbiker*innen bremsen nur mit dem Zeigefinger.


6. Fahre mit Bikeschuhen

Zum Biken brauchst du Bikeschuhe. Laufschuhe, Trekkingschuhe, Wanderschuhe, Turnschuhe sind, wie der Name schon sagt, nicht zum Biken geeignet. Nur mit dem richtigen Schuhwerk hast du den optimalen Halt auf dem Pedal. Das sorgt für ein bessere Kraftübertragung und du rutscht nicht versehentlich vom Pedal, wenn es rüttelt und schüttelt. Das gilt hauptsächlich für Flat Pedal Fahrer*innen. Wer Klickpedale benutzt, hat normalerweise einen passenden Klickschuh dazu.

>> Blogbeitrag: Laufschuhe sind keine Bikeschuhe

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Ein spezifischer Bikeschuh bietet viel Halt auf dem Flat Pedal.


7. Wähle das passende Pedal

Bei den Pedalen gibt es mittlerweile zwei Lager: Die Klickpedal und die Flat Pedal Fahrer*innen. Was du für ein Pedalsystem wählst spielt keine grosse Rolle, wichtig ist, dass du dich damit wohlfühlst. Es gibt kein richtig oder falsch oder gut oder schlecht, beide Pedalen haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn du dich für Flat Pedals entscheidest, dann kaufe dir ein hochwertiges Modell mit Metallpins. Billige Plastikpedalen erfüllen den Zweck nicht.

>> Blogbeitrag: Klickpedal oder Flatpedal?

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Klickpedal oder Flat Pedal, die Entscheidung liegt bei dir.


8. Die korrekten Bikeeinstellungen

Du solltest nicht nur dein eigenes Können verbessern, sondern auch dein Mountainbike richtig einstellen. Vor allem die sicherheitsrelevanten Teile, wie Bremsen, Federung und Reifen müssen regelmässig kontrolliert werden. Wenn der Reifendruck stimmt, die Federung feinfühlig arbeitet und die Bremsen zuverlässig ziehen, dann fährst du automatisch besser über die Trails. Daneben gibt es auch noch viele weitere Einstellungen, auf welche du hin und wieder einen Blick werfen solltest.

>> Blogbeitrag: Die häufigsten Fehleinstellung am Mountainbike

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Der richtige Reifendruck gehört zu den wichtigsten Einstellungen am Mountainbike.


9. Kaufe dir ein neues Mountainbike

Warum ich nur sehr selten stürze? Das liegt nicht nur an meiner guten Fahrtechnik, sondern auch an meinem modernen Mountainbike. Ein aktuelles Bike bietet dank einer ausgewogener Geometrie, grossen Laufrädern, viel Federweg, breiten Reifen und absenkbarer Sattelstütze viel Sicherheit. Die Zeiten von 26" Hardtails sind definitiv vorbei... Wenn du diesen Sport liebst, dann gönne dir alle 3-5 Jahre ein neues Mountainbike. Sparen kannst du bei anderen und unwichtigen Dingen im Leben.

>> Blogbeitrag: Neu ist immer besser - Gilt auch für Mountainbikes

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Ein neues, modernes Mountainbike bietet mehr Sicherheit, als ein altes Geländer.


10. Stärke deinen ganzen Körper

Viele Radsportler*innen trainieren hauptsächlich ihre Beine und vergessen den Rest vom Körper. Ein starker Rumpf ist aber ebenfalls wichtig, dieser fängt die Schläge ab und sorgt dafür, dass du weniger schnell verkrampfst oder ermüdest. Und ein paar dicke Muskeln am Körper können dich auch schützen, falls du mal zu Boden gehst. 

Weit verbreitet sind auch Schmerzen oder eingeschlafene Gliedmassen beim Fahren. Auch das kann auf einen zu schwachen Körper oder falsche Einstellungen am Bike hinweisen.

>> Blogbeitrag: Keine Beschwerden beim Biken

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Ein starker Rumpf hilft Beschwerden und Verletzungen vorzubeugen.

16/06/2021

Die Macht des Gleichgewichts

Wir alle benötigen ein gutes Gleichgewicht, damit wir nicht durchs Leben stolpern. Und noch viel wichtiger ist ein gutes Gleichgewicht für uns Mountainbiker, damit wir unser Sportgerät jederzeit sicher beherrschen. Ich komme hier gleich auf den Punkt: Mangelndes Gleichgewicht in schwierigem Gelände kann zu tödlichen Unfällen führen.

An meinen Fahrtechnikkursen lege ich grossen Wert darauf, dass die Teilnehmer*innen die Notwendigkeit von einem guten Gleichgewicht kennen und wissen, wie man es verbessert. Viele haben sich bis dahin nicht mit diesem Thema auseinander gesetzt und unterschätzen diese Komponente komplett. Eine gute Balance wird aber benötigt, um überhaupt gewisse Techniken anwenden zu können, um anspruchsvolle Trails zu fahren und natürlich um Stürze zu vermeiden.

Wie entscheidend ein gutes Gleichgewicht ist, das kann man auch bei den Spitzensportlern von koordinativen Sportarten beobachten. Man muss sich nur mal deren Trainingsvideos anschauen, dann sieht man wie viel Zeit dort in die Balanceübungen investiert wird. Was für die Profis wichtig ist, das gilt auch für uns Hobbyfahrer!

Die gute Nachricht: Das Gleichgewicht kann man ganz einfach trainieren und verbessern. Du musst dafür nicht mal weit weg fahren, du kannst direkt vor der Haustüre oder in der Tiefgarage loslegen. Es braucht am Anfang ein wenig Geduld, bis sich die ersten Erfolge einstellen. Bleib aber auf jeden Fall dran und lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich funktioniert. Kümmere dich in jeder Situation um dein Gleichgewicht, je mehr du daran arbeitest, desto schneller wirst du besser werden.

E-Mountainbiker*innen sollten sich über das hohe Gewicht ihres Bikes bewusst sein. Wenn man zur Seite kippt, drückt eine 25 kg schwere Masse zusätzlich nach unten, die muss man auffangen können. Leider habe ich immer wieder Kursteilnehmer*innen, die unter ihrem E-Bike begraben werden. Auf dem flachen Kursplatz nicht so schlimm, im abschüssigen Gelände kann das aber tragisch enden.

Nachfolgend findest du viele hilfreiche Tipps und Tricks in Bild und Video, damit du eine Idee hast, wie du deine Balance stärken kannst. Wenn du noch unsicher bist, dann solltest du dich auf eine Wiese begeben und die Übungen dort machen. Bei einem Sturz fällst du so ein bisschen weicher. Klickpedal-Fahrer*innen müssen jederzeit auf beide Seiten ausklicken können. Es empfiehlt sich, die Manöver allenfalls nicht eingeklickt oder mit Flat Pedals zu üben.

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Herzlich Willkommen zur grossen Gleichgewichtsshow!


Enge Kurven fahren

Eine gute Basisübung ist das langsame und enge Kurven fahren. Versuche in einem möglichst kleinen Feld Kreise zu drehen oder in einer Acht zu fahren. Das kannst du auch in einem eingezeichneten Parkfeld oder auf einem Schotterweg machen, ohne dass du die Seitenränder berührst. Trainiere unbedingt beide Richtungen, jeder von uns hat eine starke und eine schwache Kurvenseite.

Bleib auf dem Sattel sitzen und wähle einen möglichst leichten Gang, damit du jederzeit Treten kannst. Eine hohe Trittfrequenz sorgt für Stabilität und Vortrieb. Der Lenkeinschlag sollte so gross wie möglich sein, damit du enge Kurven fahren kannst. Drehe den Kopf in Kurvenrichtung mit, der Blick geht über die Schulter. Die Knie bleiben beim Oberrohr, du musst sie nicht nach aussen stellen. Die Zeigefinger sind an den Bremsen dran, damit du die Geschwindigkeit kontrollieren kannst.

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Enge Kurven fahren auf kleinem Raum. Starkes Einlenken und Blickrichtung sind entscheidend.


Trinkflasche aufheben und abstellen

Stelle eine Trinkflasche auf den Boden und hebe sie beim Vorbeifahren auf. Ein tiefer Sattel hilft, damit du einfacher nach unten greifen kannst. Versuche es mit der linken und der rechten Hand. Nach dem Auflesen kannst du die Flasche auch wieder auf den Boden zurückstellen.

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Sattel runter und lang machen, um die Flasche vom Boden aufzuheben.


Seitlich an Wand anlehnen

Wenn du frei balancieren möchtest, dann kannst du zuerst eine Hauswand zur Hilfe nehmen. Fahre seitlich zur Wand, so dass du dich mit dem Ellenbogen abstützen kannst. Stehe parallel auf den Pedalen und zentral im Bike drin. Ziehe die Bremshebel, damit dein Bike nicht wegrollt. Der Blick geht nach vorne, schaue nicht runter auf den Boden. Lass dich leicht auf die Seite kippen und versuche frei zu stehen. Du kannst dich immer wieder zurück zur Wand fallen lassen. So erhältst du ein Gefühl für die Balance und für die richtige Position auf dem Bike.

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Aufstehen und mit dem Ellenbogen an der Wand abstützen, um die richtige Position zu finden.


Vorderrad an Hindernis anstellen

Die fortgeschrittene Variante zur obigen Übung ist, dass du nur das Vorderrad an einer Wand oder einem Hindernis anstellst. So hast du noch eine Kontaktfläche und musst nicht komplett frei stehen. Fahre stehend leicht seitlich zum Hindernis an und stelle das Vorderrad an. Der Blick geht auch hier nach vorne. Versuche das Vorderrad vom Hindernis zu lösen, damit du kurz frei stehst. Du kannst jederzeit wieder das Rad zurückdrehen, um dich wieder abstützen zu können.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass du frontal mit dem Vorderrad ans Hindernis fährst, dieses kurz berührst und mit einer kurzen Körperbewegung nach hinten wegrollst.

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Das Vorderrad schräg zum Hindernis anstellen und die Balance finden.

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Frontal mit dem Vorderrad zur Wand fahren und diese kurz berühren.


Trackstand lernen

Der Klassiker ist der sogenannte Trackstand, das Stehenbleiben an Ort und Stelle. Fahre stehend an und bringe das Bike mit beiden Bremsen zum Stillstand. Das Vorderrad sollte links oder rechts eingeschlagen sein, damit du einen Winkel im Bike hast, das erhöht die Stabilität. Die Beine sind gestreckt und die Pedalen sind parallel. Du kannst auch einen leichten Pedaldruck geben, damit sich die Federelemente und Reifen mehr komprimieren. Der Blick geht nach vorne, fokussiere einen Punkt in der Ferne. In dem du das Bike leicht hin und her kippst oder mit den Hüften nach aussen gehst, kannst du die Balance kontrollieren. Es hilft zusätzlich, einen Oberschenkel an den Sattel zu drücken, so hast du einen weiteren Kontaktpunkt, der das Bike hält.

Das Ziel ist, dass du locker still stehst, ohne dass du dich noch bewegen musst. 10 Sekunden solltest du sicher schaffen, je länger, desto besser. Es braucht ein bisschen Geduld, bis du den richtigen Punkt und die Position gefunden hast, um wirklich stehen bleiben zu können. Diese Zeitinvestition lohnt sich aber, das ist der Grundstein, um ein guter und sicherer Mountainbiker zu werden!

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Der Trackstand. Aufstehen, Rad schräg einschlagen, Blick nach vorne und locker bleiben.


Wheelie fahren

Ein cooles Manöver, welches auch viel Gleichgewicht verlangt, ist Wheelie fahren. In diesem YouTube Video erkläre ich die einzelnen Schritte, wie du das Vorderrad erfolgreich in die Höhe bekommst.

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Das Leben ist schöner auf dem Hinterrad!


11/06/2021

Erfahrungsbericht: Kärcher RM 44 G Zweiradreiniger

Wer sein Zweirad liebt, der pflegt es regelmässig und verleiht im neuen Glanz. Als Mountainbiker*innen sind wir oft im Matsch unterwegs, welcher in jeder Ritze hängen bleibt. Auch Kettenschmiere und Bremsstaub kleben hartnäckig am Antrieb und an der Bremsanlage. Um diese Verschmutzungen lösen zu können reicht Wasser alleine nicht. Da braucht es zusätzlich ein Putzmittel, welches mit den geeigneten Inhaltsstoffen dem Dreck an den Kragen geht.

Vom Reinigungsspezialisten Kärcher habe ich den Zweiradreiniger RM 44 G erhalten, mit welchem ich seit einigen Wochen meine Mountainbikes und Rennräder putze. Erhältlich ist er in einer 500 ml Sprühflasche, welche angenehm in der Hand liegt. Auf dem Gebinde ist zwar ein Motorrad abgebildet, aber selbstverständlich lassen sich damit auch Velos reinigen. Die Gebrauchsanweisung, Zusammensetzung und Warnhinweise sind auf der Innen- und Aussenseite des Etiketts in allen möglichen Sprachen aufgedruckt. Der RM 44 G ist biologisch abbaubar und kann auch auf natürlichem Boden eingesetzt werden.

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Kärcher RM 44 G, Kärcher OC 3 Plus und ein dreckiges Bike. Los geht's!

Die Bedienung ist denkbar einfach und schnell. Das ganze Bike mit dem RM 44 G einsprühen, rund 5 Minuten einwirken lassen und dann abwaschen. Bei starker Verschmutzung lohnt sich übrigens eine Vorwäsche nur mit Wasser, damit der grösste Dreck mal weg ist, danach den Reiniger einsetzen. Die Gelformel sorgt dafür, dass die Flüssigkeit gut am Rahmen und an den Teilen haften bleibt und nicht einfach runterläuft. Der Duft sorgt für ein Frischegefühl in der Nase. Die Schaumbildung ist ziemlich stark, was aber in der Badewanne Spass macht, das sorgt auch beim Bike putzen für Freude.

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Den Kärcher RM 44 G zuerst einsprühen und einige Minuten einwirken lassen.

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Die Gelformel sorgt für gute Haftung und viel Schaum.

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Wasser marsch!

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Man kann förmlich zuschauen, wie der Dreck geht und die Sauberkeit kommt.

Die Reinigungskraft ist sehr gut, ein Waschvorgang genügt, damit das Zweirad wieder aussieht wie neu. Ich benutze meinen Kärcher OC 3 Mobile Cleaner und der Wasserstrahl reicht, um den Dreck erfolgreich zu entfernen. Um besonders stark verschmutzte Teile sauber zu kriegen, könnte man auch noch eine Bürste einsetzen, damit alles blitzblank wird.

Nach der Wäsche empfiehlt es sich, das ganze Fahrrad mit einem Mikrofasertuch (Kärcher Bestellnummer: 2.643-872.0) zu trocknen für eine schlierenfreie Optik. Die Kette und die beweglichen Teile wie Schaltung und Lagerdrehpunkte sollten mit einem geeigneten Öl geschmiert werden. 

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Antrieb und Bremse sind sauber und das ohne eine Bürste anzuwenden.

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Nach der Wäsche mit einem Mikrofasertuch nachpolieren und die Kette schmieren.


Fazit:

Der Kärcher Zweiradreiniger RM 44 G macht, was er machen soll. Die Sprühflasche liegt angenehm in der Hand und die Flüssigkeit lässt sich gezielt auftragen. Die Gelformel haftet gut am Material und entfernt auch hartnäckigen Schmutz, damit das Zweirad schnell wieder in neuem Glanz erstrahlt. WOW!

Preis:

UVP CHF 16.00/500 ml Flasche

Informationen/Bestellung:

Website Kärcher RM 44 G

21/04/2021

Mullet vs 29er Bike - Die Vor- und Nachteile

Mullet. Mixed Wheels. 297. Oder "business in the front and party in the back". Die Rede ist von zwei verschiedenen Laufradgrössen im Rahmen, vorne 29" und hinten 27.5".

Die Versuche damit gibt es schon seit über 20 Jahren, unter anderem auch von grossen Herstellern wie Specialized (Big Hit damals mit 26"/24"). Richtig durchsetzen konnte sich dieser Trend aber bislang nicht. Das könnte sich jetzt ändern, denn mit den aktuellen Laufrädern und verstellbaren Geometrien scheint die Zeit reif dafür zu sein. Dass es funktioniert und schnell ist, das haben die Downhiller bereits bewiesen, seit 2020 sind fast alle mit Mullet Bikes unterwegs und fahren Siege ein.

Auf dem Papier sind die Fakten klar: Ein grosses Hinterrad rollt besser über Hindernisse und ist demnach schneller. In der Praxis sieht das allerdings ein bisschen anders aus, hier spielen noch weitere Kriterien eine wichtige Rolle: Körpergrösse, Fahrtechnik, Einsatzzweck, steiles Gelände, enge Kurven.

Ich habe seit 2015 meistens zwei Bikes im Keller stehen, eines mit 29" und eines mit 27.5" Laufrädern. Ich gebe es zu, ich bin ein Fan von 27.5". Wenn es um den puren Fahrspass und um ein möglichst agiles Handling geht, dann liebe ich die kleinen Räder. Da ich immer offen bin für neue Technologien, habe ich das Experiment Mullet Bike selbst ausprobiert. Nur so kann ich mir eine eigene Meinung bilden, nachfolgend also meine Erfahrungen mit zwei verschieden grossen Rädern im Bike.

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Mein neues Rocky Mountain Instinct Carbon steht bereit für das Mullet Experiment.



Das Testbike und der Umbau

Kürzlich habe ich mein neues Rocky Mountain Instinct Carbon 50 bekommen (Testbericht hier) und ich wusste schon im Vorfeld, dass es für ein Mullet Projekt herhalten muss. Das Instinct bietet 150/140 mm Federweg, ist mit den neuesten Komponenten bestückt und mit den Flip-Chips vom Ride-9 System lassen sich Geometrie und Federprogression in neun verschiedenen Positionen einstellen. Zusätzlich kann der Radstand um 10 mm verändert werden.

Wer mit einem Mullet Umbau liebäugelt, der benötigt unbedingt einen Rahmen, wo die Geometrie bzw. Tretlagerhöhe verstellt werden können. Mit einem kleineren Hinterrad senkt sich das Bike nach hinten ab, das Tretlager sitzt tiefer und der Lenkwinkel wird flacher. Dies muss man korrigieren können, sonst fährt man wie mit einem Chopper durch die Gegend. In meinem Fall war das Tretlager 15 mm tiefer nach dem direkten Wechsel auf das kleinere Hinterrad.

Was man sich ebenfalls bewusst sein muss, ein Mullet Umbau ist eine Kompromisssache. Ein 29" Bike wurde für den Einsatz mit einem 29" Hinterrad konstruiert, damit es perfekt funktioniert. Wenn man ein 27.5" Rad in den Hinterbau hängt, dann sollten eigentlich die Kettenstreben um ca. 10 mm kürzer sein. Dies würde dem Bike ein noch agileres Fahrverhalten bescheren. Will heissen, ein Rahmen und vor allem der Hinterbau müssten direkt für ein 27.5" Rad entwickelt werden, so wie es jetzt bei den neuesten E-Bikes gemacht wird.

Ich habe mir extra das komplette Hinterrad von meinem alten Bike aufgehoben. Der Umbau ging somit schnell, 29" raus und 27.5" Rad rein. Das Ride-9 habe ich jeweils auf Position 1, 5 und 9 eingestellt. Nach dem Radwechsel musste ich die Bremse und Schaltung noch nachjustieren.

Beide Hinterräder sind aus Aluminium mit 30 mm Breite. Ich habe den Pirelli Scorpion S 2.4" mit 1,5 bar Luftdruck und Tubeless aufgezogen. Bei der Steifigkeit bemerkte ich keine Unterschiede, das liegt aber wahrscheinlich an meinem leichten Körpergewicht und am geschmeidigen Fahrstil.

Ich bin 177 cm gross, 68 kg schwer und fahre Rahmengrösse Large. Ich bin ein kompletter Mountainbiker, ich liebe technisch anspruchsvolle Abfahrten, fahre aber auch gerne schnell den Berg hoch.

Die erste Woche bin ich ausschliesslich mit den 29" Rädern gefahren, um mich an das neue Bike zu gewöhnen. Danach hatte ich bei jeder Ausfahrt ein 27.5" Hinterrad dabei und wechselte direkt auf den Trails hin und her. Nach drei Wochen intensivem Testen, kam ich dann zu einem für mich überraschenden Ergebnis.

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Die Tretlagerabsenkung mit dem 27.5" Hinterrad liegt bei 15 mm.

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Mit dem Ride-9 lassen sich Geometrie und Tretlagerhöhe verstellen.



Praxistest auf und neben dem Trail

Mit vollgepacktem Rucksack fuhr ich jeweils raus ins Gelände. Ich wollte den Direktvergleich und habe an verschiedenen Stellen die Hinterräder gewechselt, die Geometrie verstellt und den Luftdruck im Dämpfer angepasst. Ab und zu lief auch die Stoppuhr mit, denn die Zeit lügt nie. Nur nach Gefühl zu fahren reichte mir nicht. Als Referenz diente auch noch mein letztjähriges Rocky Mountain Thunderbolt mit 27.5" Laufrädern vorne und hinten.

Beim Mullet mit Ride-9 in Position 9 liegt das Tretlager gleich hoch, wie beim 29er in Position 1. Allerdings war mir der Lenkwinkel in der in Position 9 zu steil. Ich wählte dann für alle weiteren Tests die neutrale Position 5. Beim 29er tüftelte ich ebenfalls mit verschiedenen Einstellungen. Hier fühlte ich mich in der flachsten Position 1 am wohlsten und das Bike lag am stabilsten am Boden. Den Radstand fuhr ich immer in der kurzen Version (438 mm lange Kettenstreben).

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Nichts dem Zufall überlassen. Ich war mit Stoppuhr, Kamera und Werkzeug unterwegs.



Uphill auf Schotter und Wurzeln

Wenn es um den reinen Vortrieb geht, dann ist das grosse Hinterrad klar schneller. Sobald es rollt geht es zügig vorwärts. Ich fuhr einen 700 Meter langen Anstieg mit 60 Höhenmetern auf Schotter hoch und versuchte mit beiden Hinterrädern eine gleiche Geschwindigkeit mit gleichem Kraftaufwand zu erreichen. Mit dem 29er Rad war ich 4 Sekunden schneller oben.

Danach fuhr ich über einen steilen mit Wurzeln gespickten Anstieg hoch. Auch hier merkt man, dass das grosse Rad besser rollt. Das kleine Hinterrad bleibt immer wieder mal hängen und man muss viel aktiver mit dem Körper arbeiten. Das geht auf die Dauer an die Kraftreserven.

Vorteil 29er.

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Wenn es um den reinen Vortrieb geht, dann ist das 29er unschlagbar.

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Nachteil 27.5", das Hinterrad rollt schlechter über Wurzeln.



Zeitvergleich auf Downhill-Trail

Nach einem Bikekurs in Burgdorf nahm ich mir die Zeit, um den "Färnstu-Trail" mehrmals zu fahren. Der Trail ist 900 Meter lang, im oberen Teil ein Wanderweg und im unteren Teil ausgebaut mit Anliegerkurven und Sprüngen. Da es auch Fussgänger auf dem Trail gibt, habe ich nicht alles riskiert, sondern versuchte einfach flüssig durchzuziehen.

Die erste Fahrt war mit dem Mullet. Ich kam gut runter und die Zeit stoppte bei 2:33. Danach folgt der Radwechsel und es ging nochmals nach oben. Mit dem 29er fühlte sich die Fahrt schneller an und im Ziel zeigte die Stoppuhr 2:35 an. Waaaaaasss?! Ich war mit dem grossen Hinterrad 2 Sekunden langsamer... Das zeigt, wie sehr das Gefühl täuschen kann.

Lediglich knapp 2 Sekunden Differenz auf über 2 Minuten Fahrzeit. Das unterstreicht einerseits meine Fähigkeiten als Testfahrer, ich kann ein Bike auf einem konstant hohen Niveau bewegen. Andererseits ist es schwierig ein Urteil zu fällen. Der Zeitunterschied hat hier nichts mit der Radgrösse zu tun, irgendwo habe ich einfach mehr gebremst oder schneller beschleunigt.

Vorteil Mullet bzw. Unentschieden.

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Die Zeit läuft, fliegend über den Färnstu-Trail in Burgdorf.

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Die Stoppuhr lügt nie. Mit dem Mullet war ich im Downhill knapp 2 Sekunden schneller!


Bunny Hop

Bei meinen Lieblingstrick Bunny Hop erlebte ich die grösste Überraschung. Mit meinem Thunderbolt lag meine persönliche Rekordhöhe bei über 70 cm. Ich hätte wetten können, dass ich mit dem grösseren und längeren Instinct niemals so hoch komme.

Die ersten Versuche machte ich mit dem Mullet Setup. Ich übersprang gleich auf Anhieb 60 cm und danach auch noch 65 cm. Nun war die Latte also bereits auf 70 cm. Nach drei Anläufen hatte ich auch diese Höhe geknackt. Zur Bestätigung sprang ich mehrmals locker über die 70 cm. 

Nun folgte die selbe Übung mit dem 29" Hinterrad. Auch hier übersprang ich gleich 60 cm. Im Vergleich zum Mullet musste ich mehr am Lenker ziehen, um das Vorderrad genügend hoch zu bringen. Der längere Hebel ist spürbar, ist aber nicht besonders hinderlich. Die Latte ging höher, auch 65 cm schaffte ich problemlos. Sind tatsächlich auch 70 cm möglich? Ja, auch mit den 29" Laufrädern egalisierte ich meine bisherige Rekordhöhe!

Unentschieden.

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Bunny Hop über 70 cm mit dem Mullet.

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Bunny Hop über 70 cm mit dem 29er. Man beachte den geringen Gesässabstand zum Rad.


Hohe Stufen und Manuals

Immer wenn das Gesäss weit nach hinten geschoben werden muss, dann kommt der grösste Nachteil vom 29" Hinterrad. Es fehlt an Bewegungsfreiheit und man berührt unweigerlich mit dem Gesäss das Rad. Dies ist vor allem für kleinere Personen, oder solche mit kurzen Beinen ein Problem. Mit meinen 177 cm bin ich auch nicht sonderlich gross und bei hohen Stufen oder Manuals über Wellen, erlebe ich immer wieder mal die "Arschbremse". Mit dem 27.5" Hinterrad ist das nicht der Fall.

Vorteil Mullet.

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Mehr Bewegungsfreiheit, bei hohen Stufen liegt der Vorteil beim Mullet.

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Arschbremse... Der grösste Nachteil vom 29er ist die fehlende Bewegungsfreiheit.

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Mullet for Manuals! Mit dem kleinen Hinterrad steigt das Vorderrad besser nach oben.


Kurven fahren

In den Kurven ist es schwierig, einen wirklichen Unterschied zwischen den zwei Radgrössen zu spüren. Rein theoretisch bietet ein 29er Rad wegen der grösseren Auflagefläche mehr Traktion. Der Untergrund und der Reifen selbst sind aber entscheidend, ob diese Traktion überhaupt erreicht wird.

Gefühlsmässig hatte ich mit dem Mullet eine hecklastigere Position auf dem Bike. Durch das kleinere Hinterrad hängt man automatisch ein bisschen weiter hinten drin, gleichzeitig fehlt dadurch ein wenig Grip am Vorderrad. Mit dem grossen 29er Hinterrad stehe ich zentraler zwischen den Rädern, die Gewichtsverteilung ist ausgeglichener und der Druck liegt auf beiden Rädern.

Bei schnellen Richtungswechseln ist das Mullet einen Tick wendiger. In langgezogenen Kurven bietet aber das 29er mehr Laufruhe und Traktion.

Unentschieden.

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Bei schnellen Richtungswechseln ist das 27.5" Hinterrad einen Tick wendiger.

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Das 29er sorgt für eine zentrale Körperposition zwischen den Rädern. (Foto: spitznagel.ch)


Spitzkehren fahren und Hinterrad versetzen

Beim Spitzkehren fahren und Hinterrad versetzen spielt die Hinterradgrösse nur eine untergeordnete Rolle. Da das Hinterrad nur dem Vorderrad folgen muss und beim Versetzen sogar in der Luft ist, hat das keinen Einfluss auf die Kurve.

Hier konnte mein altes Thunderbolt punkten. Mit den kleineren Rädern und dem kurzen Radstand ging es viel flinker um die engen Kehren.

Unentschieden.

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In Spitzkehren spielt die Hinterradgrössse eine untergeordnete Rolle.

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Beim Hinterrad versetzen ist das Können wichtiger als die Laufradgrösse.



Fazit

Es war ein Kopf an Kopf Rennen. Beide Hinterradgrössen bieten Vor- und Nachteile, je nach dem wo und wie man sie einsetzt.

Vor diesem Test war ich der festen Überzeugung, dass ich zukünftig ein Mullet fahren würde. Während den vielen Radwechseln merkte ich aber immer mehr, dass mit dem 29" Hinterrad alles möglich ist, was ich auch mit dem 27.5" Hinterrad mache. Das kleinere Rad konnte sich bei keiner Tour und bei keinem Manöver markant absetzen.

Der einzige wirkliche Vorteil vom 27.5" Hinterrad ist die grössere Bewegungsfreiheit. Wer eher klein ist oder wer nur steile Trails und im Bikepark fährt, für den kann ein Mullet die Lösung sein.

Der Umbau ist zudem eine Kompromisssache. Ein reinrassiges Mullet müsste direkt für ein 27.5" Hinterrad konstruiert werden und kurze Kettenstreben haben, damit ein wirklich agiles und verspieltes Fahrverhalten erreicht wird.

Was man auch nicht ausser Acht lassen sollte sind die hohen Kosten für einen Umbau. Wer sich extra ein kleines Hinterrad zulegt und dies mit Reifen, Kassette und Bremsscheibe bestückt, der muss bis zu CHF 1'000.00 in die Finger nehmen. Eine teure Investition für kaum spürbare Vorteile.

Ich habe mich entschieden, ich werde weiterhin mit 29" Laufrädern unterwegs sein, vorne und hinten.

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Ich hätte es nicht gedacht... Aber mein Instinct werde ich mit 29" Laufrädern fahren!

13/04/2021

Fahrbericht: Rocky Mountain Instinct Carbon 50 2021

Am 9. März 2021 präsentierte Rocky Mountain weltweit das neue Instinct. Das Trail-Bike ist schon seit vielen Jahren im Programm, nun wurde es wieder mal überarbeitet und mit den neuesten Technologien und Geometriedaten versehen. Es löst gleichzeitig auch das Modell Thunderbolt ab, je nach Rahmengrösse erhält man 27.5" oder 29" Laufräder. In diesem Testbericht geht es um mein Instinct Carbon 50, welches ich seit vier Wochen fast täglich fahre.

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Mein Rocky Mountain Instinct Carbon 50 2021 custom build.



Die Ausstattung

Das neue Instinct gibt es aus Carbon oder Aluminium und in zahlreichen Ausführungen, damit für jedes Budget etwas dabei ist. Der Rahmen kann auch einzeln als Frame-Set gekauft werden. Mein Instinct Carbon 50 entspricht, wie bei mir üblich, nicht mehr ganz dem Original. Ich habe einige hochwertige Teile von meinem alten Thunderbolt und von meinem Mondraker E-Bike genommen, um die Sponsoren und meine eigene Vorlieben zu berücksichtigen.

Das Instinct Carbon 50 geht für den Preis von CHF 5'599.00 über die Ladentheke. Dafür erhält man ein solide ausgestattetes Bike, welches mit tausendfach bewährten Komponenten bestückt ist.

Der Carbon-Rahmen ist baugleich mit dem Altitude, es wurde aber eine andere Dämpferaufnahme und weniger Federweg spezifiziert. Theoretisch könnte man, mit dem nötigen Kleingeld, aus dem Instinct ein Altitude bauen oder umgekehrt. Das Bike ist in zwei Farbkombinationen erhältlich, das abgebildete violett/beige oder türkis/schwarz. Der Rahmen ist hochwertig verarbeitet und bietet viele kleine Detaillösungen. Das bekannte Ride-9 ist auch hier zu finden, mit welchem man die Anlenkung des Dämpfers verändern und so die Geometrie und Federkennlinie beeinfluss kann. Zusätzlich kann der Radstand um 10 mm kürzer oder länger gemacht werden. Alle Kabel sind komplett innen verlegt, was für eine aufgeräumte Optik, aber aufwendige Servicearbeiten sorgt. An der Kettenstrebe sind dicke Gummischützer angebracht, damit die Kette nirgendwo anschlägt und Lärm verursacht. Über dem Schwingenlager ist eine Plastikabdeckung befestigt, damit kein Dreck dazwischen kommt.

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Die neue Dämpferanlenkung mit Ride-9 System.

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Gummi schützt! Das Unterrohr und die Kettenstrebe sind gut verpackt.

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Die Plastikabdeckung hält Dreck fern. Darunter sind die Kabel verborgen.


Die Federelemente stammen von Fox, vorne eine 36 Float EVOL GRIP Performance Gabel mit 150 mm Federweg und hinten ein Fox Float DPS Performance Dämpfer mit 140 mm Federweg. Bei der Gabel gibt es bei mir die erste Änderung, ich bin ein RockShox Fan und darum habe ich eine Pike Ultimate verbaut. Der Gabeltausch bringt auch gleich noch eine Gewichtsreduktion von 250 Gramm mit sich.

Die Bremsen und der Antrieb liefert Shimano. Die XT Bremsen mit 4-Kolben und 180 mm Bremsscheiben sorgen für die Verzögerung. Die Schaltung ist ein Mix aus XT Schaltwerk, SLX Schalthebel und SLX 10-51 Kassette. Hier habe ich leicht modifiziert, ich fahre Bremsscheiben und Beläge von SwissStop. Und die grosse, schwere 51er Kassette habe ich gegen eine leichte XTR mit 10-45 Abstufung getauscht.

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Shimano Deore XT sorgt fürs Schalten und Bremsen.


Die Kurbel ist eine Race Face Aeffect Cinch in 170 mm Länge mit einem 32er Kettenblatt. Die Kurbel habe ich ebenfalls gewechselt, meine alte Truvativ Descendant Carbon ist immer noch gut in Schuss. Ich fahre ein 30er Kettenblatt, damit ich die kleinere Kassette kompensieren kann.

Die Laufräder sind ein Mix aus WTB Felgen, Rocky Mountain Vorderradnabe/DT Swiss 370 Hinterradnabe und DT Swiss Champion Speichen. Wer meine Blogs regelmässig liest der weiss, dass bei den Laufrädern immer gespart wird und man dort mit einem Upgrade am meisten rausholen kann. Ich hatte noch einen hochwertigen Race Face Turbine R Laufradsatz von meinem E-Bike, welchen ich jetzt dem Instinct vermacht habe. Die Reifen kommen von Maxxis, Minion DHF 2.5 WT und Minion DHR II 2.4 WT sorgen für den Grip. Hier habe ich meinen Ausrüster berücksichtigt und auf Pirelli Scorpion S Trail 29x2.4 Gummis gewechselt.

Das Cockpit besteht aus Rocky Mountain Lenker in 780 mm Breite, Rocky Mountain Vorbau und Ergon GE1 Griffen. Die Sattelstütze ist ebenfalls Rocky Mountain Eigenmarke, die Toonie Drop bietet 170 mm Hub. Der Sattel ist ein WTB Volt Race. Da habe ich ebenfalls alles ausgetauscht, ich fahre einen 750 mm breiten Race Face Turbine R Lenker, einen 32 mm kurzen Race Face Turbine R Vorbau, eine Fox Transfer Sattelstütze und meinen uralten fi'zi:k Tundra Sattel.

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Kein Kabel und kein Hebel zu viel. Ein aufgeräumtes Cockpit sorgt für Freude!


Das Gewicht aus der Schachtel beträgt in Grösse Large 14,3 kg. Ich konnte mein Instinct mit den verschiedenen Änderungen massiv abspecken, nur schon bei den komplett bestückten Laufrädern konnte ich 800 g einsparen. Meine Version bringt fahrfertig 12,9 kg auf die Waage!

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Das Instinct ist von jeder Seite ein hübsches Bike!



Die Geometrie

Bei den neuesten Rocky Mountain Modellen hat sich bei der Geometrie einiges geändert. Wer schon ein Rocky fährt, der wird sich sicher auch über die gutmütige Position auf dem Bike gefreut haben. Die Rahmen waren eher kurz und kompakt, man konnte draufsitzen, losfahren und fühlte sich wohl.

Nun sind auch die Kanadier auf den Trend aufgesprungen, die Bikes immer länger und flacher zu machen. Im Vergleich zu meinem Thunderbolt oder auch zum bisherigen Instinct ist der Reach um 28 mm angewachsen und der Radstand ist sogar um 52 mm länger geworden. Die Kettenstrebenlänge ist 438 mm und kann auf Wunsch noch um 10 mm verlängert werden. Zusätzlich ist der Lenkwinkel flacher und der Sitzwinkel steiler. Über das Ride-9 System können diese Werte noch angepasst werden.

Der Rahmen und die Laufräder werden der jeweiligen Körpergrösse angepasst. Die XS und Small Rahmen haben einen leichten Knick im Oberrohr für mehr Beinfreiheit und kommen mit 27.5" Laufrädern. Ab Grösse Medium werden 29" Laufräder verbaut.

Ich bin 177 cm gross und fahre seit acht Jahren Rocky Mountain. In den ersten vier Jahren bin ich jeweils Rahmengrösse Medium und die letzten vier Jahre Large gefahren. Im grösseren Rahmen sitze und stehe ich zentraler und das Bike liegt einfach stabiler auf dem Boden.

Ich hatte die Möglichkeit schon letztes Jahr einen Blick auf die neuen Bikes zu werfen und bei den Geometrien fiel mir gleich auf, dass sie mächtig angewachsen sind. Ich überlegte lange, habe mich dann aber erneut für die Grösse Large entschieden. Um die Länge zu kompensieren habe ich einen ultrakurzen 32 mm Vorbau verbaut (Standard sind 40 mm).

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Für Vollgas! Der Radstand ist schon lang, er kann aber noch länger gemacht werden.



Auf dem Trail

Ich hatte mein Instinct bereits in der Vorwoche der offiziellen Präsentation erhalten und konnte es in aller Ruhe aufbauen. Als das Bike dann fertig vor mir stand, da konnte ich nicht widerstehen und musste eine erste Ausfahrt machen. Vor lauter Vorfreude hatte ich den Wetterbericht nicht geprüft und 45 Minuten nach Abfahrt setzte der Regen ein. Petrus und ich waren noch nie Freunde und ich verfluchte ihn wieder mal, dass er mir nicht mal eine trockene Jungfernfahrt gönnte. Zugleich konnte ich so das Bike bei schwierigen Bedingungen testen, im Trockenen fahren kann ja jeder.

Schon auf den ersten Metern merkte ich, dass das Bike passt und rollte zügig über die Schotterwege in Richtung Trails. Die grossen 29" Räder machten sich bereits das erste Mal positiv bemerkbar und ich war schnell zuoberst auf dem Hügel. Die Sitzposition ist schön zentral, auch bei steileren Anstiegen bleibt das Vorderrad stabil am Boden.

Nun folgte die Abfahrt, der Boden war nass und die Wurzeln und Steine rutschig. Als erfahrener Downhiller liess ich mich davon nicht abschrecken und fuhr überall die direkte Linie, so wie ich es auch bei trockenen Verhältnissen mache. Alles im grünen Bereich, das Instinct flog wie auf Schienen über die Hindernisse und durch die Kurven. Auffällig war hier erneut, wie gut der Pirelli Scorpion S bei diesen Bedingungen funktionierte. Obwohl die Gummimischung eher hart ist, krallt sich der Reifen regelrecht in den Boden und sorgt so für viel Traktion und Sicherheit (ausführlicher Testbericht hier).

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Die Plastikabdeckung beim Schwingenlager wurde gleich bei der ersten Ausfahrt getestet...


Als ich wieder Zuhause war machte ich nach der Bikewäsche eine erste Inspektion. Die Federelemente waren noch zu wenig progressiv. Der Pike gönnte ich einen zweiten Token und der Fox DPS bekam ebenfalls einen dickeren Volumenspacer (von 0.4 auf 0.8). Dieses Problem hatte ich bis jetzt bei jedem Rocky mit DPS Dämpfer, sie waren immer zu linear abgestimmt. Schon bei einem Bunny Hop oder einem kleinen Sprung rauscht der Hinterbau durch den ganzen Federweg. Mit dem Fox Volumenspacer Kit (Artikel-Nr. 803-01-250) kann das aber schnell in Ordnung gebracht werden.

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Ein dickerer Volumenspacer hilft für mehr Endprogression beim Fox DPS Dämpfer.


Was mir auch noch auffiel war, dass ich mit dem hinteren Schuh an der Kettenstrebe streifte. Leider war der schöne Lack schon nach der ersten Ausfahrt abgeschliffen... Irgendwie ist die Strebe anders geformt, das war mir bis jetzt noch nie passiert. Es empfiehlt sich daher, gleich zu Beginn eine Schutzfolie anzubringen.

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Tschüss Farbe... Aus unerklärlichen Gründen berührt mein hinterer Schuh die Kettenstrebe.


Das Wetter wurde wieder besser und ich konnte noch einige Touren auf trockenen Trails zurücklegen. Es waren auch gebaute Strecken dabei, welche Sprünge, Drops und Anliegerkurven beinhalteten. Bei grossen Hindernissen merkt man, dass das Instinct keine Enduro-Maschine ist, mit 150/140 mm kommt man irgendwann an die Grenzen. Im Gegenzug schätzte ich dafür, wie leichtfüssig das Bike in den Anstiegen vorwärts geht. Alles in allem ist das Fahrverhalten sehr ausgewogen, das Instinct bietet in fast jeder Situation Vertrauen und Sicherheit.

Trotz der 29" Laufräder lässt sich das Instinct spritzig und agil bewegen. Die Kettenstreben sind immer noch kurz genug, damit das Vorderrad ohne viel Kraftaufwand nach oben kommt. Wer, wie ich, gerne Manuals, Wheelies und Bunny Hops macht, der wird daran seine Freude haben.

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Bunny Hop über 70 cm! Das geht auch mit 29" Laufrädern.

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Spitzkehren fahren mit Hinterrad versetzen ist problemlos möglich.

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Das Vorderrad liegt auch bei steilen Anstiegen satt am Boden. (Foto: spitznagel.ch)

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Anlieger surfen auf gebauten Bikepark Trails. (Foto: spitznagel.ch)

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Der lange Radstand sorgt auch in der Luft für Laufruhe. (Foto: spitznagel.ch)

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Trotz grossem Hinterrad gehen auch Manuals locker. (Foto: spitznagel.ch)


Die Komponenten verrichten bislang alle zuverlässig ihren Dienst. Die Shimano 4-Kolben Bremsen packen zuverlässig zu und sie sind einfach die unproblematischsten Stopper, die es gibt. Die Schaltung wechselt, shimanotypisch, die Gänge leise, weich und leicht undefiniert. Als langjähriger SRAM Fahrer bevorzuge ich deren knackige, definierten und lauten Schaltvorgänge (und die XX1 11-fach bleibt für mich die bislang beste Schaltung). Das ganze Bike macht keinerlei Geräusche, nur das Rauschen der Reifen stört die Ruhe auf dem Trail.

Bei allen meinen Fahrten habe ich mich intensiv mit der Geometrieverstellung befasst. Den Radstand beliess auf der kurzen Einstellung, ein langer Radstand ist nur für Downhill-Bikes sinnvoll. Das Ride-9 hatte ich in verschiedenen Positionen ausprobiert, schlussendlich landete ich auf der flachsten und progressivsten Stufe 1. Auf Position 9 war mir der Lenkwinkel zu steil und in der neutralen Position 5 fühlte sich das Bike instabil an. Tiefer und flacher ist schneller!

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Ich habe viel am Ride-9 rumgeschraubt. Ich fahre mein Instinct jetzt auf Position 1.

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Das Instinct funktioniert auch im Schnee...

ERGÄNZUNG 21.04.2021: Schon bevor ich mein Instinct erhielt wusste ich, dass es für ein Mullet Experiment herhalten muss. Ich habe das Bike während drei Wochen abwechslungsweise mit einem 27.5" und 29" Hinterrad gefahren. Ob sich so ein Umbau lohnt und was die Vor- und Nachteile von kleinen und grossen Rädern sind, das erfährst du in diesem Blogbeitrag.

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Mein Instinct habe ich mit einem 27.5" und 29" Hinterrad ausprobiert.



Fazit

Mit dem neuen Instinct ist Rocky Mountain wieder ein grosser Wurf gelungen. Es ist eine coole Trail-Rakete, welche den Berg hoch und runter für viel Spass und Sicherheit sorgt. Das perfekte Bike für Tourenfahrer, die gerne Höhenmeter sammeln, aber auch anspruchsvolle Abfahrten nicht scheuen. Love the ride!


Positiv:

+ Rahmen mit vielen Verstellmöglichkeiten
+ solide Ausstattung
+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ kommt der eierlegenden Wollmilchsau ziemlich nahe

Negativ:

- schwere Laufradkombination
- Fox DPS Dämpfer zu linear abgestimmt

Preis:

CHF 5'599.00 (Carbon 50)

Informationen:

Rocky Mountain
CHRIS sports